<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431</id><updated>2012-02-16T08:01:44.434+01:00</updated><category term='Erlebtes'/><category term='Kreativität'/><category term='Gesellschaft'/><category term='Schamanismus'/><category term='Heilen'/><category term='Bücher'/><category term='Schreiben'/><category term='Wissenschaft'/><category term='Lebensberatung'/><category term='Kartenlegen'/><category term='kosmische Energie'/><category term='Frauen'/><category term='Astrologie'/><category term='Miteinander reden'/><category term='Leben'/><category term='Blog'/><category term='Traumdeutung'/><category term='Erziehung'/><title type='text'>Kartenlegen und Schamanismus</title><subtitle type='html'>Gedanken zu spirituellen Aspekten unserer Gesellschaft, zur Hellsicht und zur Traumdeutung, zum Kartenlegen und Kartenlesen, zur Lebensberatung, zum Schamanismus, zur Kreativität und zum spirituellen und psychischen Heilen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>49</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7535671137342939514</id><published>2007-05-13T21:35:00.000+01:00</published><updated>2007-05-13T23:25:02.413+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erlebtes'/><title type='text'>Kreativität lässt sich nicht lernen!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Das jedenfalls behauptete ein Mensch, neulich, als ich ihm die Karten legte und dann - um seine Situation ein wenig genauer abzuklären - ins Horoskop schaute. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dieser Mensch, ich nenne ihn hier mal Georg, hatte seinen Mond, seinen Neptun und seinen Lilith im 5. Haus und im Skorpion stehen. Das 5. Haus wird gerne als Haus der Kreativität bezeichnet. Dies stimmt nicht ausschließlich, gibt aber eine gute Zusammenfassung von dem, was man von Planeten im 5. Haus erwarten kann. Der Skorpion ist das psychotherapeutischste Sternzeichen im Tierkreis. Und da Georg wegen einem Nervenzusammenbruch in einer Psychiatrie gewesen war und dort die Kunsttherapie am besten fand ... -&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Lange Rede, kurzer Sinn: Ich empfahl Georg das Buch "Der Weg des Künstlers", um sich mit seinen kreativen Potentialen auseinanderzusetzen. Daraufhin fiel jener Satz: Kreativität lässt sich nicht lernen!&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Ernsthaft: Sich selbst dumm machen!&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hübsche Aufforderung, nicht wahr?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die ist aber durchaus ernst gemeint.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Natürlich findet man diese Aufforderung nicht in den einschlägigen wissenschaftlichen Büchern. Dort liest man aber solche Begriffe wie Selbstsimplifikation - Selbstvereinfachung. Z.B. bei Niklas Luhmann in seinem Buch "&lt;a href="http://www.amazon.de/Soziale-Systeme-Grundri%C3%9F-allgemeinen-Theorie/dp/3518282662/ref=sr_1_4/303-5870581-9268242?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;qid=1179089183&amp;sr=1-4"&gt;Soziale Systeme&lt;/a&gt;".&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Selbstvereinfachung&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Also nicht Verdummung, aber Vereinfachung: nur wieso?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Laut den Systemtheoretikern ist jeder Mensch ein komplexes Wesen. Komplexität - das bedeutet, dass es viele Elemente gibt, z.B. viele Gedanken, und die meisten davon kann man nicht gleichzeitig denken. Was also macht man? Man denkt sie einfach nacheinander. - So einfach geht das! Bei Niklas Luhmann heißt das dann - sehr pompös - temporalisierte Komplexität.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Man kann also nicht alles denken, vor allem nicht alles auf einmal. Hintereinander alles zu denken, dürfte aber auch recht schwierig werden. Ich denke bestimmte Sachen wesentlich häufiger als andere, z.B. dass ich Milch in den Kühlschrank stellen muss, denke ich häufiger, als die Formel der Relativitätstheorie. Das ist auch sinnvoll. Die Milch im Kühlschrank entspricht viel mehr meiner sinnlichen und konkreten Welt. (Die Relativität der Zeit verwuschelt mir höchstens mal die Haare.)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schließlich kann man auch an sich selbst denken. Gelegentlich macht man das sogar bewusst. Und jetzt kommt der entscheidende Kniff bei dem Gedanken: ich bin ein komplexes Wesen. Ich denke an mich. Kann ich genauso komplex an mich denken, wie ich wirklich bin? Also kann ich so an mich denken, dass ich mich in mir selbst verdoppele? - Schon der Satz hört sich verdreht an. Die Lösung ist natürlich einfach: Nein, ich kann mich selbst nie so denken, wie ich wirklich bin. Ich habe immer ein einfacheres Abbild von mir selbst.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und natürlich kann kein Mensch sich so sehen, wie er wirklich ist.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das ist ja keine Faulheit, sondern einfach eine Notwendigkeit.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Was hat das alles mit Kreativität zu tun?&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ganz einfach: man kann seine "Selbstverdummung" so betreiben, dass man die Kreativität NICHT sieht - oder man kann sie so betreiben, dass man seine Kreativität sieht. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Günstiger ist natürlich, wenn man seine Kreativität sieht. Aus zweierlei Gründen übrigens: 1. ist Kreativität etwas Positives und indem man seine eigene Kreativität sieht, kann man sich positiv sehen, noch positiver als sowieso schon; 2. ist Kreativität notwendig, wenn wir uns selbst verändern wollen - sehe ich dann noch meine eigene Kreativität, kann ich mit dieser arbeiten und so meine eigene Veränderung ein Stück weit steuern. &lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich darf mir also aussuchen, wie ich mich sehen möchte. Positiv oder negativ: für beide Sichten bin ich verantwortlich.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Beide Sichten sind natürlich nicht "wahr", zumindest sind sie beide Selbstsimplifikationen, Vereinfachungen. &lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nein, Kreativität kann man nicht lernen; aber man kann lernen, seine eigene Kreativität zu sehen, oder man kann lernen, für sie blind zu sein.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7535671137342939514?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7535671137342939514/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7535671137342939514&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7535671137342939514'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7535671137342939514'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/05/kreativitt-lsst-sich-nicht-lernen.html' title='Kreativität lässt sich nicht lernen!'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7769112337839723003</id><published>2007-05-09T22:33:00.000+01:00</published><updated>2007-05-09T22:35:42.660+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><title type='text'>Familienalbum</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Heute sagte ein Freund zu mir: &lt;em&gt;Da Familien keine eigenständigen Einheiten sind, brauchen sie ein Fotoalbum, um wenigsten ein wenig Einheit zu demonstrieren&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wohl wahr!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7769112337839723003?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7769112337839723003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7769112337839723003&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7769112337839723003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7769112337839723003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/05/familienalbum.html' title='Familienalbum'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-6780783437115464445</id><published>2007-05-09T22:21:00.000+01:00</published><updated>2007-05-09T22:32:17.740+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Die verlorene Kolonie</title><content type='html'>Und ein letzter Kommentar für heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sinn und Zweck jedes Buchladenbesuches sind die Bücher für meine Kinder. Mein Sohn hat endlich den lange versprochenen fünften Band von Artemis Fowl bekommen - "&lt;a href="http://www.amazon.de/Artemis-Fowl-Die-verlorene-Kolonie/dp/3471772804/ref=pd_bowtega_1/028-8873533-4375723?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;qid=1178746215&amp;sr=1-1"&gt;Die verlorene Kolonie&lt;/a&gt;".&lt;br /&gt;Artemis Fowl ist ein großer Liebling meines Sohnes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben allen anderen hübschen und skurrilen Einfällen findet sich zu Beginn des fünften Bandes unter anderem folgende Unterhaltung zwischen Artemis Fowl, dem 14jährigen Meisterdieb, und seinem Leibwächter Butler:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;»Es ist ganz normal, dass Mädchen einen ablenken. Wenn Sie in den letzten Jahren nicht damit beschäftigt gewesen wären, die Welt zu retten, wäre das schon eher passiert.«&lt;br /&gt;»Ich muss das trotzdem in den Griff kriegen. Ich habe schließlich Wichtigeres zu tun.«&lt;br /&gt;»Die Pubertät in den Griff kriegen?«, schnaubte der Leib&amp;shy;wächter. »Da wären Sie der Erste.«&lt;br /&gt;»Das bin ich meistens«, sagte Artemis. &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;Wie alle anderen Bücher von Artemis Fowl kann ich auch dieses Buch nur empfehlen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-6780783437115464445?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/6780783437115464445/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=6780783437115464445&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/6780783437115464445'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/6780783437115464445'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/05/die-verlorene-kolonie.html' title='Die verlorene Kolonie'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-5428019391334566872</id><published>2007-05-09T22:06:00.000+01:00</published><updated>2007-05-09T22:18:46.278+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Astrologie'/><title type='text'>Astrologie ganz allgemein</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RkI56l1BiBI/AAAAAAAAAA8/9aoS3URXtvw/s1600-h/Das+Astrologiebuch+-+Michael+Roscher.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5062672609867565074" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RkI56l1BiBI/AAAAAAAAAA8/9aoS3URXtvw/s200/Das+Astrologiebuch+-+Michael+Roscher.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich habe, als ich mir das Orakel der Hexengeister gekauft habe, auch gleich noch ein &lt;a href="http://www.amazon.de/Das-Astrologiebuch-Berechnung-Deutung-Prognose/dp/3899971175/ref=sr_1_2/028-8873533-4375723?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;amp;qid=1178745036&amp;sr=1-2"&gt;Astrologiebuch&lt;/a&gt; zugelegt. Ich finde es prima. Bisher habe ich mich nur mit älteren Werken aus den diversen Bibliotheken Berlins beschäftigt. Dieses Buch bietet eine sehr umfassende Einführung.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Seit etwa zwei Monaten bin ich ja nun schon intensiv am Erstellen von Horoskopen. Zufrieden bin ich bisher noch nicht, weil ich noch keinen roten Faden für mich gefunden habe, wie ich die ganzen Sternenkonstellationen und meine persönlichen Interessen, die Kreativität vor allem, zusammenbinden kann. Insgesamt aber macht es mir Spaß, Horoskope zu durchleuchten und bisher waren die Rückmeldungen über meine Fähigkeit, hier genau zu deuten, auch sehr positiv.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-5428019391334566872?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/5428019391334566872/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=5428019391334566872&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/5428019391334566872'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/5428019391334566872'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/05/astrologie-ganz-allgemein.html' title='Astrologie ganz allgemein'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RkI56l1BiBI/AAAAAAAAAA8/9aoS3URXtvw/s72-c/Das+Astrologiebuch+-+Michael+Roscher.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-1304891083369064851</id><published>2007-05-09T22:00:00.000+01:00</published><updated>2007-05-09T22:06:09.601+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensberatung'/><title type='text'>Unruhe - Teil II</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Hallo Juwel!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ein Nachteil negativer Überzeugungen ist nicht, dass sie negativ sind, sondern dass sie nur sagen, was nicht geht, aber nicht sagen, was geht. Mit anderen Worten: der momentane Zustand ist zwar nicht wünschenswert, aber was wünschenswert ist, weiß die negative Überzeugung auch nicht. Dadurch gibt es so viele Möglichkeiten, von dem negativen Zustand wegzukommen, dass man nicht mehr richtig auswählen kann. Und sofort ist wieder die Unruhe da.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Positive Überzeugungen sind nicht richtig, aber sie weisen einem Wege. Und alleine dadurch, dass man einen Weg weiß, kann man schon ruhiger an die ganzen Sachen drangehen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich habe - zum Thema Unruhe und Verwirrung - die Erfahrung gemacht, dass Menschen sofort anders mit sich selbst umgehen, wenn sie Worte dafür haben, was in ihnen los ist und wenn sie wissen: Aha, Unruhe bedeutet: Reisen, um sich selbst neu zu entdecken!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-1304891083369064851?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/1304891083369064851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=1304891083369064851&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1304891083369064851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1304891083369064851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/05/unruhe-teil-ii.html' title='Unruhe - Teil II'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-4634675780939452146</id><published>2007-05-09T21:40:00.000+01:00</published><updated>2007-05-09T21:52:14.489+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><title type='text'>Nochmal Kinder ...</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Eine kurze Zeit war ich drauf und dran, mir nie wieder die Füße zu waschen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Da ich meist nachts arbeite - jedenfalls im Moment -, stehe ich morgens nur recht widerwillig auf. Meine Zweite brummt dann meist schon in der Gegend herum, durchwühlt ihren Kleidervorrat nach Kombinationen, mit denen sie jedes halbwegs denkende Lebewesen in Angst und Schrecken versetzen kann und zeichnet - meist nicht auf den Wänden - Pferde.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Neulich hat sie eine Methode entdeckt, den Papa auf höchst amüsante Weise wachzukriegen: sie hat mir einfach in den Zeh gebissen. Also habe ich ihr gedroht, mir nie wieder die Füße zu waschen und sie vorsorglich mal an einem Camembert riechen lassen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;(Übrigens: warum müssen Mädchen immer Pferde zeichnen? Kann mir das mal jemand verraten?)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-4634675780939452146?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/4634675780939452146/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=4634675780939452146&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/4634675780939452146'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/4634675780939452146'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/05/nochmal-kinder.html' title='Nochmal Kinder ...'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-6437821860348978802</id><published>2007-05-09T21:25:00.000+01:00</published><updated>2007-05-09T21:40:42.036+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartenlegen'/><title type='text'>Das Orakel der Hexengeister</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RkIxZ11BiAI/AAAAAAAAAA0/8g6BBmZI91w/s1600-h/Das+Handbuch+der+Hexengeister.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5062663251133827074" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RkIxZ11BiAI/AAAAAAAAAA0/8g6BBmZI91w/s320/Das+Handbuch+der+Hexengeister.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;In letzter Zeit - vor allem, seit ich viel als Kartenleger arbeite - bin ich mit meinem Crowley-Tarot zunehmend unzufrieden geworden. Neulich war ich mit meinem Sohn bei Dussmann, dem "Kulturkaufhaus" an der Friedrichstraße. Bei den Esoterikkarten meinte mein Sohn spontan: "Kauf dir doch das da!" und zeigte auf das &lt;a href="http://www.amazon.de/Handbuch-Hexengeister-Wahrsagen-Feen-Anderswelt/dp/3793420728/ref=pd_bxgy_b_img_b/028-8873533-4375723?ie=UTF8&amp;qid=1178742275&amp;amp;sr=1-1"&gt;Orakel der Hexengeister&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich habe mir also Karten und Buch gekauft und bin sehr zufrieden damit.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Neulich rief eine Frau an, wollte sich die Karten auf ihre Liebe legen lassen, und ich deutete ihr aus dem Kartenbild, dass sie einen neuen Mann in der Wapurgisnacht kennen lernen würde - oder so um diese Zeit herum. Die Walpurgisnacht, das Beltane-Fest, lag als Zeitangabe in den Karten. Nun war die Walpurgisnacht, die Nacht zum ersten Mai, am nächsten Abend.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zwei Tage später rief die Frau an: sie hatte sich, weil ich ihr die Karten gelegt habe, in der Nacht zum ersten Mai auf die Piste begeben (wie man das heute so schön sagt), und prompt jemanden kennen gelernt, sich mit ihm gut verstanden und ihn "abgeschleppt" (nicht meine, sondern ihre Worte).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Natürlich sind die Zeitangaben sehr kritisch zu sehen, aber hier war es doch ein schöner Erfolg.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Unter anderem aber zeigt dieses Beispiel auch, dass die Frau ihren neuen Freund nicht kennen gelernt hat, weil ihr das Schicksal das so vorgegeben hat, sondern weil sie an die Karten, die ich ihr gelegt habe, geglaubt hat. Die Karten haben also eine selbsterfüllende Prophezeiung bewirkt. Und, ich will ja nicht unken, aber meist ist es doch so, dass Karten und Kartenleger genau dies machen und nichts anderes.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mich jedenfalls haben die Karten zu einer neuen Sensibilität beflügelt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;Adrian&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-6437821860348978802?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/6437821860348978802/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=6437821860348978802&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/6437821860348978802'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/6437821860348978802'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/05/das-orakel-der-hexengeister.html' title='Das Orakel der Hexengeister'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RkIxZ11BiAI/AAAAAAAAAA0/8g6BBmZI91w/s72-c/Das+Handbuch+der+Hexengeister.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-3511338872678920027</id><published>2007-05-09T21:18:00.000+01:00</published><updated>2007-05-09T21:23:13.926+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><title type='text'>Salmonellen - Kinder</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Und meine Tochter sagte noch: "Papa, das Ei stinkt!"&lt;br /&gt;Da habe ich es alleine gegessen und schon lag ich eineinhalb Wochen im Bett und bin jetzt vier Kilo leichter - statt 68 kg bei 183 cm, na, das dürft ihr jetzt selbst rechnen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-3511338872678920027?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/3511338872678920027/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=3511338872678920027&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3511338872678920027'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3511338872678920027'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/05/salmonellen-kinder.html' title='Salmonellen - Kinder'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-9194729580403157233</id><published>2007-04-21T18:32:00.000+01:00</published><updated>2007-04-21T18:49:47.322+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Miteinander reden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><title type='text'>Den inneren Zoo auffüllen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Inneres Team&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Ob man nun vom Inneren Team oder von Seelenanteilen spricht: jede Person, jede Atmosphäre, die wir intensiv durchlebt haben, hinterlässt einen Seelenanteil. Im Laufe unseres Lebens sammeln wir so eine ganze Menge Seelenanteile zusammen. In der Psychologie spricht man eher vom Inneren Team, so zum Beispiel Schulz von Thun in seinem Buch "&lt;a href="http://www.amazon.de/Miteinander-reden-Bde-Bd-3/dp/3499605457/ref=sr_1_3/028-9600078-7185339?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;qid=1177176855&amp;amp;sr=1-3"&gt;Miteinander reden III – Das »Innere Team« und situationsgerechte Kommunikation&lt;/a&gt;". Im Schamanismus spricht man eher von Geistern, unterschiedlichen Energien oder eben Seelenanteilen.&lt;br /&gt;Wie dem auch sei: das Innere Team hat einen festen Platz in der Psychologie bekommen und zahlreiche Therapien arbeiten mit diesem.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Als ich mich vor Jahren mit der Psychologie des Inneren Teams beschäftigt habe, faszinierte sie mich sofort. Ich las und las. Dann aber kam die Enttäuschung. Ich versuchte zu bestimmen, was meine Seelenanteile sind, und hier war mir so einiges überhaupt nicht klar. Liegt das an mir? fragte ich mich. Erst später erkannte ich das Problem. Bücher, die vom Inneren Team sprechen, gehen davon aus, dass man sofort deutlich in sich hineinsehen kann. Das ist – zugegeben – ein wünschenswerter Zustand. Allerdings: dass man sich selbst jeden Moment klar sehen kann, ist doch extrem selten.&lt;br /&gt;Und gerade wenn man damit beginnt, mit dem Inneren Team zu arbeiten, steht man vor großen Problemen. Gerade hat man einen Mitspieler in seiner Seele erkannt, schon ist dieser verschwunden und stattdessen sitzt ein anderer da. Das ist so, als würden in dem Bärenkäfig im Zoo plötzlich Kamele herumspazieren, während der Bär verschwunden ist.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Um hier Klarheit zu schaffen, finde ich folgende Übung sehr nett (und sehr arbeitsintensiv): &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;SEINEN INNEREN ZOO AUFFÜLLEN&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dazu sucht man sich zunächst wichtige innere Anteile und verwandelt diese in (Phantasie-)Tiere. Jedes Tier bekommt einen Steckbrief, in dem seine Lebensweise beschrieben wird: wann es aktiv wird - ähnlich den tag- und nachtaktiven Tieren hier natürlich die Situationen, in denen es hervorkommt und sich zeigt -, welche Spuren man von ihm finden kann - d.h. welche Handlungen es in unserem Leben hinterlässt (diese bitte ganz konkret beschreiben: Tassen zerschmeißen, zittern, Zigaretten rauchen, in den Park gehen, lachen, die Anna anrufen und stundenlang über Ex-Beziehungen quatschen, etc.) -, wovon sich das Tier ernährt, mit welchen anderen Tieren es in Gemeinschaft lebt, in Symbiose, oder als Parasit.&lt;br /&gt;Diese Übung führt meist dazu, dass man die ersten zehn Steckbriefe immer wieder umschreibt, bis sie einem "passen".&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Hier sind einige "Tiere", die euch dazu anregen können, selbst Tiere zu suchen: der duckmäuserische Nettling, der Beziehungsbohrer, der abendliche Gesprächshastling, das Große Schwestertier, das gemeine Verstummerchen, die Scham-Maus, der Nicht-so-wichtig-Quaker, und so weiter ...&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ganz wichtig, wenn man einige der schon vorhandenen Tiere beschrieben hat: man kann sich neue Tiere erfinden, die eigentlich noch nicht im inneren Zoo existieren. Die beschreibt man auch. Zusätzlich muss man hier aber eine Expedition entwerfen, wie man dieses Tier einzufangen gedenkt und mit welchen Schwierigkeiten man rechnet. Mit Expedition ist hier natürlich gemeint, wie man sich diesen neuen Seelenanteil, dieses neue Tier erzeugt. Wenn ihr Lust habt, schreibt eine Geschichte dazu - und habt dabei natürlich möglichst viel Spaß!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Während der erste Teil der Übung manchmal recht mühsam ist - man muss sich durchbeißen und viel mit sich selbst auseinandersetzen -, macht der zweite Teil der Übung sehr viel Spaß. Man kann ja seiner Phantasie freien Lauf lassen und sich die irrwitzigsten Tiere ausdenken: den kleinen und den großen Chef-Auffresser, den gemeinen "Mach's doch selbst!"-Brüller, die südliche Prachteule (auch Lachende Elke genannt - lebt in Symbiose mit dem niedlichen Brad-Pitt-Imitierer), die schreckliche Piratengeiß, den großmäuligen Wutunterdrücker, etc.&lt;br /&gt;Besonders schön ist es natürlich, wenn man sich diesen Zoo dann aufzeichnet.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß dabei,&lt;br /&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-9194729580403157233?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/9194729580403157233/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=9194729580403157233&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/9194729580403157233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/9194729580403157233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/04/den-inneren-zoo-auffllen.html' title='Den inneren Zoo auffüllen'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-8495899557817422197</id><published>2007-04-21T18:21:00.000+01:00</published><updated>2007-04-21T18:25:39.027+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensberatung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><title type='text'>Verwirrung - und was Verwirrung schlecht macht</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Astrid ist Versicherungsmaklerin. Nachdem sie aus ihrer letzten Arbeitsstelle heraus gemoppt worden ist, und wegen eines burn-out ein Jahr nicht arbeiten konnte, hatte sie die neue Arbeitsstelle angenommen und ist eigentlich sehr glücklich. Mit ihren meist männlichen Kollegen versteht sie sich gut. Ein Problem aber sucht sie seit der belastenden Situation auf der früheren Arbeit immer wieder heim. Sie "leidet unter Verwirrung" – so jedenfalls drückt sie sich aus. Auf Nachfrage erläutert sie: "Ich kann dann den Menschen, mit dem ich spreche, nicht mehr genau abschätzen und frage mich häufiger, ob ich ihn wirklich richtig sehe!"&lt;br /&gt;Natürlich ist Astrid auch ein Opfer von Mobbing, hier aber wird sie ein Opfer ihrer eigenen Vernunft, oder – besser – ihrer Vorstellung, was Vernunft zu sein hat. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Verwirrung/Unruhe&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Wir leben immer noch in einer allzu "vernünftigen" Kultur. Klarheit, Bildung, Sicherheit im Urteil scheinen Ideale zu sein, die man verwirklichen sollte. Häufig genug werden Menschen lächerlich gemacht, wenn sie keine "geistige Klarheit" besitzen. Häufig genug stellen sich Menschen selbst noch zusätzlich ein Bein, wenn sie sich verwirrt fühlen. Als ob man Klarheit besitzen könne! Hier zeigt schon die Wortwahl, wie täuschend unsere Ideale sind.&lt;br /&gt;Mein Lieblingsspruch dazu lautet "Verwirrung ist kein Schönheitsfehler!"&lt;br /&gt;Ich sehe Verwirrung nicht als schlecht an, im Gegenteil. Das Problem ist doch nur, wenn man keine Techniken zur Hand hat, damit umzugehen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich ist Verwirrung, oder Unrast, oder diffuse Ungeduld nur ein Zeichen für das Weiterdrängen, für eine Suche nach sich selbst. Wer ungeduldig ist, der will auf Reisen gehen. Wer auf Reisen geht, will natürlich auch zurückkehren. Was bringt man mit nach Hause? Sich selbst, aber sich selbst gewandelt durch die Reise.&lt;br /&gt;Natürlich ist die Reise hier nur ein Bild dafür, dass man auf der Suche nach sich selbst etwas tun muss, aktiv werden muss. "Im Anfang war die Tat." – so steht es in Goethes Faust. Da jede Suche nach sich selbst durch Handlungen in der materiellen Welt vonstatten geht, ist die Unruhe sozusagen das Handlungsgefühl, während die Verwirrung das Erkenntnisgefühl ist. Beide – Unruhe und Verwirrung - gehören mehr oder weniger zusammen.&lt;br /&gt;Sich selbst zu finden heißt natürlich auch, sich selbst zu schaffen. Die Suche nach sich selbst ist kein wissenschaftlicher Vorgang, sondern ein kreativer. Natürlich ist die Wissenschaft auch kreativ - es gibt ja keine Analyse, die an sich "wahr" ist. Analysen produzieren "Realitäten", und insofern darf man Analysen auch kreativ einsetzen. Salopp gesagt: wie die Serviettentechnik oder das Kochrezept. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Handlungen&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;"Reisen" hatte ich eben gesagt und dieses dann durch Handlung ersetzt. Was aber macht eine Handlung?&lt;br /&gt;In einer Handlung "stößt" der menschliche Körper mit den Dingen zusammen. Das ist zwar eine etwas seltsame Formulierung, aber sie zeigt vielleicht am besten, dass sich hier zwei sehr verschiedene Phänomene treffen: ein Subjekt (der Mensch) und ein Objekt (irgendeine Sache).&lt;br /&gt;Bei diesem "Zusammenstoß" passiert folgendes: der Mensch bewegt mit Hilfe seines Körpers etwas in der Welt. Er stellt eine Blume auf die Fensterbank, er schmiert ein Brot, er öffnet ein Fenster. Der Mensch kann sogar sich selbst bewegen – zum Beispiel beim Spazierengehen – und bewegt damit etwas in der Welt.&lt;br /&gt;Gleichzeitig aber bewirkt dieser "Zusammenstoß", dass sich etwas im Menschen ändert. Wenn der Mensch eine Blume auf die Fensterbank stellt, erfährt er zum Beispiel, wie sich eine Blume in der Hand anfühlt. Wenn er ein Brot streicht, erfährt er etwas über die Temperatur des Messers oder den Widerstand des Brotes beim Streichen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Das ist alles so einfach, dass wir uns kaum Gedanken darüber machen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Wichtig ist mir hier nur, dass die Handlung nach zwei Seiten wirkt. Sie verändert gleichzeitig den handelnden Menschen und die Umwelt. Tatsächlich scheint es vor allem die Handlung zu sein, durch die sich der Mensch selbst erfindet. Und in der Handlung erfährt der Mensch die Welt.&lt;br /&gt;Wer sich also verwirrt fühlt, wer unruhig ist, sollte handeln. Weniger sinnvoll ist es, sich in einen Sessel zu hocken und darauf zu warten, dass die Verwirrung aufhört. Zwar handelt auch der Mensch, wenn er sich in einen Sessel hockt, aber seien wir mal ehrlich: eine besonders lehrreiche Handlung ist das nicht, oder? &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Genießen&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Ich erinnere mich an eine kleine Szene aus der Serie "Fame", in die ich vor vielen Jahren zufälligerweise hineingeschaut habe. "Fame" – aus dem das berühmte Musical entstanden ist.&lt;br /&gt;In dieser Szene wird einer der jungen Schauspieler gezeigt. Er hatte die Aufgabe bekommen, alles, was er tut, ganz genau zu beobachten. Nun sitzt er mit seinen Eltern und seiner Schwester am Tisch und isst. Soweit ich mich erinnere, sind es Spaghetti. Zunächst ist die familiäre Situation angenehm entspannt. Der Schauspieler will gerade die Gabel zum Mund führen, als er plötzlich zögert, die Hand sinken lässt, sie noch einmal hochhebt, dann seinen Blick zu seinen Eltern und seiner Schwester gleiten lässt, wie diese ihre Gabel zum Mund führen. Die Familie ist irritiert. Die Mutter fragt nervös: "Schmeckt dir mein Essen nicht?" Der Schauspieler: "Doch, doch!" Dann erklärt er seine Aufgabe. Nun beginnt auch die kleine Schwester, sich beim Essen genau zu beobachten. Besorgter Blick von der Mutter zum Vater. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Diese Szene scheint wenig mit dem Genießen zu tun zu haben. Und doch: Ist Genießen nicht das bewusste Handeln? Legt man nicht all seine Aufmerksamkeit in das Phänomen, dass ich im Handeln etwas erfahre, während ich gleichzeitig die Welt verändere – und sei es nur, dass ich mir ein Stück Brokkoli in den Mund stecke?&lt;br /&gt;Man könnte also sagen: Genießen ist das Bewusstsein dafür, dass Handeln mich von der Welt trennt und gleichzeitig mit ihr verbindet. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte oben geschrieben, dass Verwirrung ein Erkenntnisgefühl und Unruhe ein Handlungsgefühl ist. Verwirrung zeigt hier nach innen, in den Menschen hinein, Unruhe zeigt nach außen, aus dem Menschen heraus. Vielleicht sollte man in solchen Situationen, in denen man unruhig und verwirrt ist, einfach mal die Geschwindigkeit aus den Handlungen nehmen und stattdessen seine Handlungen ganz langsam und ganz bewusst ausführen, mit einem Worte: sich selbst genießen. Eben so wie jener Schauspielschüler aus "Fame" seinen Brokkoli gegessen hat. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-8495899557817422197?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/8495899557817422197/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=8495899557817422197&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8495899557817422197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8495899557817422197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/04/verwirrung-und-was-verwirrung-schlecht.html' title='Verwirrung - und was Verwirrung schlecht macht'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-4928301161979258098</id><published>2007-04-10T23:12:00.000+01:00</published><updated>2007-04-11T01:15:39.921+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensberatung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Miteinander reden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erlebtes'/><title type='text'>Der helfende Dritte</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich hoffe, ihr habt alle schöne Ostern gehabt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich jedenfalls hatte sie.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zu meinem Beitrag "Männer?" kommentierte Schwarze Wölfin, dass nicht nur Männer häufig veränderungsunwillig seien. Natürlich hat sie recht! - Ich war hier gerade etwas genervt von meinen Geschlechtsgenossen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Spielregeln&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;In den letzten drei Tagen hat uns eine Frau etwas in Atem gehalten. Nennen wir sie der Einfachheit halber Astrid. Astrid ist die Mutter eines vierjährigen Mädchens. Der Vater dieses Mädchen - nennen wir ihn Timo - ist ein guter Freund von mir. Timo ist mittlerweile schwul.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich habe eine Tochter im selben Alter. Wir haben uns - wie sollte es sonst sein? - auf einem Spielplatz kennen gelernt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ostern haben wir gemeinsam verbracht. Timo und Astrid, meine Frau und ich, unsere Kinder. Nachmittags haben wir Spiele gespielt. Wir alle haben natürlich so gespielt, selbst mein zehnjähriger Sohn, dass die beiden vierjährigen Mädchen gewinnen würden und natürlich waren beide total stolz, als sie so weit vorne lagen und eigentlich sicher war, dass sie gewinnen würden.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dann aber änderte Astrid - die Mutter - mitten im Spiel die Spielregeln ab, gegen die gebräuchlichen Spielregeln: hätten wir das durchgehen lassen, hätte sie das Spiel gewonnen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich bin ziemlich sauer und dann auch laut geworden. Diese Regeländerungen wollte ich nicht durchgehen lassen. Schließlich hat Astrid auch beleidigt beigegeben.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich kenne Timo zwar erst seit zwei Jahren, aber er hat mir ziemlich viel von der Beziehung zu dieser Frau erzählt. Dass sie die Regeln mal so und mal so abändert, kommt ziemlich häufig vor. Timo spricht mit ihr zum Beispiel ab, dass er seine Tochter donnerstags vom Kindergarten abholt. Er kommt zum Kindergarten. Seine Tochter ist schon abgeholt worden - von Astrid natürlich. Er ruft sie an. Ja, sagt sie, sie hat es sich anders überlegt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Freitags ruft sie ihn an, warum er seine Tochter nicht vom Kindergarten abholt. Timo wusste von nichts. Sie wirft ihm vor, er würde sich nicht um seine Tochter kümmern. Timo gerät in Panik. Er hat kein Sorgerecht und noch nicht mal ein Besuchsrecht für seine Tochter. Astrid hat gerichtlich erkämpft, dass er das nicht bekommt. Angeblich sei Timo zu labil. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Gut, Timo ist tatsächlich sehr labil. Aber er liebt seine Tochter und er ist ein hervorragender Vater. Timos Labilität zeigt sich eher gegenüber dieser Frau. Wir sprechen immer wieder darüber, dass sie die Wirklichkeit verdreht und dass sie die eine oder andere Tatsache einfach erfindet oder verändert oder weglässt. - Timo beschreibt sich selbst als vergesslich und hat immer wieder Angst, dass er tatsächlich irgendetwas falsch wahrgenommen hat.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zu alldem kommt Timos Homosexualität. Astrids Eltern sind gegenüber Timo extrem feindselig. Der Streit wird hier über das kleine Mädchen ausgetragen. Timo sei, weil er homosexuell sei, für die Kleine gefährlich. Er würde sie, so behaupten die Großeltern, missbrauchen. Das hat die Kleine ihrem Vater wörtlich gesagt. Nur verstanden hat sie es - zum Glück! - nicht.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wie Astrid hier, nur um zu gewinnen, die Spielregeln verändert, konnten wir beim Spielen eines Brettspieles deutlich beobachten. Und nach allem, was ich von Timo erfahren habe, macht sie es in ihrem sonstigen Leben genauso.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mein Streit mit Astrid hatte dann folgende Auswirkung: Astrid hat am nächsten Morgen Timos Schwester angerufen und ihr erzählt, dass Timos Freund - hier wurde ich also mal rasch homosexuell gemacht - Timo gegen sie und ihre Tochter aufhetzen würde.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Schwester war sehr beunruhigt. Timo hatte eineinhalb Jahre nach der Geburt seiner Tochter einen Nervenzusammenbruch gehabt. Er hatte sich damals schon entschieden, schwul zu leben. Der Arzt in der Nervenklinik hatte sie damals eingeladen, um hier ein "klärendes" Gespräch mit beiden zu führen. Daraufhin schilderte Astrid die Beziehung zu Timo zunächst in den leuchtendsten Farben, und dann sei er plötzlich, aus heiterem Himmel, komisch geworden. Der Arzt sagte dann, vor Astrid und vor Timo, schwere psychische Erkrankungen kündigten sich häufig durch homosexuelle Verschmelzungstendenzen an. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Natürlich war die Beziehung zwischen Astrid und Timo nie einfach und auch eigentlich recht kurz gewesen. Von einer Bilderbuchbeziehung konnte man schon garnicht sprechen. Timo reagierte auf diese Beschreibung von Astrid sehr aggressiv. Dies kommentierte der Arzt damit, Timo würde die Wirklichkeit verkennen und Astrid brauche sich keine Sorgen zu machen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier wird sehr deutlich, wie die Annahme, jemand sei psychisch krank, seine eigentlich gesunde Reaktion als krank erscheinen lässt.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Auch Timos Schwester ist immer in Hab-Acht!-Stellung. Sie liebt ihren Bruder sehr, aber sie hat Angst, dass er wieder zusammenbricht. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Astrids Anruf bei ihr hat sie alarmiert. Sie hat dann bei Timo angerufen und, wie sie mir später erzählte, herauszuhören versucht, ob Timo wirklich wieder "krank" wird. Dadurch war der Anruf natürlich sehr verwirrend. Timo wusste nicht, nach welchen Spielregeln seine Schwester spielt, während seine Schwester ihn schonen wollte und ihm ihre Spielregeln nicht erklärt hat. Der Anruf ist also seltsam verlaufen. Jetzt war Timo richtig verwirrt, denn er hatte das Gefühl, seine Schwester sei ärgerlich auf ihn, wolle ihm dies aber nicht zeigen. Die Schwester hingegen dachte, dass Timo durch einen bevorstehenden Nervenzusammenbruch so seltsam reagiert, und war ihrerseits sehr verwirrt, was sie nun tun sollte. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Von Astrids Anruf bei der Schwester wurde natürlich kein Wort gesagt.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Timo hat uns dann gebeten, mit seiner Schwester zu telefonieren, um herauszufinden, warum sie ärgerlich auf ihn ist.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mir hat sie dann natürlich von Astrids Anruf erzählt, und ich konnte hier eine Gegendarstellung zu Astrids Geschichte liefern.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Daraufhin löste sich das Ganze - glücklicherweise - in Wohlgefallen auf.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nicht nur Brettspiele haben Spielregeln. Auch Beziehungen haben ihre offiziellen und heimliche Spielregeln. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Astrids Spielregeln scheinen zu lauten: Ich mache die Spielregeln! Ich gewinne immer, notfalls, indem ich die Spielregeln ändere!&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Natürlich gehören hier zwei Seiten dazu. Timos Spielregel lautet eher: Ich passe mich immer an! - Als Astrid die Regeln des Brettspiels zu ihren Gunsten geändert hat, hat ja nicht Timo eingegriffen, sondern ich. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Timos zweite Spielregel lautet: Auf heimliche Regeländerungen reagiere ich verwirrt und denke, dass ich Schuld habe, wenn ich verwirrt bin! - Das ist ein Teufelskreis: Statt hier die Spielregeln deutlich einzufordern, die bisher üblich waren, versucht Timo sich hier an Regeln anzupassen, die er manchmal garnicht kennt, und scheitert damit natürlich. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Timo versucht hier also, den Konflikt zu vermeiden und beschwört damit einen meist noch viel schlimmeren Konflikt herauf: das fehlende Sorgerecht und Besuchsrecht für seine Tochter, der Nervenzusammenbruch. - Und das ist tatsächlich nicht Astrids Verantwortung. Das muss er selbst lernen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Zirkuläres Fragen&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Seltsamerweise hat mir das Osterfest noch eine schöne kleine Überraschung gebracht. Ein anderer Freund versorgt mich immer mal wieder mit Büchern, und diesmal sollte es das Buch "&lt;a href="http://www.amazon.de/Zirkul%C3%A4res-Fragen-Systemische-Therapie-Fallbeispielen/dp/389670219X/ref=sr_1_1/302-5945453-6565642?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;qid=1176249073&amp;amp;sr=1-1"&gt;Zirkuläres Fragen&lt;/a&gt;" von Fritz B. Simon und Christel Rech-Simon sein.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die beiden Autoren bieten ein höchst vergnügliches Lehrbuch der Systemischen Therapie mit recht ausführlichen Protokollen aus Therapiesitzungen. Es lohnt sich, das zu kaufen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die systemische Therapie beschäftigt sich mit solchen Fragen wie: Welche Spielregeln gilt für welches Familienmitglied? - Das Buch passte hier also hervorragend zu unserem Erlebnis mit Astrid und Timo.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Der helfende Dritte&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;In dem Buch findet sich ein Fallbeispiel, in dem sich eine Frau als therapieresistent zeigt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Tatsächlich ist die Ehe der Frau eigentlich keine schöne Ehe. Die Ehe führt zu Belastungen. Die Frau wird krank. Sie geht in die Therapie, um sich von ihrer Krankheit therapieren zu lassen. Dann geht sie zurück in die Ehe.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Therapeut, der hier mit der Frau arbeitet, hilft also Mann und Frau eine Ehe aufrecht zu erhalten, die die beiden ohne Hilfe nicht ertragen könnten. - Der Mann scheint hier dem Therapeuten die Aufgabe zuzuschieben, sich um das seelische Wohl seiner Frau zu kümmern, wie ein guter Ehemann das tun würde. Gleichzeitig kann der Mann aber sicher sein, dass der Therapeut kein ernsthafter Konkurrent ist: der Therapeut darf keine sexuelle Beziehung zu der Patientin einnehmen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier also ist das Problem, dass der Therapeut nicht die Lösung des Problems ist. Er gehört zu dem Problem mit dazu. Und solange er Therapeut bleibt, existiert dieses Problem auch weiter. Kein Wunder also, dass keine Therapie bei der Frau anschlägt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Umgekehrt ist natürlich, dass der Therapeut, wenn er seine Rolle aufgibt, automatisch die Ehe gefährdet, was zu einem Abbruch der Therapie führt. Offiziell und vielleicht sogar berechtigterweise hat hier der Therapeut seine Kompetenzen überschritten oder sie nicht genügend erfüllt. Inoffiziell hat er natürlich die heimlichen Spielregeln zwischen den Ehepartnern durchbrochen: der Therapeut kümmert sich um die Frau, der Mann bezahlt, die Frau ist krank, der Mann hat als einziger sexuellen Kontakt mit ihr.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Diese Arbeit mit den Spielregeln ist ein sehr machtvolles therapeutisches Instrument. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Herr Simon und Frau Rech-Simon schildern in ihrem Buch humorvoll und spannend die Auswirkungen solcher Spielregeln und wie man dann konkret mit ihnen umgeht. Zudem ist das Buch hervorragend lesbar.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Insofern war dieses Ostern höchst lehrreich für mich.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Euer &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-4928301161979258098?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/4928301161979258098/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=4928301161979258098&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/4928301161979258098'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/4928301161979258098'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/04/der-helfende-dritte.html' title='Der helfende Dritte'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-5303531416082326820</id><published>2007-04-03T22:21:00.000+01:00</published><updated>2007-04-03T22:48:23.320+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Frauen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartenlegen'/><title type='text'>Männer?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Geben wir es doch ruhig zu: die meisten Männer sind weinerlich und faul.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Neulich erzählte mir eine Freundin folgendes:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ein Mann rief bei ihr an. Seine Freundin sei weg. Wann sie zurückkomme?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Freundin legt die Karten und sieht sehr rasch, dass die Frau sich hier von einer Angst befreit hat und der Mann sich selbst idealisiert und gerne auch lügt, beziehungsweise einfach die Wirklichkeit wegredet.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jedenfalls geht sie hart auf seine Probleme zu und entwindet ihm das Geständnis, dass er seine Freundin mehrfach geschlagen habe. - Nun entspinnt sich folgendes Gespräch:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Sie sollten eine Therapie machen!&lt;/em&gt; (sagt die Kartenlegerin)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Nein, eine Therapie mache ich nicht. Therapeuten sind gefährlich!&lt;/em&gt;, sagt er.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Wieso das denn?&lt;/em&gt;, fragt die Kartenlegerin.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Antwortet er: &lt;em&gt;Die verändern einem die Persönlichkeit.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Fragt sie: &lt;em&gt;Würden Sie denn zu einem Therapeuten gehen, wenn er Ihnen die Persönlichkeit nicht verändert?&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sagt er: &lt;em&gt;Ja, wenn's was nützt!&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Herr, schmeiß Hirn vom Himmel! muss man da rufen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dann gibt es die obligatorischen Erzählungen von seinen Weihnachtsgeschenken für sie: Wäschekörbe, Kochtöpfe, Besen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Manchmal werden Männer extrem drängelig. Sie wollen auf keinen Fall irgendetwas an sich ändern, sind aber zugleich unsicher, ob sie etwas falsch gemacht haben.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Manche entscheiden sich dafür, dass sie nichts falsch gemacht haben. Die werden bei dem leisesten Anflug von Wahrheit boshaft. Erst neulich hatte ich einen Mann am Telefon, der auch seine Freundin geschlagen hatte. Hier stand dann noch die Schwiegermutter mit im Bild, die ihre Konflikte mit dem Mann ausgetragen hat - und wahrscheinlich dieser mit ihr.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schließlich ist die Frau aber doch zu ihrer Mutter zurückgekehrt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier hatte die Frau ein Dilemma. Sie ist von einem Gefängnis - ihrer Mutter - in ein anderes Gefängnis - die Ehe mit diesem Mann - geflüchtet. Eine Zeit lang mag der Krieg zwischen ihrem Mann und ihrer Mutter entlastend gewirkt haben. Dann aber wird ihr wahrscheinlich die ganze Situation über den Kopf gewachsen sein. Für die Frau stand als Handlungskarte die "Prinzessin der Schwerter" in den Karten - ihr Ziel: die "Festigung des Flüchtigen", ihr Problem: die Voreiligkeit, die Absicht zur Tat bei einem - noch - planlosen Vorgehen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jedenfalls hielt sich der Mann dann bei der Schwiegermutter als der Schuldigen auf, und dass ich ihn auf sein eigenes Fehlverhalten hinwies, hat er einfach unterschlagen. "Diese Sau [damit meinte er die Schwiegermutter] - jetzt weiß ich, woran ich bin." waren seine letzten Worte, bevor er auflegte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mein Mitleid für die Männer ist - mittlerweile - sehr begrenzt. Es gab mal dieses Buch "&lt;a href="http://www.amazon.de/Kleine-Helden-Jungen-Suche-M%C3%A4nnlichkeit/dp/3499609061/ref=sr_1_1/028-3000092-4642957?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;qid=1175636723&amp;amp;sr=1-1"&gt;Kleine Helden in Not&lt;/a&gt;", das eine Zeit lang sehr berühmt war. Hier geht es um die gute Erziehung der Jungen. - Problematisch wird es nur, wenn man von einem vierzigjährigen Arzt, von einem fünfunddreißigjährigen Lehrer oder von einem sechzigjährigen Lackierer immer noch sagen muss: Kleiner Held in Not. - Denn irgendetwas scheint da gewaltig schief zu laufen!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Oder sieht das irgendjemand anders?&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich jedenfalls bin verwundert.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Euer&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-5303531416082326820?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/5303531416082326820/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=5303531416082326820&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/5303531416082326820'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/5303531416082326820'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/04/mnner.html' title='Männer?'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-8492543763808658038</id><published>2007-04-03T21:54:00.000+01:00</published><updated>2007-04-03T22:16:40.333+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Astrologie'/><title type='text'>Astrologie</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv in die Astrologie eingearbeitet.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Als ich vor vierzehn Jahren das erste Mal versucht habe, die Astrologie zu verstehen, konnte ich mit ihr nichts anfangen. Mein Weg blieben die &lt;strong&gt;kreativen Techniken&lt;/strong&gt; und die &lt;strong&gt;Tarot-Karten&lt;/strong&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jetzt habe ich doch mal ein Seminar zur Astrologie mitgemacht und sofort ein gutes Händchen dafür gehabt. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Christina, mit der ich als erstes darüber sprach, meinte, ich hätte ihr die Sterne toll gedeutet. Danke für das Lob! Es hat mich sehr ermutigt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich bin trotzdem noch unzufrieden. Warum? Nun, Sterne sind Sterne. Sie geben Wege vor, die günstiger zu gehen sind als andere, aber sie bestimmen noch nicht unser ganzes Schicksal. Der Mensch hat einen &lt;strong&gt;freien Willen&lt;/strong&gt;, und mit diesem freien Willen kann er sich immer noch in die eine oder andere Richtung bewegen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Oder nehmen wir Beate. Beate ist Widder. Widder vom Sternzeichen, Venus, Merkur und Mars stehen im Widder, der Aszendent im Löwe. Eine tolle Frau? Strack heraus? Vielleicht etwas anstrengend? - Pustekuchen!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Beate hält sich für dumm. Sie hat Angst, sich von ihrem Mann zu trennen, obwohl der sie seit Jahren als Dummchen behandelt. - Beate ist schon in ihrer Familie extrem missbraucht worden. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;All das zeigt, dass unser greifbares Leben einen starken Einfluss auf uns hat&lt;/strong&gt;. Günstige Pfade sind uns vom Leben zugeschüttet worden. Wir mussten ungünstige Pfade gehen. Das hat unseren Charakter mehr geprägt, als die Sterne unseres Geburtshoroskops.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich bin also unzufrieden. Ich möchte jedem, der sich bei mir die Sterne deuten lässt, auch Techniken an die Hand geben, wie er schwierige Sternenkonstellationen gut überstehen kann, und, wie er langjährige Prägungen entgegen seines Sternbildes abmildern kann.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Deshalb arbeite ich gerade viel mit &lt;strong&gt;kreativtherapeutischen Büchern&lt;/strong&gt;. Zunächst mache ich das für mich. Dann aber auch für all die Freunde und Bekannte, die jetzt ein Horoskop von mir haben möchten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;An dieser Stelle möchte ich auch Sabine danken, die mich ebenfalls sehr ermutigt hat, auf diesem Weg weiterzugehen. - Entschuldigen möchte ich mich, dass ich an dieser Stelle versprochen habe, ihr etwas in meinen Blog zu stellen und es bisher noch nicht geschafft habe. Sie weiß warum, und ist deshalb großzügig. Und ich werde es nicht vergessen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-8492543763808658038?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/8492543763808658038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=8492543763808658038&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8492543763808658038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8492543763808658038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/04/astrologie.html' title='Astrologie'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7143128371631822340</id><published>2007-03-27T18:18:00.000+01:00</published><updated>2007-03-27T22:49:48.716+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumdeutung'/><title type='text'>Traumdeutung: Der Turm, selbsterfüllende Prophezeiung</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Der Turm im Traum&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;David wollte von mir ganz präzise wissen, was ein Turm im Traum bedeutet.&lt;br /&gt;Leser meines Blogs wissen, dass ich solche Fragen ungerne beantworte. Der Traum in seinem Zusammenhang ist wichtig, nicht nur das einzelne Element daraus.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;Der Traum&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Turm steht sehr einsam in einem dichten Wald und David, oder sein Traum-Ich wohnt dort. In der Ferne kann man eine Stadt sehen. Diese Stadt blickt David hasserfüllt an.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Turm ist unterschiedlich zu bewerten. Er kann für Einsamkeit stehen, für den Wunsch nach Einsamkeit, für Überblick oder den Wunsch nach Überblick. Er kann natürlich auch für den Hass auf Einsamkeit stehen. Er könnte noch eine ganz andere Bedeutung haben. Das ist bei Träumen nicht immer einfach zu entscheiden.&lt;br /&gt;Im Traumdeutungslexikon ist dazu folgender Eintrag zu finden:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;"Jeder Turm stellt die Persönlichkeit und die Seele eines Menschen dar.&lt;br /&gt;Da Türme offensichtlich mit dem Männlichen in Verbindung stehen, ist es naheliegend, sie als das Selbst in einem größeren Zusammenhang zu sehen.&lt;br /&gt;Für die richtige Deutung ist von Interesse, wo sich beispielsweise Fenster, Türen und Treppen befinden und welche Eigenschaften sie haben." &lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der dichte Wald könnte auf ein Verstecken-wollen oder Verstecken-müssen hindeuten, die Stadt auf den Ort, wo man nach den sozialen Regeln leben muss. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;David's Suche&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Vor mir hatte David schon mehrere Traumdeuter angerufen. Die meisten deuteten den Turm als sein vereinsamtes Selbst. Eine Traumdeuterin versprach ihm eine stabile Beziehung, die sich aber nur auf sexueller Potenz gründen würde – dazu sagte David, diese Deutung sei die Beste. Er hatte natürlich keine Freundin, fühlte sich aber sexuell sehr mächtig.&lt;br /&gt;Aus meiner Deutung schloss David, dass ich Träume nur nach den üblichen Lexika ablesen würde und das könne er auch selbst.&lt;br /&gt;Ich entgegnete ihm: Du kannst dich nicht anders an soziale Regeln (Stadt) anpassen, als deinen wahren Kern (Turm) gut zu verstecken (Wald). Dadurch fühlst du dich einsam (Entfernung des Turms zur Stadt) und empfindest - natürlich - Hass auf die sozialen Regeln.&lt;br /&gt;Dein Traum ist mit einer Aufgabe verbunden, also ein Entwicklungstraum. Deine Aufgabe ist es, zu überprüfen, wo deine Einsamkeit sinnvoll ist und wo nicht; wo du die sozialen Regeln akzeptieren solltest, um an der sozialen Kreativität teilzuhaben, und wo du die sozialen Regeln beugst, um deine Individualität und persönliche Kreativität zu wahren.&lt;br /&gt;David erwiderte, er wolle nur eine Freundin haben und die anderen Menschen könnten ihm den Buckel runterrutschen. Er bekräftigte noch mal, dass ich ein schlechter Traumdeuter sei, der keine Ahnung habe. Man wisse doch, dass Träume Wunscherfüllungen seien. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Wunscherfüllungen&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Mit der letzten Aussage hat David natürlich Recht. Aber Wünsche entstehen auf viele Arten und Weisen und am seltensten sind Traumwünsche bewusste Wünsche. Die andere Traumdeuterin hat in ihrer Deutung natürlich Davids bewussten Wünschen entsprochen, aber nicht den Traum gedeutet. Zwar ist der Turm manchmal auch ein Penis-Symbol, aber ihn mit sexueller Potenz gleichzusetzen, hieße Freud falsch zu verstehen. Außerdem tauchen die Frau und die Beziehung in Davids Traum überhaupt nicht auf, und hier hat wohl die Traumdeuterin einfach etwas hervorgekramt, was viele Männer für wünschenswert halten. Ehrlich und gut ist das nicht.&lt;br /&gt;Meiner Ansicht nach ist Davids Wunsch in diesem Traum ein Wunsch nach Zugehörigkeit, nach Entwicklung, auch nach dem Ausbrechen aus dem einsamen Gefängnis. Das einsame Gefängnis besteht nicht zuletzt aus den Größenphantasien, die David hat. Nährt man diese, sperrt man David noch mehr in seine Einsamkeit ein. Er ist nun mal nicht so groß, wie er sich selbst das – halb bewusst - wünscht.&lt;br /&gt;David wird also weitersuchen müssen. Solange er mit unangenehmen Deutungen nicht umgehen kann, wird er aber zu keiner Klärung kommen. Das Tragische daran ist, dass David deutlich gezeigt hat, dass meine Deutung in die richtige Richtung geht: indem er meine Deutung als primitiv und unwissenschaftlich bewertet hat (was er nicht beurteilen konnte), hat er meine Deutung bestätigt. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7143128371631822340?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7143128371631822340/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7143128371631822340&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7143128371631822340'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7143128371631822340'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/der-turm-im-traum-david-wollte-von-mir.html' title='Traumdeutung: Der Turm, selbsterfüllende Prophezeiung'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-1895309131458883182</id><published>2007-03-26T21:05:00.000+01:00</published><updated>2007-03-26T22:01:20.710+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><title type='text'>Wirkliche Psychoanalyse</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Eben musste ich schmunzeln, fand ich doch - mal wieder - einen wunderbaren kleinen Abschnitt aus dem ersten Seminar &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Lacan"&gt;Jacques Lacans&lt;/a&gt; "&lt;a href="http://www.amazon.de/Seminar-Buch-1-Freuds-technische-Schriften/dp/3886799042/ref=sr_1_2/028-2352828-6454939?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;qid=1174942732&amp;sr=1-2"&gt;Freuds technische Schriften&lt;/a&gt;". Hier ist das kleine Zitat:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Je näher wir der amüsanten Psychoanalyse sind, umso mehr ist es die wirkliche Psychoanalyse. Später wird sich das einschleifen, wird sich durch Annäherung und Tricks erledigen. Man wird absolut nicht mehr verstehen, was man macht, so wie es schon nicht mehr nötig ist, irgendetwas von Optik zu verstehen, um ein Mikroskop zu machen. Freuen wir uns also, wir machen noch Psychoanalyse.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Setzen Sie also an meinen Platz einen imposanten Kessel - der mich, an bestimmten Tagen, als Resonanzraum vorteilhaft vertreten könnte - ...&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;Seht ihr: auch so kann Psychoanalyse sein.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Lacan bezieht sich in diesem Abschnitt übrigens auf eine amüsante Apparatur, wie man sie in den frühbürgerlichen Salons öfter vorführte: über einen Spiegel wird ein Blumenstrauß so in den Hintergrund einer Vase gespiegelt, dass man meint, die Blumen stünden in der Vase. Wer sich das als Foto ansehen möchte, findet das &lt;a href="http://www.lituraterre.org/Illettrismus-Topologische_Zeichnungen_von_Lacan.htm"&gt;HIER.&lt;/a&gt; Scrollt bitte bis zu den ersten beiden Fotos nach unten.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-1895309131458883182?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/1895309131458883182/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=1895309131458883182&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1895309131458883182'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1895309131458883182'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/wirkliche-psychoanalyse.html' title='Wirkliche Psychoanalyse'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-217468702505564428</id><published>2007-03-25T15:30:00.000+01:00</published><updated>2007-03-25T21:53:08.902+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensberatung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Miteinander reden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blog'/><title type='text'>Blog: Liebe und Partnerschaft</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich freue mich ja immer wieder, wenn ich einen Blog finde, der gut ist. Gut, das heißt: informativ. (Unschöne Blogs sind solche, die nur mit langweiligen Tagessachen vollgeschrieben werden oder mit pseudo-informativen Informationen.)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier nun ein wundervoller Blog: &lt;a href="http://p-a-west.blog.de/"&gt;Erfüllte Beziehungen&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Psychotherapeutin Ingrid Strobel schreibt über ein reiches und lebendiges Leben zu zweit, und das ganz hervorragend.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Aber lest ihre Artikel doch einfach selbst. Das überzeugt vielleicht mehr als meine Worte.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-217468702505564428?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/217468702505564428/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=217468702505564428&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/217468702505564428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/217468702505564428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/blog-liebe-und-partnerschaft.html' title='Blog: Liebe und Partnerschaft'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-893514658702909955</id><published>2007-03-25T14:11:00.000+01:00</published><updated>2007-03-25T15:30:01.488+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Frauen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schamanismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kosmische Energie'/><title type='text'>Maskuline und feminine Energie</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Es gibt ja immer wieder Menschen, die von maskuliner und femininer Energie reden, oder von der männlichen und der weiblichen Seite, die jeder von uns in sich trägt. So richtig falsch ist das nicht. Aber knapp daneben ist auch vorbei (entschuldigt bitte diesen maskulinen Fußballerspruch).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich sehe nur immer wieder das Problem, dass Männer gerne die maskuline Energie als ihr eigentlich Eigenes betrachten, von denen die Frauen dann eben auch ein bisschen was haben. Wie das mal ein Physiker so schön auf den Punkt brachte: "Ja, ich kann mir schon vorstellen, dass ich nicht ganz männlich bin, sondern so 95% Mann und 5% Frau bin. Anders könnte ich die Frauen ja auch garnicht verstehen!" - Also: "Als maskuliner Kerl, der ich bin, kann ich die Frauen nicht verstehen, aber da ich außerdem noch ein bisschen feminin bin, bin ich doch der große Frauenversteher." &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich sage lieber: die aktive und die passive Kraft, die rasch fließende und die langsam fließende Energie. Tatsächlich ist auch die passive Energie aktiv, nur im Vergleich zu der aktiven Energie langsam. Dass wir sie als passiv bezeichnen, ist ein Trugschluss unserer Wahrnehmung: so wie der Körper der Mutter ein Kind nicht "empfängt", sondern aktiv an dem Wachstum beteiligt ist, so wie der Samen nicht nur im Boden wächst, sondern der Boden "für" den Samen aktiv ist - auf seine langsame, kaum wahrnehmbare Art. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Auch das Wachsen, auch das Gewähren-lassen ist eine Aktivität. Es gibt eigentlich keine Passivität im Universum. Deshalb gibt es natürlich auch den Unterschied zwischen aktiv/passiv, maskulin/feminin nur als Illusion der Wahrnehmung. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Adrian&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-893514658702909955?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/893514658702909955/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=893514658702909955&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/893514658702909955'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/893514658702909955'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/maskuline-und-feminine-energie.html' title='Maskuline und feminine Energie'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7289794523244634019</id><published>2007-03-23T13:02:00.000+01:00</published><updated>2007-03-23T13:30:49.768+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensberatung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Frauen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartenlegen'/><title type='text'>Kartenlegen: Arbeit an der Befreiung</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Ota&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;Im ersten Moment, als ich Ota kennen lernte, war ich überwältigt. Ein Schwall von Worten floss aus ihrem Mund hervor. Sie habe sich jetzt die Tarotkarten gekauft und lege selbst, sie wolle jetzt mal zu einem professionellen Kartenleger gehen und hören, ob sie – Ota – Recht habe.&lt;br /&gt;Ich fragte sie, ob ihr Kartenlegen ihr bisher das Richtige gesagt habe.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ja, sie würde sich jeden Tag die Karten legen und danach handeln. Sie lege übrigens immer das Keltische Kreuz&lt;/em&gt; – ich runzelte die Stirn: jeden Tag das Keltische Kreuz? -, &lt;em&gt;denn ihre Situation sei ja auch sehr verworren und sie sei&lt;/em&gt; – hier lachte sie – &lt;em&gt;seit Jahren depressiv. Aber jetzt würde sie Karten legen und das helfe.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Du bist also nicht mehr depressiv?&lt;/em&gt;, fragte ich.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Doch, natürlich, das geht ja nicht von einem Tag auf den anderen. Aber heute zum Beispiel lag in ihren Karten, dass sie Kontakt zu einem spirituellen Mann aufnehmen solle, und schon hätte sie mich angerufen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Welche Karte ihr denn gesagt habe, dass sie einen Mann anrufen solle?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Magier&lt;/em&gt;, sagte sie, und fügte hinzu: &lt;em&gt;In der achten Position&lt;/em&gt;. (Die achte Position beim keltischen Kreuz ist die Umfeld-/Umwelt-Karte: "So sehen es die anderen.")&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ota war kaum zu bremsen. Sie deutete die Karten wild drauf los. Sehr rasch wurde mir klar, dass Ota nicht nur die Karten einzeln deutete, ohne Verbindung zu den anderen Karten, sondern dass sie auch erwartete, dass alles so, ohne ihr eigenes Zutun, eintreffen würde. Lag auf der zehnten Position (im keltischen Kreuz: Dahin führt es) eine gute Karte, war sie den ganzen Tag voller Hoffnung; lag auf der zehnten Position eine schlechte Karte, war sie den ganzen Tag über bedrückt. Ota nutzte die Karten nicht dazu, sich über ihre eigene Lage klar zu werden und neue, kreative Impulse für ihre Handlungen zu bekommen. Sie bastelte sich mit den Karten ein Korsett, in das sie ihre Gefühle einzwängte.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ota's Geschichte&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ota war zu dem Zeitpunkt, als ich sie kennen lernte, 43 Jahre alt – etwa zwölf Jahre älter als ich. Mit 28 heiratete sie einen Mann, der geschäftlich viel unterwegs sein musste und sie darüber vernachlässigte. Die Ehe war kinderlos geblieben. Ota, die in ihrem Leben nie eine Lehre gemacht hatte, blieb zuhause und beschäftigte sich mit irgendetwas. Nach elf Jahren Ehe kauften sie ein Haus, im dreizehnten Jahr der Ehe wurde Ota depressiv. Ein Arzt verschrieb ihr Pillen dagegen. Zu einem Psychotherapeuten hatte sie es nie geschafft.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ich war hin- und hergerissen. Auf der einen Seite schaffte sich Ota mit ihren Karten ein kleines Alltagsritual. Solche Alltagsrituale sind gerade für zu depressiven Verstimmungen neigenden Menschen sehr wichtig. Auf der anderen Seite macht Ota sich so sehr von den Karten abhängig, dass sie sich eigentlich immer weiter in einen depressiven Charakter hinein "grub".&lt;br /&gt;Sie hatte keine Hobbies, außer Fernsehsehen und Kartenlegen und verschiedenen Heftchenromanen, die sie regelmäßig las (solche, mit halbnackten, wild-eleganten Männern und luxuriös-üppigen Frauen auf dem Titel). Sie hatte keine Freunde. Die Beziehung zu ihrer eigenen Familie war extrem unterkühlt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Die Karten&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;Ich unterbrach Ota, weil sie einfach weiter redete und redete.&lt;br /&gt;Daraufhin zeigte Ota ein ganz anderes Gesicht: &lt;em&gt;Sie würde mich bezahlen, also müsste ich auch ...&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Irrtum&lt;/em&gt;, entgegnete ich. Ich &lt;em&gt;werde für das Kartenlegen bezahlt und nur nebenbei für das Zuhören&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Na&lt;/em&gt;, sagte sie pikiert, &lt;em&gt;dann leg' mir mal die Karten&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Auch ich benutze gerne das Keltische Kreuz. Bei Ota hatte ich den Impuls, eine andere Legeweise zu nutzen. Auf der einen Seite hatte ich Angst, dass sie mir ständig die Deutungen – in ihrer Weise – vorgibt, auf der anderen Seite dachte ich mir, dass ich hier ganz gut einen Dialog herstellen könnte. Letztendlich entschied ich mich für das Keltische Kreuz.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Die Kombination war folgende:&lt;br /&gt;1. "Das Universum" - umgedreht&lt;br /&gt;2. "Prinz der Stäbe"&lt;br /&gt;3. "Der Stern" - umgedreht&lt;br /&gt;4. "Zehn Scheiben" - umgedreht&lt;br /&gt;5. "Ausgleichung"&lt;br /&gt;6. "König der Stäbe"&lt;br /&gt;7. "Zehn Kelche" - umgedreht&lt;br /&gt;8. "Königin der Scheiben" - umgedreht&lt;br /&gt;9. "Tod"&lt;br /&gt;10. "Glück" – umgedreht&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Bei der ersten Karte sagte Ota: "Hier kommt ein guter Weg ins Stocken. Ein Hindernis baut sich auf." und zur achten Karte sagte sie: "Die Umwelt nimmt mir meine Unabhängigkeit, weil (!) ich auf viel verzichte."&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ich schlug Ota nun folgende Deutung vor:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Überforderung als Grundsituation&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das Universum zeigt auf, dass es um Verstrickungen geht, aus denen man sich befreien muss und die einen bisher an der Vollendung gehindert haben. In der umgedrehten Lage weist die Karte auf den Stillstand hin, auch auf eine Überforderung. – Häufig wird die Karte als das Erreichen eines besonders erstrebenswerten Ziels gedeutet, als Vollendung eben, aber als starre Vollendung, als eine Art Besitz. Es gibt auch Situationen, da stimmt das so. Weit häufiger aber deutet die Karte auf ein harmonisches Sich-Einfügen in die Umwelt hin, also auf einen "vollendeten" Prozess.&lt;br /&gt;Ota selbst war erstarrt. Und man hätte nicht in die Karten schauen müssen, um zu wissen, dass sie sich selbst hier dringend ändern sollte. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ungeduld als Einfluss&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Otas Ungeduld war augenscheinlich. &lt;em&gt;Wie geht es weiter?&lt;/em&gt; stand hinter allen ihren Fragen. &lt;em&gt;Worauf kann ich ganz fest bauen? Was überhaupt ist sicher in meinem Leben?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ota war gefesselt, vor allem durch ihre unglaubliche Unsicherheit. Ihr kalter und abwesender Mann, ihre fehlenden sozialen Kontakte, ihr Unwissen darüber, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollte – all dies hielt sie in ihrer momentanen Situation gefangen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Der Prinz der Stäbe lag hier als Einflusskarte über der Grundkarte. Den Prinz der Stäbe bezeichnen Akron und Hajo Banzhaf auch als "Sohn der Willenskraft". Er steht für die Aktivität, den Übermut und den Erlebnishunger, im Negativen für Unruhe, Ungeduld und Destruktivität.&lt;br /&gt;Sehr wichtig ist bei dieser Karte übrigens, dass sie kein Ziel bezeichnet, sondern die Art und Weise, also eine Qualität oder einen Charakterzug. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ota fragte schon zu Beginn unseres Gesprächs, wann sich denn endlich mal etwas ändern würde. Sie war sich durchaus bewusst, dass sie stecken geblieben war. Statt aber hier sich auf den Weg zu machen, starrte sie auf ein Ideal. Sie wollte sich erst sicher sein, dass sie dieses Ideal erreichen würde und dann sollte es auch schnell kommen. Im Grunde aber würde sie damit nichts ändern: ihr jetziger Zustand war passiv. Hätte sie das Ideal erreicht, wäre sie wieder zum Stillstand verdammt – denn wer verlässt schon den idealen Zustand?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Also deutete ich die Karte so: Der Prinz der Stäbe warnt dich vor zu viel Ungeduld, denn damit zerstörst du dich nach und nach selbst. Du hast deine aktive Kraft gegen dich selbst gerichtet. Hier in diesem Kartenbild geht es darum, diesen aktiven Drang nach außen zu wenden, zu deinem eigenen Wohl und zum Wohl anderer.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die richtige Idee, heillos übertrieben: Harmonie und Struktur&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Auf der 5. Position (Das hat dahin geführt) lag die Ausgleichung, eine der großen Arkanen. Die Ausgleichung steht für Erkenntniswille und Harmoniefinden durch Bewältigung der Wirklichkeit. Hier wurde ich unsicher. Denn die 5. Position zeigt an, was zu der derzeitigen Position geführt hat, und man konnte nun wirklich nicht behaupten, dass Ota ihre Wirklichkeit so bewältigte, dass sie Harmonie fand.&lt;br /&gt;Trotzdem deutete ich die Karte so: Ota sei zu sehr auf ein Gleichgewicht aus gewesen. Sie wollte so sehr Harmonie, dass sie nicht gemerkt habe, wie alles zum Stillstand kam.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Na&lt;/em&gt;, sagte Ota an dieser Stelle entrüstet, &lt;em&gt;so ein Familienleben wie früher wolle sie auch nie wieder haben&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Hier erzählte Ota von ihren chaotischen Familienverhältnissen. Die Mutter hatte fünf Kinder von drei verschiedenen "Freunden", der Vater, ein kleiner Büroangestellter, sei hilflos und schweigsam durch das Familienleben hindurchgeschlichen und sehr rasch gestorben, nachdem er in Rente gegangen war. Ota's Mutter lebte noch und sei mit ihren 77 Jahren eine immer noch sehr herrische und abwertende Frau.&lt;br /&gt;Natürlich wurde hier deutlich, was Ota sich immer wünschte: ein ruhiges und geordnetes Familienleben. Was sie bekam, war eine Ehe, in der sie mit sich selbst alleine war und einen Ehemann, der wie ihr Vater eigentlich nicht existierte.&lt;br /&gt;In der Art, wie Ota ihre Mutter schilderte, erkannte ich Ota wieder.&lt;br /&gt;Ota hatte alles übertrieben und wurde mehr und mehr so, wie sie überhaupt nicht sein wollte: wie ihre eigene Mutter. Sie hatte sich Harmonie gewünscht, pendelte stattdessen aber zwischen Kontrolle und Kontrollverlust.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der große Umbruch – Angst und Hoffnung&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In der 9. Position (Das erwartet oder befürchtet der Frager) lag der Tod. Der Tod steht im Tarot für die tiefgreifende Transformation. Im Positiven bedeutet er, dass man Platz für Neues schafft, im Negativen die Todesangst.&lt;br /&gt;Ota spürte beides. Irgendwo wusste sie, dass sie ihr Leben radikal ändern musste, aber sie hatte auch größte Angst davor. Veränderung hieß für sie Chaos – so hatte sie es gelernt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Hier wurde auch Ota's Trick deutlich, mit dem sie sich blockierte. Ota wünschte sich ein ideales Leben. Sie hatte eigentlich einen ungebändigten Drang nach Schönheit, Anmut, Eleganz und tiefer Weisheit. Indem sie dieses Leben aber zu einem Ideal erhob, umging sie alle Lebensstationen, die dazwischen lagen: sie leugnete die vielen kleinen Schritte, die dazu notwendig waren. Sie leugnete vor allem den Umbruch, der ihr solche Angst machte. Ihr heimlicher Fahrplan hieß: Veränderung ohne Veränderung.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Illusionen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die 3. und 4. Karte zeigen auf den Charakter des Fragenden. In der 3. Position geht es um das bewusste Erkennen, in der 4. Position um das Erspüren, um emotionale Notwendigkeiten oder notwendige "Lebensatmosphären".&lt;br /&gt;Ota deutete den Stern, der auf der 3. Position umgekehrt lag, als "Talente und Hoffnungen werden zerstört. Schlechte emotionale und geistige Gesundheit". Falsch ist das nicht, widerspricht aber der Position selbst.&lt;br /&gt;Ota erkennt dies inhaltlich, so sagt es die Position. Und indem Ota die Karte interpretiert, erkennt sie natürlich, was der Inhalt der Karte bedeutet. In Wirklichkeit spielt hier aber die Position der Karte eine große Rolle: Was Ota erkennt, kann durchaus eine Illusion sein. Dass Ota hier glaubt, dass ihre eigenen Talente und Hoffnungen zerstört werden, zeigt auf die negative Bedeutung des Sterns: Leugnung der Wahrheit, Illusion. Ota weiß nämlich nicht mehr, was sie alles kann. Sie probiert so wenig aus, bleibt in ihrem täglichen Einerlei so starr stecken, dass sie auch nie erfährt, wo ihre Entwicklungschancen liegen. "Wenn ihm nie etwas passiert, dann passiert ihm ja nie was.", sagt der Fisch Dori im Pixar-Film "Findet Nemo". Genau so.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Der Stern zeigt auch eine Richtlinie auf: die Hingabe an den Augenblick. – Bei Ota ist dies mehr als sinnvoll. Sie erstarrt vor dem Ideal, weicht der Veränderung aus und verliert sich so selbst.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Die 4. Karte – die zehn Scheiben – lag in umgedrehter Position. Ota – sie unterbrach mich nur noch dieses Mal in meiner Deutung – deutete diese so: "Das gute Bild (!) des Ratsuchenden ist in Gefahr. Alle Risiken sollten vermieden werden." Das war ersten hübsch auswendig gelernt, zweitens passte es aber auch so gut in ihre Erstarrung hinein.&lt;br /&gt;Ich sagte zu Ota, dass sie doch bitte mir das Deuten überlassen sollte. &lt;em&gt;Hier&lt;/em&gt;, so sagte ich ihr, &lt;em&gt;geht es nicht darum, jede Karte nach und nach durchzuplappern, wie es im Buch steht, sondern das Zusammenspiel der Karten im Auge zu behalten&lt;/em&gt;. – Dies ist, nebenbei bemerkt, ein häufiger Fehler von Kartenlegern, Anfängern wie Professionellen. Die Karten geben hier zwar Tendenzen vor, aber der Leim, der diese zusammenbringt, ist die psychologisch fundierte Deutung. Kartenlegen hat viel weniger mit orakelhaften Sprüchen als mit einem feinen psychologischen Gespür zu tun.&lt;br /&gt;Meine Deutung der Karte war also folgende: Du lebst zwar in gesicherten materiellen Verhältnissen, aber die Angst vor der Veränderung hat dich habgierig gemacht. Du klammerst dich sinnlos an sinnlosen Besitz. Irgendwie weist du, dass du durch eine arme und düstere Zeit hindurch musst, aber du willst es nicht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Seelenzergliederung – Kreativität&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die 7. und 8. Position, die eigene Sicht der Situation und die Sicht anderer Menschen, weisen häufig auf zentrale Konflikte hin. Zudem ermöglicht es die 7. Position, hier die Schwächen und Fehler des Fragenden behutsam aufzudecken, und ihn dann mit dem Bild, das andere von ihm haben, zu konfrontieren. Natürlich sollte man sich hier als Kartenleger auch im Klaren sein, was man dem Fragenden zumuten kann und was die Zukunftskarten (6. und 10. Karte) vorschlagen.&lt;br /&gt;Man kann hier auch bereits genannte Konflikte beiseite lassen oder anders wieder aufgreifen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Zur 7. Karte – die Zehn Kelche – ziehen sich nun zahlreiche Verbindungen zu den anderen Karten. Die Zehn Kelche heißen im Crowley-Tarot "Sattheit". Banzhaf und Akron nennen sie auch "Die Wasser der Vollendung und der inneren Erfüllung".&lt;br /&gt;Da sich die ganze Situation um die Vollendung (Universum auf der 1. Position) drehte, um das Überwinden verworrener und ohnmächtiger Lebenssituationen (die Kindheit Ota's – Die Ausgleichung auf der 5. Position), um die Hingabe (Stern) und das Anerkennen von Grenzen (negativer Reichtum), zeigte die ganze Tendenz der Karten – bisher – auf die Analyse der Vergangenheit und die kreative Arbeit an der eigenen Zukunft.&lt;br /&gt;Zudem zeigt ihr emotionales Verhaftetsein im Besitz (negativer Reichtum auf der 4. Position) und ihre Fähigkeit zur Illusion (negativer Stern auf der 3. Position) auch die Möglichkeit an, dies ins Positive zu drehen: die erdgebundene, klare und soziale Kreativität.&lt;br /&gt;Zunächst aber verwies die Karte "Zehn Kelche" noch einmal auf Ota's Schatten: die innere und selbstzerstörerische Leere, die Ota spürte, während die Königin der Scheiben die Außenwelt und deren Blick auf Ota zeigten – auch hier in der negativen Form: Verbitterung, Verhärtung, Unfruchtbarkeit.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ota's Innensicht und der Blick, mit der die Umwelt ihr begegneten, passten hier perfekt zueinander. Tatsächlich erzählte Ota hier zwei Anekdoten: in der einen bezeichnete ein Junge sie als "Hexe". Sie war darüber sehr erschrocken und mied die Blicke anderer Menschen noch mehr als sonst.&lt;br /&gt;Ota hatte schon vor langer Zeit zunächst den Blick nach innen gewendet: sie selbst sei nicht in Ordnung, sie selbst habe an allem Schuld. Sie hatte die Sprüche ihrer Mutter und ihrer wechselnden Freunde, ihrer Klassenkameraden, als sie klein war und ihrer ersten Freunde, als sie größer war (und sie verließen), - sie hatte all diese Sprüche perfekt und ohne zu zweifeln verinnerlicht. Ernst Bloch beginnt sein Buch "Tübinger Einleitung in die Philosophie" mit den Sätzen "Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst." Blochs Philosophie ist eine Philosophie des kritischen und kreativen Tätigseins. Ota's Umgebung lieferte nun die Philosophie der destruktiven Kontrolle. Hätte ihre Mutter eine Einleitung in die Philosophie geschrieben, könnte sie diese so beginnen: "Ich bin. Aber du hast dich nicht. Darum kann ich mit dir machen, was ich will."&lt;br /&gt;Ota hatte also lange eine unfruchtbare Seelenzergliederung betrieben, dabei aber das kritische und kreative Handeln vergessen. Obwohl also die Karten auch die Analyse der Vergangenheit empfahlen, empfand ich hier die fehlende Kreativität als so übermächtig, dass ich dieser eindeutig den Vorrang gab.&lt;br /&gt;Selbstbefreiung durch kreatives Handeln – so lautete hier die ganze Tendenz des Kartenbildes.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einswerden mit den inneren Bildern&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die 6. Position, die nahe Zukunft, zeigte den Ritter der Stäbe, den Vater der schöpferischen Vorstellungskraft. Er liegt im Positiven da und bildet einen deutlichen Bezug zur negativ liegenden Königin der Scheiben und den zehn Kelchen. Beim Ritter der Stäbe ist alles Dynamik, wo die Königin der Scheiben Erstarrung und die zehn Kelche Leere anzeigten.&lt;br /&gt;Der Rat, den der Ritter der Stäbe gibt, ist seltsam, vor allem in Otas Fall: Einswerden mit den inneren Bildern.&lt;br /&gt;Der Rat ist aber sinnvoll. Ota hat die Meinungen anderer nie gelassen akzeptiert. Statt weiterzugehen ist sie stehen geblieben und hat auf den günstigen Moment gewartet, in dem sie beweisen konnte, dass sie doch etwas Wert sei. Sie dachte, wenn sie ihren Wert zeigt, werden die anderen ihre Meinung ändern. Aber natürlich kam dieser Moment nie.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite aber machte Ota recht früh Erfahrungen mit der destruktiven Aggression. &lt;em&gt;Aggression an sich war schändlich&lt;/em&gt;, glaubte sie. Und so versagte Ota sich aggressive Handlungen, aber auch alles, was damit zusammenhängt: das Lernen, die Kreativität, die innere und die äußere Reise – letztendlich sogar die Liebe.&lt;br /&gt;Natürlich war Ota auch aggressiv. Aber das verstand sie nicht. Sie wollte es nicht sehen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Ich gab ihr also den Auftrag der Karten weiter, diese destruktiven Bilder nicht von außen zu bekämpfen, sondern sie von innen heraus zu sprengen. Sie sollte das "Wesen" dieser Zerstörungskraft von innen heraus erfahren. Dazu empfahl ich ihr, sich in eines dieser Bilder hineinzuversetzen und von diesem Bild – der Mutter, einem ihrer Freunde, oder auch nur der bleiernen Leere – her einen Brief an Ota zu schreiben. Ota sollte destruktiv gegenüber Ota sein, zumindest auf dem Papier. In der Realität beherrschte sie das ja schon hervorragend.&lt;br /&gt;Außerdem empfahl ich ihr beim Fernsehsehen zu kritzeln. Wenn sie mal ein Gesicht oder ein Tier darin entdeckte, sollte sie dieses durch dickere Linien betonen. Ansonsten sollte sie einfach weiterkritzeln.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Der erste Auftrag spiegelte natürlich Otas Situation wieder. Diese Situation versuchte Ota aber bisher rein gedanklich zu lösen und deshalb drehte sie sich im Kreis. Das Zu-Papier-bringen im Brief verdeutlichte nicht nur diese Situation, sondern ermöglichte Ota auch ein erstes, kreatives Handeln. Zudem konnte sie, indem sie sich mit den destruktiven und aggressiven Impulsen identifizierte, so hoffte ich, ihre eigene Lust an der Aggression wiederentdecken.&lt;br /&gt;Die Kritzeleien sind eine andere schöne Form einer flüchtigen und zwanglosen Kreativität. Man muss eben nichts Endgültiges herstellen, sondern fängt diese Kritzelfiguren "im Fluge" ein, das heißt, wie sie eben kommen. Zudem ist freies Malen immer auch eine Schulung des Auges - nicht in der gleichen Form, wie wenn man Portraitzeichnen macht, sondern kreativer und subjektiver.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warnung vor schnellen "Erfolgen"&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die letzte Karte, das Glück, deutete ich hier, da sie umgedreht lag, als Warnung, auf zu schnelle Erfolge zu hoffen. &lt;em&gt;Sie habe&lt;/em&gt;, so sagte ich zu Ota, &lt;em&gt;viel Arbeit vor sich&lt;/em&gt;. Ota akzeptierte diese Deutung widerspruchslos, obwohl sie zu Beginn der Deutung gleich rief: &lt;em&gt;Oje, das bedeutet einen Rückfall&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fazit&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das Kartenbild, dass ich für Ota gelegt habe, zeigte sehr deutlich auf die Veränderungen hin, die uns ein Leben lang begleiten, und denen wir nicht ausweichen dürfen. Die Vollendung, die in der Ausgangssituation steht, wendet sich hier gerade gegen das Ideal als starres Bild, und setzt den Prozess als die andere Möglichkeit, sich zu vollenden, hin.&lt;br /&gt;Die Welt ist im Wandel. Wir begleiten sie ein Stück.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Schluss&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;Ich bin mit Ota schon im ersten Gespräch sehr direkt und konfrontativ umgegangen. Dass muss nicht immer richtig sein. Manchmal kann es sogar ziemlich schaden. Hier ist die Sensibilität des Kartenlegers sehr gefragt. Trotzdem muss jeder Kartenleger immer auch auf die Mitarbeit und das Weiterarbeiten des Ratsuchenden drängen. Kartenlegen ist kein Konsumartikel – ein Fehler, auf den Ota bei ihren eigenen Kartendeutungen hereinfiel. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich tat Ota sich nicht so leicht, ihr eigenes Leben wieder auf richtige Bahnen zu bringen. Wunder und Wunderheilungen sind eine Illusion und Versprechen dazu recht inhaltsleer. Ich hatte mit Ota über drei Jahre noch mehrmals zu tun. In dieser Zeit ist sie mir sehr ans Herz gewachsen.&lt;br /&gt;Trotzdem war ich froh, als Ota erzählte, sie habe sich endlich eine Therapeutin gesucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, ich konnte Ihnen hier zeigen, wie stark die Konstellation beachtet werden muss, und wie stark diese auch mit dem Leben verknüpft werden muss. Einzelne Karten für sich bedeuten eigentlich fast gar nichts. Sie haben zu wenig Halt in der Wirklichkeit und die Gefahr einer falschen Deutung ist zu groß.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Liebe Grüße,&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7289794523244634019?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7289794523244634019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7289794523244634019&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7289794523244634019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7289794523244634019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/kartenlegen-arbeit-der-befreiung.html' title='Kartenlegen: Arbeit an der Befreiung'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-567718053361567249</id><published>2007-03-19T13:46:00.000+01:00</published><updated>2007-03-19T14:09:32.251+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><title type='text'>Gefühlslöcher</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;"... und dann gerate ich wieder in eins meiner schwarzen Löcher."&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;(Lupa)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Was hier mit schwarzen Löchern bezeichnet wird, wird dann auch mal gerne depressive Phase genannt. - Depressive Phasen sind - klinisch gesehen - meist etwas anderes. Vielleicht sollte man Bedrücktheit sagen, was dann leider nicht so elegant klingt wie depressive Phase. Nun gut: der Streit um Worte ist meist nicht sonderlich hilfreich und ich bleibe mal bei dem Alltagsgebrauch "depressive Phase". Jedem Leser sollte aber klar sein, dass es sich hier nicht um eine psychiatrische Störung handelt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Solche depressiven Phasen hat wohl mehr oder weniger jeder Mensch. Ich denke, bei Lupa sind zwei Sachen ausschlaggebend: &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;1. Sie hat gelernt, diese depressiven Phasen als etwas Gefährliches oder Unfruchtbares wahrzunehmen. Dadurch fühlt sie sich wahrscheinlich noch mehr bedroht, was die depressive Phase verstärkt. Das Depressive verstärkt sich dadurch selbst. Hier haben wir einen klassischen Teufelskreis: was uns nach unten zieht, zieht uns immer mehr nach unten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;2. Depressive Phasen entstehen meist aus nicht trennbaren Gefühlsballungen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Gefühle regulieren unsere Handlungsimpulse. Depressive Phasen äußern sich auch darin, dass es nur wenige und meist sehr rituelle Handlungsimpulse gibt: aufstehen, wenn der Wecker klingelt, zur Arbeit gehen, die Blumen gießen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Irgendwelche Gefühle widersprechen hier einander, rangeln darum, wer als erstes seine Impulse durchsetzen darf und legen so den aktiven seelischen Haushalt des Menschen mehr oder weniger lahm. Es kommt zu Handlungsblockaden: der Mensch erlebt eine emotionale Katatonie: alles muss gleichzeitig getan werden und nichts geschieht. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier ist es wichtig, aggressive Impulse dagegen zu setzen, beinahe ein Handeln nur um des Handeln willens, und am besten und gefahrlosesten kann man das natürlich mit kreativer Arbeit.&lt;br /&gt;Kreative Arbeit ist hier auch deshalb so wichtig, weil sie besonders wenig reglementiert ist und sich hier erstens die heimlichen Regeln der Depression manifestieren können, und das heißt natürlich auch, dass die Regeln der Blockade, die einzelnen Teile, die sich gegenseitig Matt setzen, deutlicher zum Vorschein kommen; zweitens aber treten hier neue Impulse hinzu: die kreative Arbeit entdeckt sich in ihrem Tun selbst (und neu) und schafft dadurch seelische Mitspieler, die die Depression "verdünnen".&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und was tut man konkret dagegen?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Unter dem Stichwort Kreativität findet ihr in meinem Blog immer mal wieder kleine (und große) Übungen. Bei denen könnt ihr euch bedienen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und wieder einmal empfehle ich Julia Camerons Buch "Der Weg des Künstlers". Darin findet ihr ein hervorragendes Programm zum Aktivieren eurer künstlerischen Kräfte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Viel Spaß und nicht den Kopf hängen lassen,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;wünscht euch &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Euer Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-567718053361567249?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/567718053361567249/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=567718053361567249&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/567718053361567249'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/567718053361567249'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/gefhlslcher.html' title='Gefühlslöcher'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-1797197160768922950</id><published>2007-03-18T20:46:00.000+01:00</published><updated>2007-03-18T20:56:14.085+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Miteinander reden'/><title type='text'>Eigene Schwächen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Eigene Schwächen sollte man zugeben können - vor allem, wenn diese offensichtlich sind. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich gestehe hier also aus vollstem Herzen, dass ich schlecht mit Grafikprogrammen umgehen kann und deshalb die Werbung auch seltsam unangepasst aussieht. - Der Fehler wird in den nächsten Tagen hoffentlich von mir befriedigend behoben.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nicht ganz so schön finde ich auch, dass der eigentliche Blog fast ganz verschwindet, wenn man den Bildschirm nicht nach unten scrollt. Auch da werde ich mich um eine Lösung bemühen. Ich hätte mich natürlich vorher informieren können. Allerdings habe ich hier sehr spontan eine Idee umgesetzt und hatte dann natürlich nicht die Zeit, mich um grafische Feinheiten zu kümmern.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Viel ernster ist dagegen, dass ich heute festgestellt habe, dass ich Kommunikationsfehler begehe. Und das, obwohl ich mich seit Jahren mit den Problemen der Kommunikation beschäftige. Nun - ab und zu braucht man einen Dämpfer, oder?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Übrigens habe ich eigentlich keine Probleme, die zuzugeben. Vernunft bedeutet doch auch, seine eigenen Grenzen anzuerkennen. Und da die Kommunikation nichts ist, was man beherrschen könnte, kann man auch Fehler nicht vermeiden.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Menschlich bleiben, rate ich diesmal mir selbst.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-1797197160768922950?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/1797197160768922950/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=1797197160768922950&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1797197160768922950'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1797197160768922950'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/eigene-schwchen.html' title='Eigene Schwächen'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-719653225536971741</id><published>2007-03-16T13:34:00.000+01:00</published><updated>2007-03-16T14:02:46.217+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartenlegen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blog'/><title type='text'>Lilith - noch einmal ...</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Lilith befasst sich immer wieder auch mit den Auswüchsen des Astrogeschäftes. Sehr lesenswert übrigens.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier ihr neuester Artikel: &lt;a href="http://www.lilith-blog.de/?p=133"&gt;Kartenlegen und die Kripo&lt;/a&gt;. Und hier ein sehr lesenswerter zu einem ähnlichen Thema vom letzten Jahr: &lt;a href="http://www.lilith-blog.de/?p=32"&gt;Üble Tricks der Zukunftsdeuter. Wirklich?&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nicht nur inhaltlich ist Lilith äußerst erhellend. So schreiben müsste man können, wie Lilith es kann.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-719653225536971741?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/719653225536971741/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=719653225536971741&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/719653225536971741'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/719653225536971741'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/lilith-noch-einmal.html' title='Lilith - noch einmal ...'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7255867313655980650</id><published>2007-03-16T13:24:00.000+01:00</published><updated>2007-03-16T13:34:07.851+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><title type='text'>Freies Figurenmalen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfqMvbQ2IgI/AAAAAAAAAAs/npgIfnQB4Bo/s1600-h/irgendein+Tier.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5042497479194845698" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" height="141" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfqMvbQ2IgI/AAAAAAAAAAs/npgIfnQB4Bo/s320/irgendein+Tier.jpg" width="216" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Was freies Figurenmalen ist ...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das ist eine ganz hübsche Technik und fast etwas für den Zeitvertreib beim Fernsehsehen. (Wenn ihr einen Fernseher besitzt.)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ihr braucht:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Papier, einen weichen Bleistift&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und die Anweisung?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kritzelt so lange, bis euch in dem Gekritzel die Ahnung einer Figur entsteht. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Verstärkt diese Figur mit wenigen Strichen, bis sie deutlich erscheint - wie links das Tier.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Diese Technik ist eine Übergangsübung zwischen dem akademischen Zeichnen und dem freien Malen. Ich finde sie großartig, weil vor allem Kinder sofort verstehen, was man dort tut - und meistens mitmachen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Viel Spaß,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7255867313655980650?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7255867313655980650/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7255867313655980650&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7255867313655980650'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7255867313655980650'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/freies-figurenmalen.html' title='Freies Figurenmalen'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfqMvbQ2IgI/AAAAAAAAAAs/npgIfnQB4Bo/s72-c/irgendein+Tier.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-1094707874178357844</id><published>2007-03-13T14:14:00.000+01:00</published><updated>2007-03-15T11:16:52.781+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumdeutung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartenlegen'/><title type='text'>Kartenlegen / Traumdeutung: Dünne Böden und feurige Seelen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Wie schwierig manche Traumsymbole zu fassen sind, möchte ich hier am Beispiel von Werner erzählen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ein wesentliches Element in einem der Träume von Werner war das Feuer.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dazu findet man (als Beispiel) folgende Deutungsmöglichkeiten im &lt;a href="http://deutung.com/"&gt;Online-Lexikon für Traumdeutung&lt;/a&gt;:&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Feuer ist in Männerträumen ein stark erotisches Symbol, das Feuer der Leidenschaft.&lt;br /&gt;Freude beim Anblick des Feuers ist ein Zeichen der absoluten Hingabe.&lt;br /&gt;Steht die Hitze des Feuers mehr im Vordergrund, so nehmen Sie starke Gefühle eines Menschen wahr.&lt;br /&gt;Zünden Sie ein Feuer an, gehen Sie eine neue, erotische Beziehung ein.&lt;br /&gt;Vorsicht, wenn ein Haus brennt oder wenn Sie ein Feuer im Ofen löschen, es zeigt eine beginnende Krankheit an, denn das Haus ist immer mit dem Träumer gleichzusetzen.&lt;br /&gt;Feuer und Wasser symbolisieren stets seelische Energie: Feuer reinigt.&lt;br /&gt;Helle Flammen kündigen eine neue Idee an.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wir werden gleich sehen, dass zumindest einige dieser Deutungen nicht falsch sind, aber ungenau. Wie immer muss man den Traum gut im Leben des Träumers verankern. Allzuoft leistet sich eine Traumdeutung hier nur das Übersetzen der Symbole in ihren lexikalischen Gehalt. Subjektive Bedeutungen lässt die Traumdeutung dabei außer Acht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Kartenlegen: Das keltische Kreuz&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zunächst aber wollte Werner, als wir das erste Mal miteinander sprachen, die Tarot-Karten gelegt haben. Werner war in zweifacher Weise misstrauisch.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zum einen glaubte er an den ganzen Kartenzauber nicht. &lt;em&gt;Alles Unfug&lt;/em&gt;, sagte er gleich zweimal zu Beginn des Gesprächs. &lt;em&gt;Kartenlegen lasse er sich nur aus Neugierde&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zum anderen behauptete Werner, ich könne ihm sowieso nicht helfen, und überhaupt könne das niemand, dazu müsse man diesen ganzen Feminismus abschaffen. Seitdem würden die Frauen doch nur noch herumlaufen wie kopflose Hühner.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich legte für Werner das keltische Kreuz. (Beim Kartenlegen benutze ich seit zwanzig Jahren das Crowley-Tarot.)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die ersten vier Karten zeigten Folgendes:&lt;/div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Acht Schwerter (Einmischung) - (darum geht es)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Prinzessin der Scheiben - (das kommt hinzu)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Lust - (das wird erkannt)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Königin der Schwerter - (das wird gespürt)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Die Grundsituation&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Im Gespräch präsentierte sich Werner als sehr stur. Er ließ nichts an sich heran und zweifelte an allem. Sein Weltbild erschien ihm sehr klar aufgeteilt in Freunde (hatte er keine) und Feinde (alle anderen, vor allem aber Frauen, darunter besonders die Feministinnen und von diesen vor allem seine Ex-Freundinnen).&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner hatte mich, bevor ich einen Satz sagen konnte, massiv hinterfragt. Zudem war sein Weltbild sowieso durch harte Frontlinien und Grabenkämpfe eingeteilt. Deshalb beschloss ich, ihn frontal mit der Deutung zu konfrontieren.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Dein Weltbild ist verworren&lt;/em&gt;, sagte ich ihm, &lt;em&gt;du blockierst dich selbst und bist zu bequem, daran zu arbeiten&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Daran seien nur die Frauen Schuld&lt;/em&gt;, sagte Werner. Und höhnte weiter: &lt;em&gt;wenn das nicht in deinen Karten drin steht, dann kannst du den Rest auch nicht sehen&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Darauf hin patzte ich zurück: Wenn er Gesäusel haben wolle, solle er doch bitte nicht bei einem Kartenleger und Wahrsager anrufen. "Ich lege dir die Karten, aber ich werde dir nicht in den Arsch kriechen."&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Obwohl ich Werner deutlich angegriffen hatte, legte er nicht auf.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die dritte Karte, die Lust, lag verkehrt herum: Werners Leben war - wen wundert es? - von depressiven Phasen durchzogen. Er verdiente gut, fühlte sich aber innerlich leer. Sein Leben kam ihm wie eine Wüste vor.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Königin der Schwerter zeigte auf den Freiheitsdrang hin, den er innerlich verspürte. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zur dritten Karte bemerkte Werner: &lt;em&gt;Das hätte ich mir auch selbst sagen können&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und bei der vierten Karte wurde er wütend: &lt;em&gt;Wissen Sie überhaupt, in was für einer Gesellschaft wir leben? Da kann man nicht einfach frei sein. - Außer diese Frauen natürlich, die haben sich immer alles erlaubt&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Und, krieg ich jetzt eine Frau, oder was?&lt;/em&gt; fragte er.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Da ich sowohl in der Einflusskarte (Position 2 - die Prinzessin der Scheiben) als auch in anderen Karten eine ganz gegenteilige Tendenz unter dem harten, abweisenden Werner sah: nämlich den sinnlichen Werner, der in der Lage war, warmherzig und seelenvoll zu sein, und da tatsächlich auch eine Frau in seiner Zukunft lag - wenn auch eine freiheitsliebende -, sagte ich ihm, dass er wieder eine Frau kennen lernen werde. Mit dieser könne er aber nur eine Beziehung führen, wenn er von seinem Kriegszustand ablasse und sich mit seiner Umwelt liebevoller und kreativer auseinandersetze.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Ach, muss ich schon wieder was für die Frau tun?&lt;/em&gt; schrie Werner ins Telefon und diesmal legte er wirklich auf.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Angegriffen zu werden schien Werner nichts auszumachen, aber sich für jemanden zu verändern schon.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Träume von dünnen Böden und feurigen Seelen&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich dachte schon, Werner riefe nie wieder an. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Doch schon am nächsten Tag führte ich ein zweites Gespräch mit ihm und diesmal klang er ganz anders. Diesmal ging es auch nicht um Kartenlegen und seine Zukunft, sondern er wollte einen Traum gedeutet haben. Diesen hatte er in der Nacht zuvor dreimal geträumt, zweimal mit genau demselben Trauminhalt, beim dritten Mal mit einem etwas anderen Ende. Dreimal war er jedoch mit panischer Angst aufgewacht (das erzählte er mir allerdings erst später).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Traum 1 und 2&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner steigt eine Treppe hoch und steht plötzlich mitten in einem idyllischen Obstgarten. Irgendwo in der Ferne rauscht ein riesiger Wasserfall. Werner denkt "eisig" - er meint damit den Wasserfall -, und wundert sich, dass der Regenbogen darüber wie ein farbloses Broschenmuster aussieht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner geht weiter. Er empfindet das Gehen als seltsam. Er hat unheimliche Angst, weiß aber nicht, wieso. Die Bäume hängen voller Früchte, ganz wild durcheinander. Er sieht Bananen, Äpfel und Melonen dicht nebeneinander hängen. Dann spürt Werner plötzlich einen Hilferuf. Werner sagte tatsächlich "spürt" - ich habe hier nachgefragt -, und nicht "hört". Er geht diesem nach und kommt an ein Loch im Boden. Dort sieht er einen Mann an den Fäden eines ausgefransten Netzes hängen. Der Boden, auf dem die Obstplantage steht, ist nämlich sehr dünn, und ruht auf einem dichtmaschigen Netz. Darunter geht es meilenweit in die Tiefe. Das einzige, was Werner noch erkennen kann, ist, dass dieses Netz wohl zwischen zwei Wolkenkratzern hängen muss.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jetzt versteht Werner auch, warum das Gehen sich so komisch angefühlt hatte: er stand die ganze Zeit auf schwankendem Boden.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Mann bittet Werner noch einmal um Hilfe. Werner versucht den Arm des Mannes zu packen. Dabei rutscht er ab und fällt selbst durch das Loch. Er fällt und fällt. Plötzlich sieht Werner einen flammenden Menschen auf sich zurasen. (Wer hier an die ganzen Verfilmungen von Marvel-Comics denkt, hat natürlich recht - damals lief gerade der erste Teil von Spider-Man in den Kinos und Werner hatte seine ganzen alten Comicheftchen wieder ausgepackt und seine Sammlung um neuere Comics ergänzt.)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Fackelmensch packt Werner am Arm. Er stoppt zwar den tödlichen Fall von Werner, dafür aber verbrennt Werner jetzt und rieselt als Asche zu Boden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mit diesem eher "idyllischen" Bild endete der Traum: Werner wachte hier auf und verspürte übermächtige Angst.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Traumdeutung Teil 1: Schwankende Böden&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zunächst ist deutlich, dass der Traum eine Mischung aus idyllischen Elementen und Schreckensvisionen ist, wobei die Schreckensvisionen deutlich keine Monster zeigen. Außer dem namenlosen Mann und dem Fackelmenschen tauchen keine anderen belebten Wesen auf. Zu dem Fackelmenschen komme ich später.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier ist mir erstmal wichtig, dass der Traum sehr deutlich die seelische Verfassung von Werner anzeigt: unter einer dünnen, blühenden und Früchte tragenden Schicht befindet sich eine bodenlose Leere und eine seelenlose (und vielleicht auch unbelebte) Stadt. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Einige der Traumelemente sind Kulturgut: so ist die Treppe, die in den Garten führt, ein Aufstieg in eine wahrhaftigere Situation - der Traum spricht, im Gegensatz zu Werners eigener, bewusster Beurteilung, die Wahrheit aus. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Zwischenbemerkung zu Traumhelfern&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die seelische Verfassung wird durch zwei Traumhelfer markiert - in der Psychoanalyse spricht man gerne auch von Hilfs-Ichs. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Traumhelfer werden oft mit liebevollen Wesen gleichgesetzt, Engeln, freundlichen Reittieren, Menschen, die dem Traum-Ich heilende Nahrung geben, und so weiter.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ganz so einfach ist das allerdings nicht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Traumhelfer sind nicht - wie das häufig behauptet wird - dem Angenehmen verpflichtet. Traumhelfer stehen zwar im Dienste eines gelassenen und weisen Lebens, aber auf dem Weg dorthin können sie teilweise sehr boshafte, aggressive oder befremdliche Züge annehmen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wenn der Weg unserer Erkenntnis ein schmerzhafter Weg ist, dann kann der Traumhelfer durchaus jemand sein, der uns auf diesen Weg treibt, oder sogar jemand, der uns Schmerzen zufügt. - Der Fackelmensch - das werden wir gleich sehen - ist ein solcher zwiespältiger Traumhelfer, und das Böse wird uns unter einer recht harmlosen Maske begegnen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Traumdeutung - Fortsetzung&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der erste Traumhelfer ist der namen- und gesichtslose Mann. Er zeigt die Angst, die Werner sich verbietet, und indem der Mann diese Angst zeigt, muss Werner sie nicht selbst verspüren. Im Gegenteil: an dieser Stelle wird Werner - zumindest sein Traum-Ich - selbst zum Helfer: er beugt sich herab und versucht den Arm des Mannes zu ergreifen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dieser Traumhelfer hat also eine dreifache Funktion: er entlastet Werner von seinen verdrängten Gefühlen; zugleich aber erlaubt er sich offen diese Gefühle und deutet damit auf die Wahrheit hin; zum Dritten aber ermöglicht gerade die Hilflosigkeit des Traumhelfers, dass Werner sich - im Traum - in einer Rolle erlebt, die er von sich eigentlich nicht mehr kennt: Werner hilft (und zugleich sagt der Traum natürlich: Hilf dir selbst!).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dass Werner bei seiner Hilfsaktion abstürzt, wird von Werner zunächst negativ gesehen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Das kommt davon&lt;/em&gt;, so sagt er, &lt;em&gt;wenn man anderen hilft&lt;/em&gt;. (An dieser Stelle sieht er noch nicht, dass der andere Mann eigentlich er selbst ist.)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Absturz hat hier allerdings auch noch eine andere Bedeutung: er ist eine Reise in das Innere, in den Gefühlshaushalt der Seele. Dieser Gefühlshaushalt ist bei Werner nicht nur bildlich zubetoniert (die Großstadt). &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;An dieser Stelle merkt Werner auch, dass er zerschellen würde, wenn er eine echte Reise in seine Seele machen würde. Stattdessen "zerschellen" immer seine Beziehungen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner nahm diese Deutung übrigens sehr positiv auf. Oder - was heißt hier positiv? - mit spürbarer Verunsicherung, aber auch Erleichterung. (Was in seinem Fall schon positiv zu werten war.) &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Meinst du?&lt;/em&gt;, fragte er mich.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Später erzählte er, dass ihm das sehr viel Unbehagen bereitet hat, dieses leere und verwüstete Ich zu sehen. Auf der anderen Seite hatte Werner aber auch genauso viel Angst davor, dass der Traum etwas anderes bedeuten könnte. Er wusste hier nie genau, was er noch bedeuten könnte, aber irgendwie spürte er, dass es etwas viel schlimmeres sein könnte, als eine leere Seele zu haben: um die konnte man sich kümmern.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Aber all dies geschah erst im Laufe unseres Gesprächs.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zunächst kam hier noch der dritte Traum dazwischen, dessen Ausgang Werner sehr rätselhaft, ja grauenvoll erschien.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Traum 3&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wie gesagt war Werner schon zweimal mit panischer Angst aus demselben Traum aufgewacht. Als er das dritte Mal diesen Traum träumte, erwies sich Werner auf eine seltsame Art und Weise als witzig.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Bis zu dem Punkt, an dem Werner von dem Fackelmenschen erfasst wurde, glich der dritte Traum den beiden anderen Träumen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jetzt aber holte Werner eine Plastikflasche hervor, von der Art dieser Plastikflaschen, die man Blumenzerstäuber nennt und mit denen man die Pflanzen einsprüht. Irgendwie wusste er auch, dass das Wasser im Blumenzerstäuber von dem Wasserfall kam. Damit besprühte Werner die Fackel. Das Feuer erlosch, der brennende Mensch zerpuffte zu Asche und - Werner fiel weiter, mit der sicheren Gewissheit, dass er auf dem Boden zerschellen würde.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;So schlau also Werner seinen Einfall zusammengeträumt hatte, er nütze ihm garnichts.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wieder erwachte er, mit rasendem Herzen und schweißgebadet.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Traumdeutung Teil 2: Brennende Seelen&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Bei der brennenden Fackel war Werner verwirrt. Mit und ohne ihr ging sein Traum schlecht aus.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich sagte Werner, dass der Fackelmensch ein Symbol für den Wandel sei, dass dieser Wandel schmerzhaft, aber notwendig sei. Die Asche wäre seine Angst davor, dass von ihm nichts mehr übrig bliebe, außer eben Asche. Tatsächlich könne er noch nicht sehen, wohin es mit ihm gehe. Die Zukunft sei eben offen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner war nicht überzeugt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dann fiel mit ein Gedicht von Friedrich Nietzsche ein:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ja, ich weiß woher ich stamme,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ungesättigt gleich der Flamme&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;glühe und verzehr ich mich.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Licht wird alles, was ich fasse,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Asche alles, was ich lasse,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Flamme bin ich sicherlich.&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Darüber musste Werner erstmal nachdenken. Wir beschlossen, an einem anderen Tag weiter zu sprechen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Flamme symbolisierte hier die Fähigkeit, sich zu verändern, also Werners kreative Energie. Werner hatte diese blockiert und deshalb erschien sie ihm als schmerzhaft, wenn er sie berührte. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die kreative Energie hilft uns auch, andere Menschen zu verstehen und unseren eigenen Weg zu gehen. Werners Unverständnis für andere und die Blockierung seines eigenen Weges zeigten deutlich, dass er seine kreative Energie verloren hatte. Sein privates Leben war ihm zu einem Stellungskrieg mit dem anderen Geschlecht geworden. Werner selbst musste hier notwendig depressive Phasen durchlaufen. Er hatte nicht den inneren Reichtum, um die Schwermut abzuwehren.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Drei Tage später meldete sich Werner bei mir. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Er habe&lt;/em&gt;, so sagte er, &lt;em&gt;meine Deutung akzeptiert&lt;/em&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Seine Stimme klang dabei so tonlos, dass mir dieses Zugeständnis wie eine Abbitte vorkam: ich sollte ihm brav den Kopf tätscheln, ihn als "geheilt" entlassen und er könne dann so weitermachen wie bisher.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich ging darauf nicht ein.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Etwas an dem Traum haben wir&lt;/em&gt;, sagte ich zu ihm, &lt;em&gt;noch nicht gelöst: das Rätsel des Wassers&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich lenkte Werners Aufmerksamkeit noch einmal auf den Anfang des Traumes. Er denkt, als er den Wasserfall sieht, das Wort "eisig". &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Alles, was Werner dazu einfällt, sind seine Ex-Freundinnen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er, Werner, hat ihnen Gefühlskälte vorgeworfen, während sie ihm umgekehrt dasselbe an den Kopf geschmissen haben.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Also&lt;/em&gt;, sagte ich - etwas übereilt, wie ich zugeben muss -, &lt;em&gt;symbolisiert der Wasserfall eine Frau. Welche Frau ist es denn auf keinen Fall?&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Meine Mutter&lt;/em&gt;, sagte Werner wie aus der Pistole geschossen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner hatte das Gespräch mit einem leicht trotzigen Tonfall begonnen. An dieser Stelle überhastete er sich.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Meine Frage nach der Frau ist übrigens ein "Trick" gewesen. Wie Sigmund Freud in seinem Aufsatz "Die Verneinung" ausführt, kennt unser Unbewusstes kein Nein. Indem ich Werner eine Frage mit Verneinung gestellt habe, hat sein Unbewusstes ein "Ja" daraus machen können, ohne dass ihm das bewusst war.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Werners Eltern&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werners Eltern waren beide schon tot. Er hatte noch eine ältere Schwester, zu der er keinen Kontakt hatte.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Mutter beschrieb Werner als streng und gerecht, aber auch als liebevoll. Der Vater sei nie dagewesen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Schwester sei, so erzählte Werner, nach einem furchtbaren Streit mit der Mutter ausgezogen und habe einige Jahre mit einem Taugenichts die Welt bereist. Allerdings kannte Werner diesen Mann nicht. Da die Schwester mittlerweile verheiratet war und zwei halberwachsene Kinder hatte, sagte ich, seine Schwester habe es ja irgendwie geschafft.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Ja, aber das wär nichts&lt;/em&gt;, warf Werner hier ein. Seine Schwester sei ja eigentlich eine Schlampe, völlig gefühlskalt, die sei nicht mal zur Beerdigung der Eltern gekommen, und die hielte sich ja für sowas von emanzipiert und wahrscheinlich würde sie ihren Mann unterdrücken, ... und so ging es in einem fort.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner wurde richtig böse. Für mich war sehr klar: er gönnte seiner Schwester nicht, dass sie sich von den Eltern gelöst hatte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier drehte sich nun unser Gespräch zunächst darum, wie er Frauen bewertet. Für mich ging es hier vor allem darum, welche Beziehung hier Werner immer wieder mit seinen Freundinnen inszenierte. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ganz grob gesagt passierte folgendes: er verliebte sich in eine "Ersatz-Schwester", behandelte aber die Frau dann so, als ob sie wie seine Mutter werden könnten. Denn tatsächlich ist die Mutter ziemlich bösartig gewesen. Das hatte Werner später, nachdem er längere Zeit Therapie gemacht hat, herausgefunden. Er hatte es bis dahin schlichtweg "vergessen".&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;In unserem Gespräch wies ich Werner lediglich darauf hin, dass mir das sehr nach Neid klinge, was er über seine Schwester sagte. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Seine Schwester hatte sich von der Mutter gelöst. Er dagegen hatte sich an sie gefesselt, und sich ihr immer brav und folgsam gezeigt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Später - und auch im Rahmen der Therapie - entdeckte Werner außerdem, dass er auf seinen Vater einen entsetzlichen Hass empfand. Der Vater hatte neben seiner Ehe zahlreiche Affairen gehabt. Um seinen Sohn hatte er sich nicht gekümmert. Der Vater hatte sich auf seine Weise "befreit" - später starb er, nachdem er Jahre mit depressiver Verstimmung im Bett verbracht hatte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wir schlossen an diesem Tag unser Gespräch damit, dass das Wasser im Traum etwas sehr zweideutiges war. Es löschte die verwandelnden Flammen, aber rettete nicht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich empfahl Werner - zunächst sehr zu seinem Entsetzen -, den Traum noch mehrmals ganz bewusst zu träumen. Dazu sollte er ein Traumtagebuch führen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Der neue Traum&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Fast zwei Wochen später erzählte mir Werner bei unserer nächsten Begegnung folgendes:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zunächst habe er den Traum, wie er ihn zuerst geträumt hatte, noch mehrmals geträumt, allerdings ohne diese Angst. &lt;em&gt;Ich habe&lt;/em&gt;, so sagte er, &lt;em&gt;meiner Fackel einfach Asbesthandschuhe verpasst&lt;/em&gt;. (Hier mussten wir beide lachen.)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dann aber dachte er sich, dass diese Asbesthandschuhe der menschlichen Fackel ihren Sinn nehmen würden. Also träumte er den nächsten Traum wieder wie zuerst.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Diesmal aber verbrannte ihn die Fackel nicht, sondern er verschmolz mit ihr.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Danach wachte er mehrmals frierend (!) auf.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner erlebte sehr unruhige Tage. Er war unkonzentriert und fing schließlich eine Therapie an.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zu Beginn der Therapie wollte er täglich die Karten gelegt haben, manchmal sogar zweimal. Er arbeitete stark an sich selbst, und wollte "endlich Erfolge sehen". Statt auf sich selbst zu horchen, sollte ich ihm dafür herhalten. Ich verweigerte ihm das.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zunächst hörte er noch auf meine Mahnung, das Kartenlegen nicht überzustrapazieren. Auch nickte er erstmal ab, als ich ihm sagte, er nehme die Karten zu wichtig. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Trotzdem rief er weiter hartnäckig an und fragte nach seiner Zukunft. Und ich blockte das ebenso hartnäckig ab. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen aufhören, an sich selbst zu arbeiten, wenn man ihnen Erfolge voraussagt. Dass Erfolge von den Karten oft an Bedingungen geknüpft werden, wollen sie nicht mehr hören. - Bei Werner hatte ich nicht nur das Gefühl, dass eine erste Verbesserung ihn hätte alles hinschmeißen lassen; bei ihm wusste ich das. Also verweigerte ich jede Auskunft. - Zwar rief er dann auch bei anderen Kartenlegern an, verstrickte diese aber in skeptische und fruchtlose Gespräche. Ich sei, schmeichelte er mir, der Einzige, der ihm wirklich die Karten legen könne.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schließlich riss Werner auch bei mir der Geduldsfaden. Er brüllte mich an: &lt;em&gt;Du brennst mich garnicht&lt;/em&gt;. - Er wollte wohl &lt;em&gt;Du kennst mich garnicht!&lt;/em&gt; sagen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Versprecher zeigte hier, dass ich in die Rolle eines Hilfstherapeuten gekommen war: als ich bei diesem Spiel nicht mitspielte, wies er mir eine ebenso zwiespältige Rolle wie der menschlichen Fackel zu: "Mörder" und Retter in einem. Und dann "löschte" er mich zunächst.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Erst fast ein Jahr später meldete sich Werner erneut.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Es ging ihm wesentlich besser. Er hatte nach einiger Zeit seine Therapie durch "freies Figurenmalen" ergänzt - einer kreativen Technik, die ich ihm damals empfohlen hatte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Diesmal wollte er wissen, ob er bei einer Frau Chancen hatte. Er hatte sich nämlich Hals über Kopf verliebt. Das Kartenlegen zeigte, dass er sie erobern könne und das tat er dann auch. Sehr viel offener und freundlicher übrigens als früher.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Abschluss&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die meisten Träume sind nicht so dramatisch ins Leben eingebaut wie der von Werner. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Werner stand an einem Scheideweg zwischen Weitermachen und Sich-ändern. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich war ziemlich froh, dass er sich in dieser Situation einen Therapeuten gesucht hatte. Jeder Leser, der sich ein wenig mit Psychologie und Psychoanalyse auskennt, weiß, wie grenzwertig hier unsere Arbeit war.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich hoffe aber, dass ich hier Folgendes deutlich machen konnte:&lt;/div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das Traumdeutungslexikon hat hier zwar &lt;strong&gt;Feuer&lt;/strong&gt; als seelische Energie gedeutet, aber ebenso sollte das Wasser hier seelische Energie bedeuten. An dieser Stelle hat das Lexikon nicht mit der Gewitztheit von Werner gerechnet. &lt;strong&gt;Wasser&lt;/strong&gt; war hier vollkommen negativ besetzt als eine Maske der bösartigen Mutter.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das Feuer dagegen war hier nicht nur reinigende Energie, sondern - genauer - &lt;strong&gt;kreative Energie&lt;/strong&gt;. &lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Im Traumdeutungslexikon steht auch zum Beispiel, dass ein brennendes Haus eine Krankheit ankündigt. Es ist zwar richtig, dass Häuser für den Träumer stehen können - das Haus ist hier also eine Verkleidung für das Traum-Ich - aber nicht immer stimmt diese Deutung und nicht immer muss ein brennendes Haus auf eine Krankheit hindeuten. Ehrlich gesagt: meist ist diese Deutung sogar gefährlicher Unsinn. - &lt;strong&gt;In unserem Fall nämlich weist das Verbrennen auf eine Wandlung hin&lt;/strong&gt; - einen Phönix aus der Asche. Und oft ist das brennende Haus Symbol für eine Transformation und keineswegs für eine Krankheit.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Träume sind große Meister darin, ihre eigentliche Aussage zu maskieren&lt;/strong&gt;. Ich habe selten Träume erlebt, die wirklich einem Traumdeutungslexikon gehorchen. Selbst die Traumdeutung von Werner und mir hat nur bestimmte Teile des Traumes angeschnitten, und vieles, was wir besprochen hatten, habe ich hier auch weggelassen. So war der seltsame Regenbogen ein Zeichen für die kalte Eleganz der Mutter. Das Muster auf diesem Regenbogen war schlichtweg das Muster einer Brosche, die die Mutter gerne beim Ausgehen trug. &lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Gerade &lt;strong&gt;Helferrollen&lt;/strong&gt; wie hier unser brennender Mensch und der Mensch, der am Netz hängt, sind behutsam zu deuten. In einem Traum zum Beispiel träumte ein junger Mann, dass er innerlich von einem fremdartigen Wesen aufgefressen wurde. Als dieses schließlich aus seinem Bauch herausplatzte, erklang eine Stimme: "Du bist das Tor!" - Auch dies ist ein Wandlungstraum gewesen. Der junge Mann sollte seine andressierte Nettigkeit ablegen. Gleichzeitig aber symbolisierte das Monster auch die Angst, als Monster angesehen werden zu können. Und natürlich war das Monster auch ein Wunsch: unabhängig zu sein, übermächtige Kraft zu haben. - Helferrollen sind also durchaus nicht immer in angenehmen Wesen wie Engel zu suchen. Und manchmal sind sogar Engel nur Maskeraden für boshafte und zerstörerische Energien.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Jeder Traum weist auf einen Lebenskontext hin&lt;/strong&gt;. Ohne den größeren Zusammenhang kann man einen Traum nicht interpretieren. Gerade bei Werner waren viele Traumszenen durch seine Comic-Lektüre geprägt. Der Traum hätte ganz anders aussehen können und trotzdem das Gleiche aussagen können.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ganz zum Schluss möchte ich Werner dafür danken, dass er mir erlaubt hat, hier über ihn zu schreiben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Liebe Grüße,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-1094707874178357844?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/1094707874178357844/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=1094707874178357844&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1094707874178357844'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1094707874178357844'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/kartenlegen-traumdeutung-dnne-bden-und.html' title='Kartenlegen / Traumdeutung: Dünne Böden und feurige Seelen'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-5620716622538390980</id><published>2007-03-13T01:05:00.000+01:00</published><updated>2007-03-13T02:08:33.345+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><title type='text'>Freies Schreiben - Wir basteln uns unseren Monstersaal</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Wie versprochen erkläre ich hier nochmal, was Freies Schreiben ist.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Freies Schreiben&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Am sinnvollsten ist es wohl, zunächst das "Kochrezept" vorzustellen.&lt;/div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nimm dir ein oder mehrere Blätter Papier.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Beginne mit dem ersten Gedanken und schreibe so lange alles auf, was dir in den Kopf kommt, bis eine festgesetzte Zeit vorbei ist - zehn Minuten zum Beispiel -, oder du eine bestimmte Anzahl an Blättern vollgeschrieben hast.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div align="justify"&gt;Julia Cameron empfiehlt hier die &lt;strong&gt;Morgenseiten&lt;/strong&gt; - drei Seiten am Stück und etwa eine halbe Stunde Zeit -, wobei ich ganz klar sagen muss: ich habe für meine erste Morgenseite etwa vierzehn Stunden gebraucht. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Deshalb ist meine Empfehlung: &lt;em&gt;schreibt etwa eine Viertelstunde oder zehn Minuten ohne Unterbrechung&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Es gibt hier noch eine Zusatzregel:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wenn dir gerade mal nichts einfällt, dann &lt;em&gt;wiederhole einfach den letzten Gedanken&lt;/em&gt; oder das letzte Wort.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ganz wichtig beim freien Schreiben ist auch, dass du auch den allergrößten Mist aufschreibst. Es liest ja eh niemand, also kannst du dir das gut erlauben.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Kreatives Schreiben&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schreiben ist der Versuch, mit dem Leben zurecht zu kommen. Es gibt so viele Lösungen, wie es Menschen gibt.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mit Schreiben ist hier natürlich das kreative Schreiben gemeint, nicht das finanziell erfolgreiche Schreiben.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Finanziell erfolgreiches Schreiben wird zwar gerne als "das" Schreiben gesehen, ist aber leider häufig nur durch den Erfolg eines Buches bestimmt, nicht durch die Bewertung des kreativen Prozesses.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Kreativität ist natürlich ein Prozess&lt;/em&gt;! Was auch sonst?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kreativität hört nie auf. Sie wandelt sich ständig; und sie wandelt ständig die vorhandene Welt in eine neue Welt um. Insofern ist ein fertig geschriebenes Buch nicht mehr kreativ. Es zu schreiben ist kreativ, es zu lesen ist ebenfalls kreativ. Aber Schreiben und Lesen sind offene Prozesse. Ein Buch ist nur ein Ding.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Vielleicht kommt Ihnen all das sehr merkwürdig vor. Schon der Gedanke, dass ein Buch nicht kreativ ist, dürfte seltsam sein. Ich argumentiere hier aber scharf: &lt;em&gt;Kreativität ist etwas, das einen Menschen ausmacht&lt;/em&gt;. Nur Menschen können kreativ sein, nichts sonst. Bücher sind keine Menschen und Menschen keine Bücher, also sind Bücher nicht kreativ. Allerdings entstehen Bücher immer aus kreativen Prozessen und auch alle anderen Texte entstehen aus kreativen Prozessen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wir haben hier das große Problem, wie man über Kreativität spricht. Wer einmal länger über dieses Thema nachgedacht hat, wird merken, &lt;em&gt;dass uns eine Sprache für offene Prozesse fehlt&lt;/em&gt;. Alles soll heute in Ziele und Ergebnisse gepackt werden. Aber wenn es um den Weg dorthin geht, verstummen viele Menschen und sagen solche seltsamen Sätze wie "Handle einfach aus dem Bauch!" oder "Das wird schon!" &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Offenheit der Kreativität bleibt fast immer ohne Worte. Sie bleibt sozial folgenlos und die meisten Menschen lernen nicht, diese Offenheit für sich selbst auszudrücken. Die Menschen verstummen, noch bevor sie gelernt haben, richtig über ihre Kreativität zu sprechen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schlimmer noch: eine offene Sprache zu entwickeln - eine, die nicht zielorientiert ist - wird oft belächelt ...&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wie wichtig aber dieser offene Umgang miteinander ist, kann man daran ermessen, dass &lt;em&gt;jede Demokratie eine offene Gesellschaft sein muss, und das heißt nichts anderes, als dass eine demokratische Gesellschaft eine kreative Gesellschaft ist&lt;/em&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Unsere kleine Kreativität im freien Schreiben ist vielleicht noch ein sehr privates Vergnügen, aber auch ein Übungsfeld für die alltägliche Politik, für den alltäglichen, demokratischen Umgang miteinander.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Themengebundenes freies Schreiben (brain storming)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Vom freien Schreiben zum gestaltenden Schreiben kommt man durch Ideensammlungen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hierfür ist nur eine kleine Änderung notwendig:&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Statt wie bisher einfach irgendwo zu beginnen, beginnt man mit einem Thema. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schreib dir also das Thema oben auf das Blatt, zum Beispiel "Wut" oder "Der Kriminalroman" - und dann schreibst du alles auf, was dir einfällt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Auch hier ist es wichtig, dass du erstmal nicht darüber nachdenkst, ob das, was du schreibst, zum Thema passt.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Später kannst du mit dem brain storming so umgehen:&lt;/div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Leg dir eine Liste mit den zehn (fünfzehn, zwanzig - wie es dir passt) &lt;em&gt;wichtigstes Einfällen zum Thema&lt;/em&gt; an.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Leg dir eine Liste mit den zehn (fünfzehn, zwanzig ...) &lt;em&gt;unwichtigsten Einfällen zum Thema&lt;/em&gt; an.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Leg dir eine Liste mit den zehn (fünfzehn, zwanzig ...) &lt;em&gt;seltsamsten Einfällen zum Thema&lt;/em&gt; an.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div align="justify"&gt;Punkt zwei und drei sind übrigens sehr wichtig dabei.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Meist sind die unwichtigen Einfälle entweder nur scheinbar unwichtig. Dann weisen sie auf unerkannte Beziehungen hin. Oder die unwichtigen Einfälle zeigen an, wo sich ein Thema in ein anderes Thema verwandelt: die unwichtigen Einfälle sind dann Assoziationen. Beides ist für die Kreativität enorm wichtig.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Seltsame Einfälle dagegen zeigen entweder auch unerkannte Inhalte im Thema an, oder sie erzeugen Kontraste zum Thema, mit denen man humorvoll oder absurd oder verfremdend arbeiten kann.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Der Monstersaal - Wie man mit Blockaden umgehen kann.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Bei vielen Menschen stellen sich sofort Blockaden ein, wenn sie mit dem Schreiben anfangen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Beim ersten freien Schreiben sprudeln nur so die Selbstzweifel empor. "Du kannst das nicht!", "Du bist zu dumm!", "Du hast sowieso keine Ideen!", "Du machst dich lächerlich!" und dergleichen mehr.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Julia Cameron schlägt folgende Übung vor:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schreibe folgenden Satz oben auf ein Blatt: &lt;strong&gt;"Ich - &lt;/strong&gt;[hier steht dein Name]&lt;strong&gt; - bin ein hervorragender Schriftsteller / eine hervorragende Schriftstellerin."&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Cameron schreibt dazu: "Einwände werden hochspringen wie verbrannte Toasts."&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und genau um diese Einwände geht es. &lt;em&gt;Fülle das Blatt mit allen Einwänden&lt;/em&gt;, die dir zu diesem Satz einfallen. Den wichtigsten Einwänden widmest du dann etwas mehr Zeit.&lt;/div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schreibe diesen Einwänden einen eher &lt;em&gt;unhöflichen Brief&lt;/em&gt;! oder&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schreibe zu jedem Einwand eine &lt;em&gt;erfundene oder wirklich erlebte Szene&lt;/em&gt; auf, einer Szene, in der dieser Satz gefallen ist. Notfalls kann die Szene auch in Stichworten da stehen.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Bastel dir also deinen eigenen kleinen Monstersaal&lt;/em&gt; mit all den kleinen griesgrämigen und stichelnden und nervenden und lärmenden Sätzen, die dir bisher das Leben so schwer gemacht haben. Entwickel für diese kleinen Monster so viel Liebe, Spott, Gelassenheit und Humor, wie dir notwendig erscheint. Notfalls kümmerst du dich um ein besonders hartnäckiges Monster mehrmals.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Bei mir hat der Satz "Alles, was du schreibst, ist schon mal geschrieben worden!" zu einer langen Arbeit geführt. Vor allem dieser Satz, dass ich nie, nie, nie etwas Neues schaffen würde, hat mich immer wieder am Arbeiten gehindert. Schließlich aber konnte ich ihn dann doch aus meinem Kopf heraus werfen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;All das sind natürlich keine Patentrezepte. Es sind gute Schritte auf einem guten Weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich jedenfalls freue mich über jeden Menschen, der diesen Weg gehen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Grüße,&lt;br /&gt;Adrian&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-5620716622538390980?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/5620716622538390980/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=5620716622538390980&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/5620716622538390980'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/5620716622538390980'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/freies-schreiben-wir-basteln-uns.html' title='Freies Schreiben - Wir basteln uns unseren Monstersaal'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-4922246523537413580</id><published>2007-03-11T21:37:00.000+01:00</published><updated>2007-03-11T22:38:47.804+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Frauen'/><title type='text'>Adrian beobachtet sich selbst und die Konkurrenz</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich gestehe ja, dass ich ein großer Fan bin. Von wem? Vom &lt;a href="http://www.lilith-blog.de/"&gt;Lilith-Blog&lt;/a&gt;!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Lilith? Ist das nicht die mit ... &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ja, genau: das Berater-Portal mit Kartenlegern, Hellsichtigen, Voodoopriestern und dergleichen mehr, also alles, was ihr auch bei mir bekommt, nur besser, schöner, schneller.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zurück zum Lilith-Blog: es ist ganz ernst gemeint - Lilith ist eine großartige Feuilletonistin, scharfzüngig, geistreich, humorvoll und insofern werbe ich hier gerne für ihren Blog, weil er eine wirkliche Bereicherung ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zugleich leiste ich hier Abbitte, dass ich mich bei ihr ein wenig bedient habe.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich habe mich nämlich gesucht - und möglicherweise auch gefunden - und zwar bei google, als ich dort möglicherweise in einer dunklen Stunde um ein Voodooritual gebeten habe, dass mir homosexuelle Erfahrungen ermöglicht hätte. Möglich ist ja alles:&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfRvvbQ2IdI/AAAAAAAAAAU/NhW4oTW5qCc/s1600-h/Adrian+wird+gew%C3%BCnscht+-+klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5040776743497376210" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 423px; CURSOR: hand; HEIGHT: 80px; TEXT-ALIGN: center" height="80" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfRvvbQ2IdI/AAAAAAAAAAU/NhW4oTW5qCc/s320/Adrian+wird+gew%C3%BCnscht+-+klein.jpg" width="380" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Man beachte dabei auch bitte das genussvolle dreifache M, wie bei "mmm - Mutter, hast du wieder lecker gekocht".&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Auf recht verschiedene Weise werden hier wohl Probleme mit Männer abgehandelt: zuerst die friedliche Trennung von einem Mann, dann der Wunsch, überhaupt irgendetwas an Reaktion (von einem Mann) zu bekommen:&lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5040778895275991522" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 392px; CURSOR: hand; HEIGHT: 41px; TEXT-ALIGN: center" height="76" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfRxsrQ2IeI/AAAAAAAAAAc/ogEV2pc8n0M/s320/Mathias+wird+gew%C3%BCnscht+-+klein.jpg" width="396" border="0" /&gt; &lt;div align="justify"&gt;[Zur besseren Lesbarkeit: Für M. wird gewünscht: ich wünsche dir eine liebe nette Frau mit der du sehr glücklich wirst. Bitte lass uns - schon sehr bald - im Guten auseinander gehn.]&lt;br&gt;Wohlgemerkt: hier wird der Mann nicht einfach verlassen, vor dem sich die Frau anscheinend fürchtet, sondern ihm wird ein Ersatz gewünscht, der lieb und nett ist, und mit dem er sehr glücklich wird - alles nur, damit sie selbst möglichst bald gehen kann.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5040779045599846898" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfRx1bQ2IfI/AAAAAAAAAAk/mBAuSFXHGME/s320/mich+wird+gew%C3%BCnscht+-+klein.jpg" border="0" /&gt;Zehntausende Frauen fühlen mit dir.&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Womit wir schon wieder bei unserem Frauenthema wären.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Neulich habe ich dazu übrigens gelesen - am 8. März natürlich und von einem Mann -: "Liebe Frauen! Ich wünsche euch für heute alles Gute und dass ihr mal so richtig an euch denkt und euch die Freiheit nehmt, einfach Frauen zu sein."&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Noch Fragen?&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich nicht,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Euer Adrian&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-4922246523537413580?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/4922246523537413580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=4922246523537413580&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/4922246523537413580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/4922246523537413580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/adrian-beobachtet-sich-selbst-und-die.html' title='Adrian beobachtet sich selbst und die Konkurrenz'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfRvvbQ2IdI/AAAAAAAAAAU/NhW4oTW5qCc/s72-c/Adrian+wird+gew%C3%BCnscht+-+klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-8210391122796442650</id><published>2007-03-11T20:37:00.000+01:00</published><updated>2007-03-11T21:37:32.816+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schamanismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erlebtes'/><title type='text'>Mit alltäglichen Handlungen die Schlachten schlagen</title><content type='html'>&lt;p align="justify"&gt;Josi hat in ein, zwei Sätzen eine Erkenntnis auf den Punkt gebracht, die ich selbst nie so klar hätte formulieren können.&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Josi schreibt also:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Mit Eintritt in die Probleme [einer psychischen Erkrankung - Adrian] befindet man sich im Kriegszustand, nur das die Schlachten so gut wie nie mit Waffen bei mir geschlagen wurden, sondern mit alltäglichen Handlungen. Ich hatte die Wahl zu lernen und ein Spirituelles Leben zu führen oder sehr viele Medikamente zu nehmen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hallo Josi!&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;So ein Wirrkopf, wie du behauptest, bist du garnicht - im Gegenteil: das ist ein wunderschöner (erster) Satz. Tatsächlich ist das ein Satz, der einem den Tag retten kann.&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Wahl, die du getroffen hast, ist vielleicht die arbeitsreichere gewesen, aber sicherlich die bessere. Lieber ein verrückter Schamane als eine Medikamentenleiche. Und: ich war selber zehn Jahre in der Psychiatrie, allerdings jobmäßig, und hatte immer das Gefühl, dass einige der Menschen dort nicht an Wahnsinn, sondern an einer völlig anderen Klarsicht leiden. Vielleicht ist das bei dir tatsächlich so, dass der - von der offiziellen Medizin verpönten - spirituelle Weg dein gesunder Weg ist.&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Liebe Grüße,&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Adrian&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-8210391122796442650?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/8210391122796442650/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=8210391122796442650&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8210391122796442650'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8210391122796442650'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/mit-alltglichen-handlungen-die.html' title='Mit alltäglichen Handlungen die Schlachten schlagen'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-8983923361925895704</id><published>2007-03-11T13:36:00.000+01:00</published><updated>2007-03-11T20:36:55.745+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Frauen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Miteinander reden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><title type='text'>Sich entschuldigen &amp; Verwirrt sein (wer jetzt verwirrt ist, bei dem entschuldige ich mich)</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ein ganz kurzes Wort vorneweg: Natürlich verwende ich für alle Menschen, über die ich in diesem Blog schreibe, geänderte Namen. Zwar nutze ich hier für einzelne Darstellungen Aufzeichnungen, die viele Jahre alt sind, aber auch mal ganz aktuelle. Gerade da finde ich es wichtig, dass die Menschen die Chance haben, anonym zu bleiben.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Lupa also schrieb (vorgestern):&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sorry, ich bin's nochmal. &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Liebe Lupa!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nie - nie, nie, nie - für eine Anfrage oder etwas ähnliches bitte entschuldigen. Für eine Unhöflichkeit, ja, aber das ist ja bei dir keineswegs der Fall. Nachdem ich zwanzig Jahre Karten lege, und das meist für Frauen, mittlerweile aber auch für viele Männer, ist mir vor allem eines klar geworden: Frauen entschuldigen sich viel zu oft für das, was sie sind. Und ein Satz - wie deiner - ist wahrscheinlich noch das geringste Problem. Manche Frauen sind von ihrer Charakterstruktur ein einziges Sich-Entschuldigen-Wollen(=Müssen). Das ist erschreckend.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Also: Frau-sein, liebe Lupa, heißt keinesfalls sich klein machen müssen, nicht bei irgendeinem Mann und nicht bei mir.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Lupa hatte ich den Tipp gegeben, in ihrer derzeit sehr schwierigen Situation mit dem Freien Schreiben anzufangen. Sie schreibt zurück:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich bin Deinem Rat gefolgt, hab frei geschrieben...10 Minuten reichten nicht aus ... es kam viel Bekanntes aber auch Neues.&lt;br /&gt;Jetzt steh' ich ein wenig neben mir, weiß nicht so recht, wohin damit.&lt;br /&gt;Naja, jedenfalls scheint es was zu bewegen&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Liebe Lupa!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Was deine Verwirrung mit dem freien Schreiben angeht: die meisten Menschen reagieren so darauf. Das legt sich nach einigen Tagen. Einfach weiterschreiben, einfach weiter alles kommen lassen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier wirst du wahrscheinlich mit dem ganzen Theater deiner inneren Stimmen konfrontiert und deshalb auch mit dem ganzen Chaos, wenn alle auf einmal auf die Bühne drängen und ins Publikum plärren wollen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich weiß, dass das von außen so ein richtiger Sch***-Tipp sein kann, aber: Nimm's gelassen! Das geht vorbei und ordnet sich von selbst - die innere Verwirrung, nicht dein Leben (dafür ist etwas anderes nötig). (Das väterliche Tätscheln auf den Kopf verkneife ich mir jetzt aber mal!!!)&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Liebe Grüße, &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-8983923361925895704?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/8983923361925895704/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=8983923361925895704&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8983923361925895704'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8983923361925895704'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/ein-ganz-kurzes-wort-vorneweg-natrlich.html' title='Sich entschuldigen &amp; Verwirrt sein (wer jetzt verwirrt ist, bei dem entschuldige ich mich)'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-6301365964501668913</id><published>2007-03-08T22:21:00.000+01:00</published><updated>2007-03-08T23:08:55.741+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartenlegen'/><title type='text'>Tarot: Das keltische Kreuz</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Seit einigen Jahren arbeite ich an einer "besseren" Verbindung zwischen Karten und Kartenbildern, Kreativität und Coaching, Hellsehen und Politik. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mein Legesystem ist meist das &lt;strong&gt;keltische Kreuz&lt;/strong&gt;. Ich möchte es hier für alle noch einmal in seiner Ursprungsform vorstellen. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Vorneweg: dieses Legesystem ist nicht für Anfänger geeignet. Kartenlegen beginnt man am besten unter einem kreativen Aspekt und da mit einer Karte. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Das keltische Kreuz&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfCFEY20VSI/AAAAAAAAAAM/5fyUjc3vEi8/s1600-h/das+keltische+Kreuz.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5039674293465928994" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfCFEY20VSI/AAAAAAAAAAM/5fyUjc3vEi8/s400/das+keltische+Kreuz.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Die Bedeutungen im Überblick&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Darum geht es&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das kommt hinzu&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das wird erkannt&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das wird gespürt&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das hat dahin geführt&lt;/li&gt;&lt;li&gt;So geht es weiter&lt;/li&gt;&lt;li&gt;So sieht es der Frager &lt;/li&gt;&lt;li&gt;So sehen es die anderen, oder dort findet es statt&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das erwartet oder befürchtet der Frager&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dorthin führt es&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Und im Einzelnen&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Ausgangssituation&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der hinzutretende Impuls, der förderlich oder auch hinderlich sein kann.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die bewusste Ebene. Das, was dem Fragenden im Umgang mit dem Thema klar ist, was er erkennt, was gesehen wird, was eventuell auch bewusst angesterbt wird.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Bereich des Unbewussten. Das, was vom Charakter her Einfluss auf die Fragestellung hat.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die zeitlich zurückführende Karte. Sie zeigt die jüngste Vergangenheit und gibt damit häufig Hinweise auf Ursachen der jetzigen Situation.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die erste in die Zukunft weisende Karte gibt uns einen Ausblick auf die nahe Zukunft, auf das, was als nächstes kommt.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Diese Karte zeigt den Fragenden, seine Einstellungen zum Thema (1+2) oder wie es ihm dabei geht.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das Umfeld. Hier kann sowohl der Ort des Ereignisses als auch der Einfluss anderer Personen auf das Thema dargestellt sein.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier spiegeln sich Erwartungen und Befürchtungen des Fragenden wider.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Diese Karte zeigt den langfristigen Ausblick, oft auch den Höhepunkt, zu dem das befragte Thema führt.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich werde demnächst Berichte über Kartendeutungen vorstellen, welchen familiären oder beruflichen Hintergrund diese hatten und was ich dem Ratsuchenden empfohlen habe.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Adrian&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-6301365964501668913?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/6301365964501668913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=6301365964501668913&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/6301365964501668913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/6301365964501668913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/tarot-das-keltische-kreuz.html' title='Tarot: Das keltische Kreuz'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_XIasQvNl5CY/RfCFEY20VSI/AAAAAAAAAAM/5fyUjc3vEi8/s72-c/das+keltische+Kreuz.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7275774428008851985</id><published>2007-03-08T20:11:00.000+01:00</published><updated>2007-03-08T22:20:59.937+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumdeutung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><title type='text'>Traumdeutung und Deutungsbücher</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich möchte hier mal eine kleine Warnung ins Netz stellen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Heute erzählte mir eine Frau einen Traum, in dem ein Adler vorkam. Sie schaute also in eines der &lt;a href="http://deutung.com/"&gt;online-Traumsymbolbücher&lt;/a&gt; und fand dort - zum Traumsymbol Adler - folgenden Text:&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Weittragende Gedanken, ein Symbol der eigenen Bewusstheit.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Einen Adler zu sehen weist auf eine Krankheit, die aber glücklich verläuft.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Guter Geschäftsgang, Aufschwung ist zu erwarten, wenn Sie einen Adler aufsteigen sehen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sehen Sie einen fliegen, sollten Sie sich vor plötzlichem Unglück hüten, sowie über Pläne und Hoffnungen nicht das Nächstliegende zu versäumen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Stürzt sich ein Adler auf Beute, werden Sie Feinde empfindlich treffen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Bringt ein Adler reiche Beute, steht unerwarteter Vermögenszuwachs oder eine reiche Heirat bevor.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ein weißer Adler bedeutet eine große Erbschaft.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Es tut mir Leid, aber als ich das gelesen habe, musste ich erstmal herzhaft lachen. So ein Unsinn!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Träume kann man nicht nach festen Symbolen deuten. Wirklich nicht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Deutungsbücher geben zwar Hinweise, mehr aber auch nicht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Woran liegt das?&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zum einen liegt das an den &lt;em&gt;Symbolen&lt;/em&gt;. Symbole sind - so wie sie im Traum vorkommen - Bedeutungsknäuel. In ihnen sind viele Bedeutungen verflochten, weshalb Freud auch von &lt;em&gt;Verdichtung&lt;/em&gt; spricht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Traumdeutung entwirrt diese Knäuel. Zumindest entwirrt sie die Knäuel teilweise. Freud hat mal geschrieben, dass man nie alles an einem Traum deuten kann. Es gebe - so Freud - immer einen undeutbaren Rest.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Zum anderen aber ordnen Träume auch unser Denken&lt;/em&gt;. Zwar sind es nicht nur Träume, die unser Denken ordnen. Aber ohne Träume würde in unserem Kopf eine hübsche Verwirrung herrschen. (Natürlich ist das Ordnen unseres Denkens nicht die einzige Aufgabe unserer Träume.)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ordnen? Was ist damit gemeint? Hier soll es einfach bedeuten, dass vorher Unordnung herrscht, hinterher (mehr) Ordnung.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Es gibt verschiedene Ordnungen. Welche wollen die Träume? Genau das "wissen" Träume nicht. Salopp gesagt: sie probieren einfach ihr Glück und ordnen wild drauf los. Träume stellen irgendwelche Ordnungen her. Das heißt aber auch, dass Träume "offen" sind. Sie sind kreativ. Wenn aber Träume kreativ sind, dann sind auch Traumsymbole kreativ. Egal also, was ein Traum besagt: nie darf man vergessen, damit kreativ zu arbeiten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Sind Träume subjektiv?&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Oft hört und liest man, Träume seien subjektiv.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Andererseits: viele Deutungsbücher deuten an, dass Traumsymbole objektiv seien. Man denke nur an "weißer Adler = Erbschaft". Das ist ja keine Deutung, sondern eine mathematische Formel.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Wahrheit liegt - wie so oft - dazwischen. Traumsymbole sind subjektiv und objektiv zugleich. Das liegt daran, dass Bedeutungen subjektiv und objektiv zugleich sind.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jede Bedeutung entsteht durch ein &lt;em&gt;Muster&lt;/em&gt; und eine &lt;em&gt;Kraft&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Muster&lt;/em&gt; sind häufig gewöhnliche Wahrnehmungen: Hunde, Autos, oder eben Adler. Jeder kann sie sehen. Jeder kann sie in seinem Traum träumen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Kraft&lt;/em&gt; dagegen ist das, was dieses Muster auswählt und in den Traum hineinsetzt. Die Kraft sagt sich: Hier passt der Adler ganz gut in den Traum! - und schon träumen wir von einem Adler.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Weil also Bedeutungen zwei Seiten haben, weil sie immer gleichzeitig Muster und Kraft sind, ist ein Traumsymbol sowohl subjektiv als auch objektiv. Und da ein Traumsymbol meist aus mehreren Bedeutungen besteht, hat man auch an jedem Traumsymbol viel zu deuten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das klingt kompliziert? - Das ist es auch. Dafür braucht man eben gute Traumdeuter.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ein guter Traumdeuter arbeitet deshalb nicht nur kreativ, sondern auch wissenschaftlich. Eine gute Traumdeutung ist immer gleichzeitig eine ernste und fröhliche Sache.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Euer&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7275774428008851985?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7275774428008851985/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7275774428008851985&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7275774428008851985'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7275774428008851985'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/traumdeutung-und-deutungsbcher.html' title='Traumdeutung und Deutungsbücher'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-2962457749637201799</id><published>2007-03-08T00:50:00.000+01:00</published><updated>2007-03-08T17:19:22.596+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><title type='text'>Kerzenmeditation</title><content type='html'>Wenn ich mich aufrege, habe ich ein gutes Mittel, um mich wieder zu beruhigen - die Kerzenmeditation.&lt;br /&gt;Ich rege mich nicht oft auf. Eigentlich bin ich ein sehr ausgeglichener Mensch. Außer wenn ich darüber schreibe, wie Kinder behandelt werden. Da rege ich mich recht oft auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier also die &lt;strong&gt;Kerzenmeditation&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;Ich setze mich in einen dunklen oder halbdunklen Raum. Vor mir steht eine brennende Kerze. Ich atme ruhig ein und aus. Ich konzentriere mich auf die Flamme. Ich sage immer wieder den Satz: "Ich bin ruhig und leer."&lt;br /&gt;Das mache ich etwa fünf Minuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann natürlich auch andere Sätze nehmen:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich folge der Stimme meines Herzens. Ich bin offen und bereit, mich tragen zu lassen. Meine Schöpfungskraft erfüllt mich. Ich bin neugierig und zufrieden. (&lt;em&gt;in unruhigen Lebensphasen&lt;/em&gt;)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich vertraue meinen intuitiven Fähigkeiten. (&lt;em&gt;wenn ich kreativ arbeiten möchte, aber eine Blockade verspüre&lt;/em&gt;)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich bin erfüllt von Kraft und Schönheit. (&lt;em&gt;vor einem Streitgespräch&lt;/em&gt;)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich vertraue meiner Kraft. Ich herrsche, indem ich diene; ich diene, indem ich herrsche. (&lt;em&gt;nach einem Streitgespräch&lt;/em&gt;)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;und so weiter ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Probiert es selbst mal aus. Eine ganz einfache Übung und wirkt fantastisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer&lt;br /&gt;Adrian&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-2962457749637201799?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/2962457749637201799/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=2962457749637201799&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/2962457749637201799'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/2962457749637201799'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/kerzenmeditation.html' title='Kerzenmeditation'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7013067144269085625</id><published>2007-03-07T21:14:00.000+01:00</published><updated>2007-03-08T20:11:39.799+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erziehung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><title type='text'>Intelligenz, ADS und Trotzphasen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Gestern unterhielt ich mich mit einer besorgten Großmutter. Sie wollte wissen, ob ihre Enkelin die dritte Klasse besteht. Bei näherem Nachfragen erzählte die Großmutter, dass ihre Tochter bei ihrer Enkelin einen Intelligenztest machen lasse.&lt;br /&gt;Das Kind sei in der Schule unkonzentriert und habe schlechte Noten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Was ist Intelligenz?&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Intelligenztests sind jedenfalls tückisch&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Deshalb sind sie auch nicht aussagekräftig. Zumindest dann, wenn man die Aussage als einen Satz nimmt, der die Realität abbildet. Zwar kann eine Aussage tatsächlich etwas abbilden. Wenn ich nämlich sage: &lt;em&gt;Draußen scheint die Sonne!&lt;/em&gt; dann ist das eine einfache Tatsache. Sobald ich aber etwas über Dinge sage, die man nicht greifen kann, wird alles anders. Denn was sollte uns schon ein Satz sagen wie: &lt;em&gt;Deutschland geht es gut!&lt;/em&gt;, wenn das Gutgehen in Deutschland auf 40% unserer Bevölkerung verteilt ist? Und was soll uns ein Satz sagen wie: &lt;em&gt;Wir müssen die deutsche Kultur retten!&lt;/em&gt;? Denn: was bitte schön ist die deutsche Kultur? Vor ein paar Jahren fragte ein Kabarettist Passanten auf der Straße, welche Dramen Goethe geschrieben hat, und einer antwortete allen Ernstes: &lt;em&gt;Schiller&lt;/em&gt;. Lustig, oder? Immerhin: ist ein Deutscher, der Goethe kaum kennt, deshalb kein Deutscher? Und vertritt er nicht auch "irgendwie" die deutsche Kultur – wenn auch einige Menschen sagen werden: extrem schlecht!?&lt;br /&gt;Hier – wie öfter – liebe ich die französische Sprache: énoncé, die Aussage, heißt auch Ankündigung. Die Aussage stellt nicht nur die Realität vor – sie stellt sie auch her: vorstellen und herstellen. Das bei Soziologen recht bekannte Thomas-Theorem sagt: If you define something as real, it will be real in ist consequences – &lt;em&gt;wenn du etwas als real definierst, wird es in seinen Folgen real sein&lt;/em&gt;. Und insofern sind Intelligenztests natürlich aussagekräftig, weil sie ankündigen, was passiert – dummer Bub bleibt dummer Bub! und ähnliches.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zweierlei Fähigkeiten&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Intelligenztests testen heute fast immer &lt;em&gt;fluid abilities&lt;/em&gt; (flüssige Fähigkeiten) und &lt;em&gt;cristallized abilities&lt;/em&gt; (kristallisierte Fähigkeiten). Mathematische Fähigkeiten, kulturelles Wissen, usw. sind cristallized abilities. Sie helfen zwar, einen Prozess zu strukturieren. Aber dies sind nicht die Fähigkeiten, einen Prozess sorgsam durchzuführen (vor allem, wenn es ein offener, kreativer Prozess ist).&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sprache&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Sprache ist beides. Sprache besteht aus zahlreichen Mustern: Satzmustern, Erzählmustern, Höflichkeitsformen, Wortfeldern („Wir lernen heute das Wortfeld Bauernhof! – Wem fällt etwas zum Bauernhof ein?“), usw. Auf der anderen Seite sind diese Muster nur lose miteinander verkoppelt. Wie sie aneinander gefügt werden, wie aus Sprachmustern ein Roman, eine Rede, ein Streit oder eine Gerichtsverhandlung werden, ist die Sache der fluid ability.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erzählungen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In Erzählungen mischen sich diese beiden Fähigkeiten andauernd. Die cristallized ability ist das fraglos gegebene, auf das wir uns stützen, wenn wir eine Geschichte schreiben. Die Welt ist voller Vasen, Hunde und Windstöße, die einem den Hut vom Kopf reißen können. Dass die Vase einem auf den Kopf fällt, gerade in dem Moment, in dem ein Windstoß den Hut mit sich nimmt, woraufhin ein Hund einen ins Bein beißt, ist dagegen ungewöhnlicher. Das neu Erzählte und ungewöhnlich Kombinierte wird durch die fluid abilities gewährleistet. Problemlösen ist eine fluid ability und Schreiben ist eine Form des Problemlösens.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Oberfläche und Untergrund der Intelligenz&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Man ist sich heute ziemlich sicher, dass die Oberflächenintelligenz eine Mischform ist. Die Psychologen hat das dazu veranlasst, aus den Fähigkeiten, die ein Mensch zeigt, dahinter liegende Fähigkeiten des Denkens zu erschließen.&lt;br /&gt;Aus den &lt;em&gt;traits&lt;/em&gt; (Züge; im Sinne von Spielzug) – den offensichtlichen Fähigkeiten – zieht man &lt;em&gt;latent traits&lt;/em&gt; (verborgene Züge) – dahinter liegende Fähigkeiten.&lt;br /&gt;Dazu gehört z.B. die &lt;em&gt;Mengenerfassung&lt;/em&gt;: wer drei Dinge auf einmal erfassen kann, ist schwachsinnig, wer sieben Dinge auf einmal erfassen kann, ist hochbegabt. Alle anderen Menschen liegen dazwischen. Erfassen heißt hier: aus einem flüchtig aufblitzenden Bild die Zahl der Gegenstände (die Menge) erfassen.&lt;br /&gt;Zahlreiche Intelligenztests arbeiten noch nicht mit den latent traits, obwohl man dies mittlerweile garnicht mehr anders vertreten soll. Der bekannteste Intelligenztest – der HAWIK – leistet dies nicht. Ein anderer Intelligenztest – der K-ABC – bietet das als wesentlich an: aber in der Praxis wird darauf fast nie zurückgegriffen, weil die Praktiker (Sonderpädagogen zum Beispiel) die Notwendigkeit nicht verstehen, oder, wie ich festgestellt habe, schlichtweg zu faul sind, sich in diese Theorien einzuarbeiten (der K-ABC bietet eine leicht verständliche und kurze Einführung in seinem Manual an – der Praktiker sollte dieses eigentlich gut zur Kenntnis genommen haben).&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sprache und Intelligenz&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Natürlich hat man recht, wenn man Intelligenz eng an die Sprache koppelt.&lt;br /&gt;Das liegt allerdings vor allem daran, dass ein Mensch, der sich gut ausdrücken kann, auch seine Intelligenz gut vermitteln kann. Menschen können auch intelligent sein, wenn sie sich nicht gut ausdrücken können.&lt;br /&gt;Sich intelligent auszudrücken ist also ein Zeichen von Intelligenz, sich nicht intelligent auszudrücken heißt noch lange nicht, dass der Betreffende dumm ist: es könnte auch sein, dass er dumm gemacht wird (die sogenannte Pseudo-Dummheit). &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Hochbegabte Kinder landen ja irgendwo. Ein Freund hat seine Kindheit auf der Geistigbehindertenschule verbracht, dann seinen Hauptschulabschluss, sein Realschulabschluss, sein Abitur erkämpft und schließlich Pädagogik studiert, nur um dann festzustellen, dass er so ziemlich alle seine Kollegen zum Kotzen findet. Heute ist er (erfolgloser) freier Autor. Und schreibt natürlich seit vielen Jahren an seiner Biographie.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schluss&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ich werde nicht versuchen, eine bessere Definition von Intelligenz zu geben. Warum auch? Ich finde, dass eine Warnung genügt.&lt;br /&gt;Intelligenzquotienten sind deshalb so beliebt, weil man sie rasch präsentieren kann. Bitte: 137! Noch Einwände? – Natürlich nicht! Wer hat denn schon einen IQ von 137?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Natürlich kenne ich auch solch einen Menschen. Der hat sogar einen IQ von 142. Nur: dieser Mensch ist verbittert – und eigentlich grundlos verbittert. Er verdient anständig Geld, und muss sich um kaum etwas Sorgen machen. Aber wenn er sich mit Menschen unterhält, verlässt er sich darauf, dass er notwendig besser ist. Und schafft es noch nicht einmal, ein einfaches Buch fertig zu lesen. Wir sind uns sofort in die Haare geraten. Ich habe keinen IQ von 142. Zumindest glaube ich das. Aber ich habe immer viel gearbeitet. Und ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn man sein Wissen dazu benutzt, andere schlecht zu machen, sei es in Form von Mobbing, sei es in der Form, dass man jemanden als dumm bezeichnet, der etwas nicht weiß. Erstens hat dieser Mensch aber genau das getan: andere Menschen für dumm erklärt. Zweitens hat er selbst aber so oft alberne Aussagen gemacht, dass man an seiner Intelligenz zweifeln musste.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Nein, nein. Mir ist ein Mensch, mit dem ich mich offen unterhalten kann, lieber, als so ein verstockter Schnösel. Die Besitzerin von "meinem" Zeitschriftenladen zum Beispiel. Sicher: man kann sich nicht mit ihr über die neueste Psychologie unterhalten. Aber das, was um sie herum passiert, beobachtet sie mit wachen Augen. Und kann dies dann in schönen und oft auch guten Worten erzählen. Weil sie ehrlich ist, weil sie sich für nichts Besseres hält als andere Menschen. Dadurch kann sie Sachen sehen, die ich so nicht sehen kann. Und dadurch ist sie mir ein wertvoller Mensch. – So einfach ist das!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Und die Enkelin?&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Aufmerksamkeit&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die Großmutter erzählte, dass das Kind oft nicht aufmerksam sei. Sie lebe in einer Traumwelt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die moderne Hirnforschung weiß, dass das Gehirn immer aufmerksam ist&lt;/em&gt;. Mal ist es für etwas in der Umwelt aufmerksam, mal ist es für sein eigenes Denken aufmerksam. Wenn das Gehirn für sein eigenes Denken aufmerksam ist, nennt man dies gewöhnlich &lt;em&gt;Reflexion&lt;/em&gt;. In Wirklichkeit aber gehören auch Träume dazu. Träume sind nicht nur – wie man dies üblicherweise liest – Ausdrücke von Vergangenheit. &lt;em&gt;Träume helfen mit, das Denken zu ordnen&lt;/em&gt;. Träumen macht intelligent! – Natürlich nicht alleine das Träumen, aber eben auch. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Wenn das Gehirn nun immer aufmerksam ist, muss uns das doch seltsam erscheinen, nicht wahr?&lt;br /&gt;Was ist denn zum Beispiel mit all den Kindern, die ADS haben, das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom? Die sind doch bestimmt nicht aufmerksam, oder?&lt;br /&gt;Doch, doch, sind sie. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Auch solche Kinder haben immer eine für das Gehirn perfekte Aufmerksamkeit. Das Problem liegt hier tatsächlich ganz woanders. Aufmerksamkeitsdefizite sind immer "sozial". Man könnte auch sagen: &lt;em&gt;das Kind hat eine unangepasste Aufmerksamkeit&lt;/em&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Wir – als Erwachsene – müssen hier zweierlei tun:&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; Wir müssen uns auf die Aufmerksamkeit des Kindes einstellen, statt – wie fast immer – das Kind dazu zu zwingen, sich auf unsere Aufmerksamkeit einzulassen. Meist überfordern wir ein Kind damit und machen es noch unruhiger, als es sowieso schon ist.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2.&lt;/strong&gt; Wir müssen dem Kind dabei helfen, dass ihm möglichst viel interessant bleibt. Das heißt, wir müssen dem Kind gegenüber möglichst ehrlich sein, ihm möglichst auch alles erklären – eine schwierige Aufgabe, das gebe ich zu, aber keine unmögliche und eigentlich auch eine selbstverständliche. Der Trost dabei ist: wir können dem Kind sogar erklären, warum wir uns geirrt haben oder warum wir etwas nicht wissen. Und wir können ihm beibringen, sich selbst Gedanken zu machen und sich selbst zu informieren. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Kinder, die in &lt;em&gt;Traumwelten&lt;/em&gt; leben, brauchen einen ähnlichen Blick. Damit die Traumwelt des Kindes realer wird, müssen wir dem Kind zunächst helfen, diese Traumwelt darzustellen. Darüber sprechen ist hier eine Möglichkeit, überfordert Kinder aber oft noch. Malen ist eine andere Möglichkeit. An einem gemalten Bild kann man mit dem Kind dann sehr viel besser über die Traumwelt sprechen. Dabei ist aber zweierlei dringend zu beachten:&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; Nie! darf man das Kind zwingen, über ein Bild zu sprechen oder gar das Bild zu malen. Dadurch verschreckt man das Kind nur. Hier ist eher ein geschicktes Vorgehen gefragt. Etwa so: "Oh! Ist das ein Elefant?" (ich deutete auf ein nettes Krickelkrakel) – "Das ist doch meine Mama!" (sagte das Mädchen) – "Was ist das denn hier?" (ich deutete auf einen Strich, der wie ein "Ausrutscher" aussieht) – "Da macht die Mama Kuchen, die backt." – "Warum backt die Mama denn?" – "Weil ich Geburtstag habe." – "Hast du heute Geburtstag?" – "Nein! Immer."&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2.&lt;/strong&gt; Heben Sie die Bilder auf und schauen Sie sich diese ab und zu mal wieder an. Wiederholen Sie Gespräche über Bilder!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Seien Sie nicht allzu beunruhigt, wenn das Kind seltsame Sachen zum Bild erzählt, oder wenn es mal keine Lust hat zu malen, auch wenn dies ein halbes Jahr dauert. Kinder nehmen sich ihre Zeit und solange sie wissen, dass ihre Bilder zu Aufmerksamkeit (!) durch Mama, Papa, Oma oder Opa führen, solange werden sie immer wieder aufs Malen zurückkommen. Mit der Zeit werden Sie auch sehen, dass Kinder immer durchdachter malen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Das ist vielleicht das dritte, auf das Sie achten müssen: es kommt nicht darauf an, dass das Kind Reales malt. &lt;em&gt;Es kommt darauf an, wie planvoll es seine Bilder malt&lt;/em&gt;. Das Planen kommt fast von alleine, wenn man mit dem Kind immer wieder über seine Bilder spricht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir all dies zusammenfassen, dann können wir sagen: &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Sprechen-dürfen ist ein großes Heilmittel, Sprechen-müssen dagegen ein (fast tödliches) Gift.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Trotzphasen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Was mir die Großmutter – fast nebenbei – erzählt hat, ist, dass ihre Enkelin schon immer ein sehr braves Kind war.&lt;br /&gt;Da musste ich doch mit der Stirn runzeln. Fast kein Kind ist während der Trotzphase (3.-5. Lebensjahr) brav. Im Gegenteil. In diesem Alter treiben Kinder ihre Eltern oft in den Wahnsinn.&lt;br /&gt;Warum machen die Kinder das? Ganz einfach: sie lösen sich von den Eltern ab und werden eigenständige kleine Personen. Dies ist der erste große Test für Kinder, wie sie nach außen hin wirken, wie viel Streit sie eingehen dürfen, ob sie selbstbewusste, starke Persönlichkeiten sein dürfen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur das. Die Forschung weiß auch, dass Kinder verhaltensauffällig werden, wenn sie keine Trotzphase durchleben. Die Trotzphase fehlt bei Kindern, die nur verwöhnt werden (die müssen natürlich nie trotzen, sondern immer nur mit dem kleinen Finger schnippen), und die Trotzphase fehlt bei Kindern, die entmutigt sind. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Manchmal werden auch Kinder beides: durch die Mutter entmutigt und durch den Vater verwöhnt. Aber besser ist dieses Mischmasch auch nicht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Klare Regeln sind hier das eine, was wichtig ist. Klare Regeln für die Kinder? Natürlich. Allerdings sollten Sie dabei immer bedenken, dass klare Regeln für Kinder auch bedeutet: klare Regeln für Eltern. Und das scheint mir meist eher das Problem zu sein. Viele Eltern sind ja nicht bereit, die klaren Regeln dann auch liebevoll durchzusetzen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Die Enkelin hat keine Trotzphase durchlebt. Sie ist – so erzählte die Großmutter – manchmal weinerlich, und häufig sehr anhänglich.&lt;br /&gt;Dem Kind fehlt, sagte ich, die Aggression.&lt;br /&gt;Die Großmutter war entrüstet. Wir sind doch froh, dass sie wenigstens auch noch brav ist. Wenn sie schon nicht gut in der Schule ist.&lt;br /&gt;Aber wahrscheinlich ist das Kind deshalb schlecht in der Schule, weil es brav ist. Zu brav eben. Schon immer zu brav – und immer ein Schaf.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Der Großmutter konnte ich wenig empfehlen. Ihr waren die Zusammenhänge zu fremd. Sie selbst ist kurz vor Beginn des zweiten Weltkriegs geboren worden. Ihre Kindheit war von Armut gezeichnet. Armut ist zwar bitter, aber in diesem Fall auch klar: Armut überlegt sich eben nicht, dass sie dann auch mal Reichtum sein könnte. Die Armut stößt ihre eigenen Regeln nicht um. Armut ist "irgendwie" ein guter Erzieher.&lt;br /&gt;Das ist heute ganz anders. Man darf zwar froh sein, dass man immer weiß, dass man auch morgen etwas zu essen bekommt, aber die Erziehungsregeln müssen für Kinder trotzdem weiterhin klar sein. Hier sind die Eltern sehr viel mehr mit ihrem Wissen und ihrem Willen gefordert.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Abschluss&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;Viele Erziehungssorgen sind Karrieresorgen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Die Kinder müssen von Beginn an in der Schule gut sein, egal, wie ihre individuelle Entwicklung verläuft. Vermutlich hat es schon immer Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit gegeben. Aber seit zwanzig Jahren hat man daraus ein ernsthaftes Problem gemacht. Leider führt dies allzu häufig dazu, dass man zwar darüber nachdenkt, wie man dem Kind helfen könnte, aber nicht, was in der Gesellschaft falsch läuft.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Unsere Karrieregesellschaften, das ganze Reden von verpassten Lebenschancen, die unsolidarischen Lebensformen, der Verregelung unserer Gesellschaft, die fehlenden Freiräume für Kinder, all dies führt zu massivem Stress, auch für Kinder.&lt;br /&gt;Statt darüber zu jammern, sollten wir ihnen lieber Respekt zollen, dass sie - die Kinder - eigentlich immer noch recht einfach sind und nicht noch sehr viel schlimmer.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Die sinnliche Umgebung und das praktische Tun jedenfalls sollte uns allen wieder mehr Wert sein. Ein intelligenter Mensch ist so lange dumm, solange er dumm handelt. Intelligenz muss immer wieder geübt und unter Beweis gestellt werden. Wittgenstein schrieb mal: "Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen ist wie auf einer Schneewanderung auszuruhen, - du nickst ein und stirbst im Schlaf."&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wir - als Eltern - müssen zu einem freieren, ungezwungener Sprechen zurückkommen. Nur so können wir unsere Kinder zu einem freien und offenen Sprechen erziehen. Wie wichtig Sprache insgesamt ist, habe ich oben angedeutet. Peter Sloterdijk hat vor Jahren eine Vorlesung gehalten, die &lt;em&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Welt-kommen-Sprache-Frankfurter-Vorlesungen/dp/3518115057/ref=sr_1_16/302-5988968-2472806?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;amp;amp;qid=1173309698&amp;amp;sr=8-16"&gt;Zur Welt kommen. Zur Sprache kommen&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; heißt. Das macht mir Sinn.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Übrigens: Von der spirituellen Entwicklung in dieser Gesellschaft mag ich jetzt gar nicht erst anfangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer&lt;br /&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7013067144269085625?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7013067144269085625/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7013067144269085625&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7013067144269085625'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7013067144269085625'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/intelligenz-ads-und-trotzphasen.html' title='Intelligenz, ADS und Trotzphasen'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-9135923936005378643</id><published>2007-03-02T11:44:00.000+01:00</published><updated>2007-03-02T11:51:29.690+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Miteinander reden'/><title type='text'>Perfektes Zuhören</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Hallo Frank!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Obwohl dein &lt;em&gt;aktives Zuhören&lt;/em&gt; vieles für sich hat, kann es auch ein &lt;em&gt;Machtmittel&lt;/em&gt; sein: nicht das aktive Zuhören selbst, sondern es einzufordern.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das ist so ähnlich wie mit dem &lt;em&gt;Verstehen&lt;/em&gt;: jeder meint es zu können, keiner kann sagen, was es ist. Jemandem Unverständnis vorzuwerfen, kann also meist garnicht genau erklärt werden und deshalb stellen sich viele Menschen auch gerne “patzig” (unwirsch, ärgerlich), wenn sie erklären sollen, was man selbst denn nicht verstanden haben.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;Zudem ist aktives Zuhören noch keine Erklärung dafür, was geschieht, wenn man aktiv zuhört.&lt;/em&gt; Es besagt auch nichts über die Einstellungen, die hinter dem aktiven Zuhören stehen sollten.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das ist meiner Ansicht nach übrigens die (Selbst-)Ironie. &lt;strong&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ironie"&gt;Ironie&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; = das Bewusstsein, dass alles menschliche Denken und Können begrenzt ist, d.h. natürlich, die Haltung, die aus diesem Bewusstsein entspringt.&lt;br /&gt;Liebe Grüße,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hallo Adrian,&lt;br /&gt;[...]&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich bin überrascht, welches Echo eine einfache Anregung wie “Zuhören” auslöst. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;[...]&lt;br /&gt;Liebe Grüsse&lt;br /&gt;Frank&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Hallo Frank!&lt;br /&gt;Das Echo liegt wohl daran, dass Zuhören professionalisiert worden ist, d.h. wenn man ein Seminar gemacht hat oder ein Buch gelesen hat, sei man ein perfekter Zuhörer. So einfach funktioniert das natürlich nicht: der Mensch ist in seinen Fähigkeiten begrenzt, in den Fähigkeiten, etwas wahrzunehmen und in den Fähigkeiten, etwas auszuüben.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;So sitzen viele Menschen wohl der Illusion auf, es gäbe ein perfektes Zuhören und wundern sich über die unperfekten Folgen. Meine ganz persönliche Vermutung ist, dass das &lt;a href="http://feel-better-blog.de/2007/02/25/feel-better-tip-wirklich-zuhoeren/"&gt;Echo in deinem Blog&lt;/a&gt; ein Echo auf diese narzisstische Anmaßung ist.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Liebe Grüße,&lt;/div&gt;Adrian&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-9135923936005378643?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/9135923936005378643/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=9135923936005378643&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/9135923936005378643'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/9135923936005378643'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/perfektes-zuhren.html' title='Perfektes Zuhören'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-639900980819347758</id><published>2007-03-02T00:36:00.000+01:00</published><updated>2007-03-02T00:53:18.436+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><title type='text'>Schreibtipps</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Wie versprochen stelle ich hier einige Übungen für das kreative Schreiben in den Blog.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der erste Tipp hört sich seltsam an: &lt;strong&gt;Schreibt falsch ab!&lt;/strong&gt; Falsch abschreiben? fragt ihr euch. Was soll das sein? - Das ist ganz einfach: Nehmt euch ein Buch oder irgendeinen Text und schreibt ihn ab. Dabei sollt ihr aber nicht allzu aufmerksam sein, sondern eben die Worte finden, die euch in den Sinn kommen, wenn ihr nicht auf den Text schaut. Wenn ihr nämlich nicht aufmerksam abschreibt, huschen euch immer wieder eure eigenen Gedanken in den Text hinein. Fallen euch Kommentare zu dem Text ein, dann schreibt sie dazu - egal wie gut diese Kommentare sind. Das Schreiben ist viel wichtiger als die Qualität.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der zweite Tipp ist eine ganz bekannte Technik. Schreibt alles auf, was euch einfällt. Nehmt ein Blatt Papier und füllt es mit Ideen. Wenn euch gerade nichts einfällt, wiederholt einfach das letzte Wort so lange, bis euch etwas Neues einfällt. Schreibt eine Viertelstunde lang ohne Pause. - Diese Technik nennt man &lt;strong&gt;automatisches Schreiben&lt;/strong&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der dritte Tipp ist auch ein alter Tipp: &lt;strong&gt;Schreibt zu Bildern&lt;/strong&gt;. Auch hier schreibt ihr alles, was euch einfällt, auch wenn es nicht im Bild vorkommt. Am besten sind natürlich Bilder, auf denen etwas "geschieht", also Bilder, die nicht nur "ästhetisch" sind, sondern die einen Teil aus einer Geschichte zeigen. So zeigt Picassos Guernica die Stadt Guernica im Moment, in dem die Bomben auf sie fallen. Andere Bilder von Picasso, die Frauenakte in einem Sessel oder Landschaftsbilder zeigen keine Handlungen und sind oft schwieriger in Worte zu übersetzen. Trotzdem: wenn ihr auch zu solchen Bildern Lust habt, dann nehmt auch sie als Vorlage zum Schreiben.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der vierte Tipp ist anstrengend: &lt;strong&gt;Übersetzt Texte aus einer fremden Sprache&lt;/strong&gt;. Diese Übung hilft euch, genau mit Worten umzugehen.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der fünfte Tipp: schreibt alles auf, was euch tagsüber an Schönem und nicht so Schönem begegnet ist. Macht das ruhig in &lt;strong&gt;Stichwörtern in ein Notizbuch&lt;/strong&gt;, oder nehmt das Notizbuch gleich mit und schreibt den ganzen Tag über, was euch gerade einfällt und passiert, auf. Angeblich führt jeder große Schriftsteller ein solches Buch mit sich. Ich halte das ja für ein Gerücht.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Liebe Grüße,&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Euer Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-639900980819347758?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/639900980819347758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=639900980819347758&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/639900980819347758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/639900980819347758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/schreibtipps.html' title='Schreibtipps'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-2515797057727950971</id><published>2007-03-01T23:44:00.000+01:00</published><updated>2007-03-02T00:21:34.194+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreativität'/><title type='text'>Den Weg des Künstlers gehen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Wenn Menschen sich mit ihrer Kreativität auseinandersetzen wollen (oder auseinandersetzen sollten), empfehle ich immer ein Buch. Mich überzeugt es nach wie vor restlos. Dieses Buch wurde von Julia Cameron geschrieben und heißt "&lt;a href="http://www.amazon.de/K%C3%BCnstlers-spiritueller-Aktivierung-unserer-Kreativit%C3%A4t/dp/3426870231/ref=sr_1_1/028-1201172-4352505?ie=UTF8&amp;s=books&amp;amp;qid=1172790853&amp;sr=1-1"&gt;Der Weg des Künstlers&lt;/a&gt;". Auch der Nachfolger ist sehr gut: "&lt;a href="http://www.amazon.de/K%C3%BCnstlers-weitergehen-Neugierig-wach-kreativ/dp/3426872773/ref=sr_1_3/028-1201172-4352505?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;qid=1172790853&amp;amp;sr=1-3"&gt;Den Weg des Künstlers weitergehen&lt;/a&gt;".&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Beide Bücher enthalten ein 12-Wochen-Programm zur Entdeckung der Kreativität.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich kann euch gleich mitteilen, dass zwölf Wochen sehr knapp ist. Mittlerweile habe ich den ersten Band schon sechs Mal durchgearbeitet, und das hat mir immer wieder neue Impulse vermittelt und meist länger als zwölf Wochen gedauert. - Wollte man das Programm wirklich vollständig bearbeiten, müsste man den ganzen Tag damit umgehen. Wer kann sich das schon leisten?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Übrigens scheinen mir beide Bücher auch als Begleitbücher für gestalttherapeutische Hilfen oder Kunsttherapien geeignet. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-2515797057727950971?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/2515797057727950971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=2515797057727950971&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/2515797057727950971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/2515797057727950971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/den-weg-des-knstlers-gehen.html' title='Den Weg des Künstlers gehen'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-1175745065602365440</id><published>2007-03-01T20:01:00.000+01:00</published><updated>2007-03-01T23:39:51.499+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumdeutung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erlebtes'/><title type='text'>Eine Traumdeutung</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Gestern rief Paula sehr aufgeregt bei mir an. Sie hatte in der Nacht zuvor folgenden Traum gehabt und wollte ihn von mir gedeutet haben:&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Der Traum&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula fährt mit ihrem Auto auf einer Landstraße. Sie spürt, dass ein kleines Mädchen hinten im Wagen sitzt und glaubt, dass es ihre Tochter ist. Die Landstraße mündet auf eine Autobahn, allerdings von der "verkehrten Seite", das heißt, Paula muss, um auf die Spur zum Einfädeln zu kommen, über die anderen Spuren Autobahn hinüber fahren. Allerdings ist das kein Problem, denn die Autobahn ist vollkommen leer. Nur ein einzelner Wagen kommt in großer Entfernung herangefahren. Paula fährt also los, doch in diesem Moment ist der andere Wagen heran. Darin sitzt ein Mann, der sich sehr erschrickt, die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert und die Leitplanke durchbricht. Kaum ist das geschehen, ist die Autobahn voller Wagen, die plötzlich alle aufeinander fahren und gegeneinander stoßen. Auch von der Landstraße biegen LKW's und Busse auf die Autobahn ein und werden in den Massenunfall verwickelt. Dann schießt ein riesiger roter Truck über die Autos hinweg, und überschlägt sich mehrmals in der Luft. Paula denkt: sie muss hier unbedingt fort, sieht dann aber, dass der Truck über sie hinwegfliegen wird. Das geschieht auch. In diesem Moment wacht Paula auf.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Wahrträume&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://www.parasearch.de/mysteria/x/x1875.htm"&gt;Wahrträume&lt;/a&gt; sind hellsichtige Träume, die die Zukunft vorhersagen. Paula rief an, weil sie Angst hatte, dass dieser Traum Wirklichkeit wird. Sie hatte vor fünfzehn das Autofahren aufgegeben, weil sie damals in einen Unfall verwickelt war. Damals hatte ihr ein Mann die Vorfahrt genommen, wodurch sie in dessen Wagen hineingefahren ist. Außerdem ist ihr ein anderer Wagen hinten drauf gefahren.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula hat erst vor einem Jahr sich wieder ein Auto gekauft und jetzt natürlich Angst, dass ihr wieder eine solche Situation passieren könnte.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Angstträume&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://deutung.com/traum/index2.php3?kw=Angst"&gt;Angstträume&lt;/a&gt; funktionieren ganz anders als Wahrträume: Angstträume verarbeiten in Bildern Ängste, über die sich der wache Mensch nicht bewusst ist.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich hatte bei Paula sofort die Gewissheit, dass ihr Traum kein Wahrtraum ist, sondern ein Angsttraum.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;1. Teil der &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Traumdeutung"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Traumdeutung&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich schlug Paula zunächst vor, den Traum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Symbol"&gt;symbolisch&lt;/a&gt; zu lesen. Das Auto, so deutete ich ihr, ist nicht ein echtes Auto, sondern ihr "sozialer Körper": dieser besteht aus sozialen Regeln. Paula verursacht als mit ihren sozialen Regeln Massenkarambolagen - dies habe ich ihr jedoch erst später gesagt. Zunächst einmal entdeckte Paula, dass es in ihrem Traum nicht um Unfälle, sondern um Streit geht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sie fährt friedlich vor sich hin (die Landstraße), will dann etwas zusammen mit anderen Menschen machen (die Autobahn) und automatisch kommt es zum Streit (Unfälle).&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Paulas Leben&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier stutzte Paula.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Tatsächlich hatte sie sich am Abend vorher heftigst mit ihrem Bruder gestritten. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula hat zwei Kinder, ein Junge (8) und ein Mädchen (11). Den Vater ihrer Kinder hatte sie kurz nach der Geburt ihres Sohnes verlassen, weil er gewalttätig geworden war.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Vor einem halben Jahr ist Paula dann zu ihrem älteren Bruder gezogen, weil dieser ein Haus besitzt und sie dort billig wohnen konnte. Bis dahin hatte sich Paula mit ihrem Bruder immer hervorragend verstanden. Jetzt aber wurde der Bruder - vor allem, wenn er getrunken hatte - sehr schroff und beleidigend. Immer häufiger kam es zum Streit. Paula wollte die Konflikte mit ihrem Bruder klären, woraufhin dieser sich immer mehr zurückzog und teilweise sich wie ein Kleinkind benahm. Wenn zum Beispiel Paula sagte: "Ich möchte mit dir reden!", verfiel ihr Bruder in eine quäkende Stimme und wiederholte Paulas Satz. Auch wenn Paula nicht direkt mit ihrem Bruder sprach, wiederholte er manche von Paulas Sätzen. Da ihr Bruder sonst ein angesehener und erfolgreicher Geschäftsmann ist, wurde Paula hier zunehmend hilflos. Andererseits kümmerte sich ihr Bruder auch wieder sehr liebevoll um sie, so dass Paula nicht das Gefühl hatte, ihr Bruder sei ihr gegenüber einfach nur boshaft.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;2. Teil der Traumdeutung&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula erzählte also von ihrem Bruder und dann von ihrem Lebensgefährten: auch diese hätten sich ihr gegenüber immer unverschämt oder kalt benommen und hatten ihr vorgeworfen, den Konflikt zu provozieren. Paula war extrem verunsichert, welche Rechte sie hatte. Tatsächlich hatte sich ihr Mann - der Vater ihrer Kinder - wie ein Pascha aufgeführt und ebenso verhielt sich ihr Bruder. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula verstand zwar jetzt einen Teil des Traums, fragte sich aber, warum sich der Mann im Auto vor ihr so erschrecken würde. Hier fiel ihr plötzlich auf, dass sie nicht von rechts auf die Autobahn einbog, sondern von links. Die nächste Deutung kam dann von ihr selbst: dass sie von links kam, könnte etwas mit der linken, emotionalen Gehirnhälfte zu tun haben. Sie sei ja so gefühlsbetont. Hier korrigierte ich sie: sie sei nicht gefühlsbetont, sondern habe einfach einen guten Kontakt zu ihren Gefühlen. Tatsächlich fand ich Paula nicht nur sehr reich an Gefühlen: sie konnte eigentlich auch sehr gut mit ihnen umgehen. Warum also war der Mann so erschrocken?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zuvor hatte Paula schon vermutet, dass die ganzen Busse, die von der Landstraße in den Unfall hineindrängelten, ihre eigenen aufgestauten Gefühle waren. Jetzt legte ich ihr nahe, dass sie von vorne und von hinten, direkt und indirekt von Streit bedroht wäre. Dazu erzählte Paula, dass fast alle ihre Männer sie hinter ihrem Rücken schlecht gemacht hatten, und sogar ihr Bruder würde schlecht über sie reden. Ihr Bruder zum Beispiel behauptete, Paula würde absichtlich die Wohnung verdrecken lassen; etwas, was den Bruder vorher nie gestört hatte (obwohl er eigentlich ganz sauber ist). Paula dagegen hat das Gefühl, dass sie ständig hinter ihrem Bruder herräumt: sie kümmert sich um seine Wäsche, putzt dreimal die Woche das ganze Haus, usw.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ihr Bruder aber scheint das nicht zu sehen. Wenn er mit ihr streitet, weist er auf die Unordnung hin, wenn er liebevoll zu ihr ist, sagt er ihr, sie sei eine tolle Schwester (er lobt sie also nicht für das Saubermachen).&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula wunderte sich, dass sie, obwohl sie nie Streit haben wollte und es ihren Männern immer Recht machen wollte, diese so oft zu bösartigen Reaktionen veranlasste. Dass sie durch ihre Duckmäuserei die gewalttätigen Männer oder die aggressionsgehemmten Männer (diese fand sie furchtbar langweilig) anzog, wie ein Licht die Motten, das wollte Paula (noch) nicht sehen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Paula's Bruder&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ihr Bruder legte im Streit diese seltsame Marotte des Wiederholens an den Tag. Tatsächlich war ihr Bruder ein sehr genauer Mensch, der aber im Alter von 48 noch nie eine feste Freundin hatte. Gegenüber Paula äußerte er sich, dass er eine Geliebte habe. Da er aber fast andauernd arbeitete und sonst zu Hause war, glaubt Paula ihm das nicht. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula empfindet diese Wiederholungen ihrer eigenen Sätze als sehr verletzend. Ich deutete diese Sätze als eine Art Mantra. Ihr Bruder würde sie nicht nachäffen, sondern über ihre Sätze meditieren. Wenn ihr Bruder solche Sätze wie "Ich möchte mit dir reden!" oder "Ich fühle mich verletzt!" andauernd und zu den unmöglichsten Gelegenheiten wiederholt, dann, weil er sie "schmecken" möchte, also wissen möchte, wie diese Sätze sich anfühlen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula fand im Gespräch heraus, dass ihr Bruder nur Sätze wiederholt, die etwas mit Beziehung und Partnerschaft zu tun haben. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ihr Bruder ist einsam und erfolgreich (der einsame Wagen auf der Autobahn). Dann kommt seine Schwester in sein Leben (sie biegt "falsch" ab), er erschrickt und es kommt zu einem andauernden Streit, der die bisherige, nette Beziehung zwischen den beiden vollkommen in Frage stellt (die Massenkarambolage).&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Die Kindheit&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula und ihr Bruder sind in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem sich die Eltern oft geprügelt haben. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula erzählte, dass sie ganz bewusst an sich gearbeitet hat, um nicht mehr so aggressiv zu sein. Als ich mit ihr sprach, hatte ich das Gefühl, dass sie hier eigentlich einen sehr guten Weg gegangen war. Sie war klar mit ihren Gefühlen und konnte sich sehr differenziert sehen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ihr Bruder hatte die Eltern strikt verleugnet. Beide waren in Heimen aufgewachsen und hatten sich erst spät kennen gelernt (Paula ist elf Jahre jünger). Während Paula ihren Gefühlen nachgegangen ist, bis sie einen guten Kontakt zu ihnen hatte, hat ihr Bruder diese Gefühle und damit auch seine Wut, sein Leid und seine Verzweiflung verdrängt. All die Gefühle, die guten, wie die schlechten, die für unsere Beziehungsfähigkeit so wichtig sind, lebte der Bruder nicht bewusst: sie sprudelten aus ihm heraus, ohne dass er richtig begriff, wie ihm geschah.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;3. Teil der Traumdeutung&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;An dieser Stelle fiel Paula das kleine Mädchen ein, dass auf ihrer Rückbank saß, während sie - im Traum - Auto fuhr. Sie sagte, das sei ihre Tochter oder sie selbst. Sie sagte, sie müsse vorsichtig fahren, damit ihrer Tochter (ihr selbst) nichts passiere. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich fragte sie, ob sie denn vorsichtig fahren könne. Ja, sagte sie, sie ist immer eine gute Autofahrerin gewesen. Also &lt;em&gt;müsse&lt;/em&gt; sie, sagte ich, nicht vorsichtig fahren, sie &lt;em&gt;könne&lt;/em&gt; vorsichtig fahren. Was man sowieso kann, dann müsse sie sich nicht deutlich sagen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sie bejahte das und sagte zum ersten Mal im Gespräch, dass sie eigentlich garnicht weiß, warum sie sich selbst immer die Schuld gibt, wenn ihre Beziehungen scheitern. Und eigentlich sei sie sogar eine sehr starke Frau. Sie könne sich doch gut schützen und ihre Tochter habe damit auch keine Probleme. Nur: wer saß dann auf ihrer Rückbank?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich schlug vor: "Deine Mutter?"&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier begann Paula zu weinen. Sie hatte ihre Mutter immer vor ihrem Vater schützen wollen. Aber gleichzeitig fand sie es nur gerecht, wenn ihr Vater ihre Mutter schlug, denn sie - die kleine Paula - ist selbst von ihrer Mutter sehr geschlagen worden. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ihrer Mutter gegenüber fühlte sich Paula, auch nach dreißig Jahren, schuldig. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Du bist, sagte ich zu ihr, immer vorsichtig gefahren, um deine Mutter zu schützen und trotzdem sind deine Partnerschaften immer in Unfällen und Streit geendet. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Aber warum, fragte Paula, hat sich dieser Mann im Auto so vor mir erschrocken?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Vielleicht hat er dich zu spät erkannt, sagte ich. Hier weinte Paula noch stärker.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und dann ist er entgleist. &lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Wohin jetzt?&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nachdem Paula sich beruhigt hatte, fragte ich sie, wie sie mit ihren Aggressionen gearbeitet habe. Sie war ja sehr reflektiert und eine richtige Fachfrau auf diesem Gebiet. Wie ich erwartet hatte, sagte Paula, dass sie sehr viele Bücher darüber gelesen habe.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und was habe sie noch damit gemacht? fragte ich sie.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wie? fragte sie zurück. Noch mehr?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nein, sagte ich, noch etwas anderes?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Noch etwas anderes, als darüber nachzudenken?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ja, sagte ich.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Aber, entgegnete sie, ich hätte doch gesagt, dass sie das sehr gut gemacht habe: sie hat einen guten Kontakt zu ihren Gefühlen, auch zu den negativen, und könne sich gut in andere Menschen hineindenken.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Außer in aggressive Männer, sagte ich.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das stimmt. Und Frauen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier schwiegen wir beide. Dann begann Paula wieder leise zu schniefen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sie habe, sagte sie, eigentlich ihr ganzes Leben versucht, ihre Eltern zu verstehen und warum sich diese ständig geprügelt haben. Doch jetzt könne sie zwar alle Menschen verstehen, aber gerade die, die sie habe verstehen wollen, die seien ihr fremd geblieben. Sie sei mit ihrer Lebensaufgabe gescheitert.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ja, lächelte ich, aber auf eine sehr großartige Art und Weise.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;An dieser Stelle spürte ich, nicht zum ersten Mal in diesem Gespräch, wie eine Welle wundervoller Energie von ihr ausging. Ja, dachte ich bei mir, diese Frau verdient eigentlich den besten aller Männer und nicht einen dieser huschigen Warmduscher oder dieser aggressiven Idioten. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Was kann ich denn jetzt tun? Werde ich noch einmal im Leben glücklich sein? fragte sie.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich wusste die Antwort eigentlich schon, zumindest auf die erste Frage. Paula hatte ihre Aggressionen gegen sich gewandt: ihre eigene Analyse war so etwas wie eine sehr vorsichtige Autoaggression. Sie war vorsichtig dabei und deshalb war die Autoaggression auch gut. Was ihr fehlte, zumindest teilweise fehlte, war eine gute Aggression nach außen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Was ist eine gute Aggression nach außen? Das eine ist die Neugier und das Lernen, das andere die Kreativität.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und genau das habe ich ihr dann auch empfohlen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Paula wollte schon immer schreiben lernen. Das ist ja eins meiner Lieblingsthemen. Also habe ich ihr versprochen, hier ein paar Schreibtipps hineinzustellen und ihr ein Buch zu empfehlen. Schreiben ist schon sehr diszipliniert und wer sich dazu nicht bereit fühlt, sollte auf das Skizzieren oder freie Tanzen zurückgreifen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-1175745065602365440?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/1175745065602365440/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=1175745065602365440&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1175745065602365440'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1175745065602365440'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/03/beispiel-einer-spirituellen.html' title='Eine Traumdeutung'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-2183599206172911676</id><published>2007-02-27T22:40:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T23:10:09.171+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schamanismus'/><title type='text'>Ethnologie im Internet</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Einen anderen, sehr faszinierenden Blog habe ich hier im Internet aufgestöbert: &lt;a href="http://www.antropologi.info/blog/ethnologie/"&gt;antropologi&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Auf dieser Seite werden aktuelle Phänomene des Schamanismus, der Fremdenfeindlichkeit, Gewaltphänomenen, Jugendkultur und vieles mehr besprochen, meist äußerst kompetent.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schade allerdings ist, dass dort sehr wenig über die Methoden der Ethnologie berichtet wird. Da diese nicht nur für den Alltag sehr lehrreich sind, sondern ein ganzes Stück weit einer bestimmten schamanistischen Praxis verpflichtet sind, werde ich diese hier wohl nach und nach vorstellen. Sehr gut ist das Buch "&lt;a href="http://www.amazon.de/Qualitative-Forschung-Handbuch-Flick-Hrsg/dp/3499556286/ref=pd_bxgy_b_text_b/028-0001405-7770175"&gt;Qualitative Forschung&lt;/a&gt;" von Uwe Flick (Herausgeber), das eine gute Übersicht über die aktuelle Diskussion gibt. Immer wieder lesenswert ist auch Clifford Geertz Buch "&lt;a href="http://www.amazon.de/Beschreibung-Beitr%C3%A4ge-Verstehen-kultureller-Systeme/dp/3518282964/sr=1-1/qid=1172614030/ref=sr_1_1/028-0001405-7770175?ie=UTF8&amp;s=books"&gt;Dichte Beschreibung&lt;/a&gt;", und - für unseren Alltag - Herbert Willems Einführung in die 'Mikrosoziologie' von Erving Goffman: "&lt;a href="http://www.amazon.de/Rahmen-Habitus-Herbert-Willems/dp/3518289195/sr=1-1/qid=1172614111/ref=sr_1_1/028-0001405-7770175?ie=UTF8&amp;amp;s=books"&gt;Rahmen und Habitus&lt;/a&gt;".&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-2183599206172911676?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/2183599206172911676/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=2183599206172911676&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/2183599206172911676'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/2183599206172911676'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/ethnologie-im-internet.html' title='Ethnologie im Internet'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7863368964893762983</id><published>2007-02-27T22:35:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T22:39:39.481+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><title type='text'>Blogger-Regeln</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Beim Stöbern im Internet habe ich nicht nur den tollen &lt;a href="http://autumn-systems.typepad.com/"&gt;Wohlfühlen-Blog&lt;/a&gt; gefunden, sondern auch die sehr guten &lt;a href="http://autumn-systems.typepad.com/wohlfhlen/2005/05/regeln_fr_mein_.html"&gt;Blogger-Regeln&lt;/a&gt;, die Nati verfasst hat. Wer einen eigenen Blog schreibt oder schreiben will, sollte sich diese unbedingt durchlesen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7863368964893762983?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7863368964893762983/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7863368964893762983&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7863368964893762983'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7863368964893762983'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/blogger-regeln.html' title='Blogger-Regeln'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-3786660217188142832</id><published>2007-02-27T15:03:00.000+01:00</published><updated>2007-02-27T21:36:46.580+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Miteinander reden'/><title type='text'>Wirklich zuhören</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Frank hat in seinem Blog einen Artikel geschrieben, der &lt;a href="http://feel-better-blog.de/2007/02/25/feel-better-tip-wirklich-zuhoeren/"&gt;Wirklich zuhören&lt;/a&gt; heißt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wirklich zuhören: das verheißt nichts Gutes. Entschuldige bitte Frank, aber tatsächlich habe ich diesen Spruch zu oft gehört und zu viel Negatives dabei erlebt. Und bei dir ist es leider auch so: du gibst Tipps, aber die eigentliche Arbeit, die der Zuhörer leistet, verdeckst du.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;3 Einwände&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;1. Einwand: &lt;strong&gt;"Wirklich zuhören" sagt nichts, außer dass man selbst es besser weiß als der andere.&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Denn das, was wirklich ist, muss einer entscheiden: und in diesem Fall weiß es einer nicht nur besser - doch das heißt nichts anderes als dass er meint, es besser zu wissen -; und dieser Eine weiß auch noch, dass er entscheiden darf, wer nun besser zuhört.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das ist aber kein Zuhören mehr, sondern eine Prüfung: wer am besten zuhören kann, kommt auf's Gymnasium. Oder sonstwohin.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich muss dich allerdings nicht kennen, Frank, um zu wissen, dass du das alles anders gemeint hast. Dein &lt;a href="http://feel-better-blog.de/"&gt;Internet-Tagebuch&lt;/a&gt; spricht für sich und ich mag es nebenher allen Interessierten wärmstens empfehlen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;2. Einwand: &lt;strong&gt;Zuhören heißt, in sein eigenes Weltbild zu übersetzen.&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich kann doch immer nur verstehen, soweit mein geistiger Horizont gerade reicht: ob dieser eng oder weit ist - was ich nicht verstehe, verstehe ich eben nicht. Wie der Mensch kein ultraviolettes Licht sehen kann, die Biene aber schon, so kann Klaus die einen Sachen aus einem Gespräch heraushören und Olaf die anderen Sachen. Beide übersetzen das Gespräch in ihr eigenes Weltbild.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;3. Einwand: &lt;strong&gt;Man kann immer nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit hören.&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Niemand kann alles auf einmal sagen, deshalb kann niemand auch alles auf einmal hören. Ergänzen und nachfragen sind deshalb in einem Gespräch sehr wichtig.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;Franks Tipps und Adrians Tipps&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Damit das nächste Gespräch genussvoller wird, hier 3 einfache Tipps:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Niemals unterbrechen!&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Konzentrier Dich auf die Person, die zu Dir spricht und schau Sie an!&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wenn Du etwas erwiderst, dann sollte es sich auf das zuletzt Gesagte der zuletzt sprechenden Person beziehen!&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Soweit also Frank.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Hier kommen meine eigenen Tipps, die Franks Tipps eher ergänzen als ersetzen:&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Akzeptiere, dass du zwar vielleicht gelernt hast, gut zuzuhören, dass du es aber nicht besser kannst.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Akzeptiere, dass du eine fremde Meinung in eine eigene Meinung übersetzt, und deshalb "irgendwie" immer auch dir selbst zuhörst.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Akzeptiere, dass du nie alles gehört hast und deshalb den Anderen nur vorsichtig unterbrechen solltest.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div align="justify"&gt;Frank geht von einem Verhalten aus - nicht unterbrechen, konzentriert zuhören, sich auf den Anderen beziehen -; ich gehen von Einstellungen aus - nicht mit besser/schlechter bewerten, sich selbst beim Zuhören zuhören, nie etwas vollständig wissen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich denke, beides ergänzt sich, statt sich zu widersprechen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-3786660217188142832?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/3786660217188142832/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=3786660217188142832&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3786660217188142832'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3786660217188142832'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/wirklich-zuhren.html' title='Wirklich zuhören'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-5783594530802309105</id><published>2007-02-25T19:30:00.000+01:00</published><updated>2007-02-25T22:01:04.204+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Was ist Sünde?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Sünde, das heißt doch zunächst: die Abwesenheit Gottes von den Menschen: der Mensch sei nicht mehr in der Lage, die Welt in göttlicher Weise zu sehen: das heißt, er geht fehl und irrt sich.&lt;br /&gt;Der Begriff der Ursünde ist frei von jeder Schuldzuweisung. Er bedingt nur eine Anerkennung, nämlich die unserer Fehlbarkeit, während Gott unfehlbar ist, nicht weil er auf der besseren Seite steht, sondern außerhalb dieser Frage überhaupt.&lt;br /&gt;Der Begriff der Sünde ist erst, wenn er populär interpretiert wird, ein mehr oder weniger, ein besser oder schlechter. Dies war aber auch immer ein Zeichen für ein weniger differenziertes Politikverständnis oder einen Begründungsmangel. Da die Politik und das Recht sich nicht über wissenschaftliche Erfahrungen legitimieren konnte, hat man hier auf religiöse und moralische Vorstellungen zurückgegriffen.&lt;br /&gt;Lange Zeit hatte man deshalb die Vermischung zwischen Sünde und Verbrechen. Seit der (demokratische) Staat die Gewaltenteilung durchgesetzt hat und das Rechtssystem positivistisch begriffen wird, hat die Kirche als Institution keinen Zugriff mehr auf Strafen und Verbrechen, auch wenn sie es manchmal noch versucht - etwa Herr Duby und "seine" Homosexuellen. Etwa in den USA oder in den islamischen Nicht-Demokratien.&lt;br /&gt;Ich verstehe Sünde, meist entgegen der noch landläufigen Fassung, als einen absolut positiven Begriff, als Anerkennung unserer eigenen Begrenztheit, wobei diese Anerkennung nicht empirisch gemeint ist, sondern rein ethisch: ich kann ja nicht sagen: hier und dort bin ich begrenzt, denn dann könnte ich mich ja ohne weiteres über diese Grenzen hinaus bewegen; ethisch ist dies deshalb, weil ich sagen kann: ja, es ist möglich, dass ich mich von einem anderen Menschen über meine eigenen Grenzen hinausführen lassen kann, und es ist nicht nur möglich, sondern ausschließlich so möglich. Im Anderen und durch die Führung des Anderen ist es mir erst möglich, einen - sei es auch noch so flüchtigen - Blick ins Paradies zu werfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Adrian &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-5783594530802309105?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/5783594530802309105/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=5783594530802309105&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/5783594530802309105'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/5783594530802309105'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/was-ist-snde.html' title='Was ist Sünde?'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-4221865314223143364</id><published>2007-02-25T18:48:00.000+01:00</published><updated>2007-02-25T19:27:55.535+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Kleinverdiener und Armut</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Gerade lese ich, dass in den USA 16 Millionen Menschen in schwerer oder extremer Armut leben. Auch in Deutschland lebt mittlerweile jedes zehnte Kind und damit in etwa jeder achte Haushalt unterhalb der Armutsgrenze.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ein Problem der Wirtschaft ist die Globalisierung.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nun sagt man ja Globalisierung gerne leichthin: die Gloablisierung sei Schuld, die Globalisierung ist von übel. Aber was ist Globalisierung?&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zunächst einmal ist es nur ein Scheinwort: Globalisierung gab es schon immer - wenn auch nicht so wie heute. Die Kolonialreiche existieren seit der frühen Neuzeit und niemand wird bestreiten, dass in den Kolonien große Verbrechen verübt worden sind, sei dies in Indien durch die Engländer oder in Südamerika durch die Portugiesen und Spanier.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Auch vorher, zu Zeiten der Völkerwanderung, gab es so etwas wie Globalisierung und mit dieser Globalisierung auch Armut, Leid und Tod.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nein, heute meint Globalisierung vor allem, dass sich die regionalen Märkte ausdünnen und sich die Wirtschaft immer mehr von den großen, staatsübergreifenden Firmen bestimmen lässt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Genau das aber macht die Globalisierung so problematisch: zum einen können die großen Firmen immer stärker rationalisieren und damit Arbeitskräfte "einsparen" - wie es so hübsch verniedlichend heißt. Zum anderen gibt es zu wenig verschiedene Waren, die in Konkurrenz miteinander treten. Was sind denn schon hundert verschiedene Turnschuhe, wenn diese von nur drei Weltmarktführern produziert werden? &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mehr noch: Menschen, die allzuviel Geld verdienen, verdienen ihr Geld vor allem mit Geld; mit Spekulationen, mit Börsengeschäften. Dahinter steht kein lokaler Markt, sondern nur das internationale Finanzgeschäft. Das Börsengeld ist so machtvoll wie irrational. Es hat keinen echten Gegenwert, in Form von Arbeitskraft oder Grundbesitz. Dabei sind Arbeitskraft und Grundbesitz eigentlich dasjenige, was dem Geld seinen Wert verleiht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Je mehr Großverdiener es gibt, umso weniger wird das Geld einen realen Hintergrund haben. Und je irrealer das Geld wird, umso mehr eignet es sich für Spekulationen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Es ist schon immer eine Schande der westlichen Länder gewesen, dass die Geschichte des Kolonialismus nicht nur eine Geschichte der Grausamkeiten und Kriege war, sondern auch die ökonomische Unterdrückung der außereuropäischen Länder gefördert hat. Heute aber wird diese ökonomische Unterdrückung tief in die westlichen Staaten selbst eingeführt: und das durch ein kaum noch zu beherrschendes Problem: dem spekulativen Geld und dem Verschwinden lokaler Märkte. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Kleinverdiener braucht die lokalen Märkte, während der Großverdiener nur noch die Spekulation braucht. Genau dies aber passiert durch die Globalisierung heute. Wer arm ist, wird noch ärmer und wer reich ist, sammelt den Mehrwert von nicht mehr hundert sondern von tausenden von Menschen zusammen und wird dadurch noch reicher, als es früher möglich war.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;Merkel beklagt, Deutschland sei kinderfeindlich. Und sicherlich hat sie Recht, wenn sie sich darüber beschwert, dass Kindergärten durch Gerichtsbeschlüsse verhindert würden, die mit dem Argument Lärmbelastung argumentieren (sind so jemals große Verkehrsstraßen gestoppt worden?). Aber Deutschland wird auch mehr und mehr kinderfeindlich, weil immer mehr die ökonomischen Bedingungen für kleine Familien wegbrechen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wer möchte schon sein Kind in Armut aufziehen?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-4221865314223143364?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/4221865314223143364/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=4221865314223143364&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/4221865314223143364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/4221865314223143364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/kleinverdiener-und-armut.html' title='Kleinverdiener und Armut'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-3188827947175168753</id><published>2007-02-25T10:18:00.000+01:00</published><updated>2007-03-11T08:45:26.403+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><title type='text'>Wer hat Schuld?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Was mich immer wieder fasziniert, ist, dass sich so viele Menschen stundenlang darüber unterhalten können, welcher Mensch an welcher Tatsache Schuld ist.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich hatte neulich etwas über Familienterroristen geschrieben. Familienterroristen sind diese unangenehmen Menschen, die eine ganze Familie in den Wahnsinn treiben, sei es durch depressive Verstimmungen, durch emotionale Erpressung oder durch Hass, Zorn und Lüge.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Doch ebenso oft, wie man von solchen Menschen hört, die ganze Familien zerstören, hört man von Diskussionen, ob man zum Beispiel den Täter als Opfer sehen soll, ob man ihn auch als Opfer behandeln soll. Denn der Täter ist sehr oft ein Mensch, der selbst sehr viel Unrecht erlitten hat.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Kati und Jana&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati und Jana sind zwei gute Freundinnen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nur in einem Punkt streiten sie sich sehr gerne. Seit vielen Jahren hat Kati Streit mit ihrer Tante. Diese Tante mischt sich andauern in Familienangelegenheiten ein, lügt, droht und erpresst. Kati wehrt sich gegen ihre Tante. Jana findet das nicht gut: sie behauptet, dass Katis Tante selbst ein misshandeltes Kind ist und damit nur ein Opfer. Wenn Kati jetzt gegen ihre Tante gerichtlich vorgeht, dann würde sie ihr noch mehr Leid zufügen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Kati's Familie&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati kommt aus einer großen Familie mit vier Geschwistern und ist dort die jüngste. Sie hat ihr ganzes Leben lang unter ihren Eltern gelitten und mehr noch unter ihrer Tante. Katis Mutter war eine sehr stille, schüchterne Frau. Sie hatte in ihrem Leben nie etwas gewagt. Der Vater dagegen war ein sehr gewalttätiger Mann. Er hatte neben seiner Frau eine Anzahl von langjährigen Affairen gehabt und mit diesen Frauen eine Reihe von Kinder gezeugt. Gekümmert hat er sich nie um seine Kinder.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Katis Tante hat keinen erfolgreichen Mann geheiratet. Sie lebten eine recht eisige Ehe. Katis Tante war immer eifersüchtig auf ihre Schwester und hat diese - wie Kati erzählt - fertig gemacht, wenn sie sich beschwert hat. Nachdem Katis Mutter gestorben war, ist Katis Vater ruhiger geworden und hat den Kontakt zu seinen Kindern gesucht. Diese haben den Vater teilweise überhaupt nicht akzeptiert oder einfach nur ausgenutzt, dass ihr Vater viel Geld hat.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati dagegen hat, nachdem sie Bürokauffrau gelernt hat, zahlreiche Therapien gemacht. Alle ihre Beziehungen waren rasch in die Brüche gegangen. Die Männer warfen ihr vor, kalt, boshaft, niederträchtig zu sein. All das verstand Kati nicht und allmählich fühlte sie sich ziemlich verrückt. Nach etlichen Jahren der Therapie verliebte sich Kati schließlich in einen Mann, zog mit ihm zusammen und heiratete ihn. Jetzt - nach zwanzig Jahren Ehe - hat der jüngste Sohn gerade seine Lehre angefangen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Vor zwanzig Jahren hat Kati auch den Kontakt zu ihrer Familie weitgehend abgebrochen. Nur mit einer Schwester und einem Bruder traf sie sich weiterhin regelmäßig. In der Zwischenzeit hat Kati sich viele Gedanken über ihre Familie gemacht. Katis Tante hat sich weiterhin, teilweise mit boshaften Behauptungen und Lügen, teilweise mit massivem Streit und Beleidigungen, in die Familienangelegenheiten von Kati eingemischt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Als Katis Mutter schwer an Krebs erkrankte, behauptete ihre eigene Schwester, Katis Tante, die Mutter habe daran selbst Schuld. Es sei die Strafe dafür, dass sie nie eine gute Ehefrau gewesen sei und ihr Mann ihr fremdgehen musste. Katis Tante hat ebenso behauptet, dass Kati ihrem Mann fremd gehen würde, was zu einer langen Entfremdung zwischen Kati und ihrem Mann geführt hat und die Kinder massiv belastet hat. Heute ruft Katis Tante regelmäßig im Betrieb an, in dem ihr Neffe - Katis jüngster Sohn - seine Lehre macht und erklärt dem Meister die "Wahrheit" über die Familie.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Was Jana glaubt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jana hat einen ebenso langen Leidensweg hinter sich wie Kati. Während aber Kati massiv gegen ihre Tante vorgeht und sich und ihre Familie vor dieser zu schützen versucht, duldet Jana viele Gewalttätigkeiten, die in ihrer eigenen Familie passieren.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jana sagt, dass alle diese bösen Menschen selbst so viel Gewalt erlitten haben, dass sie garnicht anders können als böse zu sein. Deshalb dürfe sie - Jana - nicht auch noch Schlechtes tun.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Obwohl Jana und Kati sich sonst gut verstehen, streiten sie sich über dieses Thema regelmäßig. Kati besteht darauf, sich zu schützen. Jana sagt, man müsse mit den Tätern Mitleid haben. Kati würde, so Jana, die ganze Sache nur noch schlimmer machen. Die Täter seien Opfer und als Opfer müsse man sie auch behandeln.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Täter/Opfer&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich habe hier einen längeren Umweg über die Familiengeschichte von Kati gemacht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sicherlich kennen Sie ähnliche Situationen. Oft sind diese nicht so extrem wie bei Kati, aber auch hier dreht sich immer wieder die Frage darum, wer an was Schuld ist. Es geht hier ganz ausdrücklich um die Frage, wer ein Täter und wer ein Opfer ist und wie man wen schützt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Denn Kati hat ja sehr Recht, wenn sie ihren Sohn schützen will: die Tante gefährdet durch ihre Anrufe dessen Lehrstelle.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Rache&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mein erster Gespräch mit Kati drehte sich um ihre Tante.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati beschrieb sie als eine verbitterte, alte Frau, die sich an jedem Familienmitglied rächen würde, dem es besser gehe als ihr selbst.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati beklagte sich gleichzeitig über ihre Freundin Jana, die sagte, man müsse ihre Tante lieben und Mitleid zeigen. Wie aber solle sie - Kati - mit einer Frau Mitleid haben, die so viel Böses verursacht?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich wies Kati zunächst darauf hin, dass Mitleid hier natürlich nicht angebracht ist. Das Problem mit dem Mitleid ist, dass es die Situationen nicht klärt und dass es das Verhalten von Katis Tante unterstützt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Was also ist Rache?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Rache bedeutet zunächst, dass man einem anderen Menschen einen Schaden zufügen will, den man von diesem erlitten hat. Du hast mich geschlagen, also schlage ich dich. Das ist Rache.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Im Fall von Katis Tante aber passiert folgendes: Katis Tante weiß eigentlich nicht, wer sie verletzt hat. Sie ist zwar ein Opfer. Da hat Jana schon Recht. Aber wer ist der Täter? &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Katis Tante jedenfalls scheint zu glauben, dass ihre Familie insgesamt ihr Böses tut und das gibt sie - seit vielen Jahren - an diese zurück. Helfen tut ihr das nicht. Im Gegenteil: sie wird immer verbitterter.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dass sie immer verbitterter wird, ist allerdings kein Wunder. Wer sich rächt, fühlt sich beschädigt und hilflos. Katis Tante fühlt sich zutiefst beschädigt. Ihre Verletzungen sind seelische Verletzungen. Doch statt an ihren Verletzungen zu arbeiten, manipuliert sie die Umwelt. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Es hat eine ganze Zeit lang gedauert, bis Kati verstanden hat, was ihre Tante damit auch noch sagt: &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Erstens glaubt Katis Tante, dass sie sich selbst heilen könnte, wenn sie ihre Umwelt auf die richtige Art und Weise manipuliert. Da sie keinen Erfolg mit ihren Manipulationen hatte, dachte sie, sie habe zu wenig manipuliert. Also hat sie immer mehr auf ihre Umwelt eingeschlagen und noch mehr und noch mehr, bis sich schließlich alle Menschen von ihr abgewendet haben, weil sie so eine grausame und verbitterte Frau war.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zweitens aber glaubt Katis Tante, dass sie keine Macht über sich selbst hat. Sie kann nicht an sich selbst arbeiten, weder daran, wie sie selbst verletzt worden ist, noch daran, wie sie andere Menschen verletzt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Rache bedeutet, andere Menschen für sich die Seelenarbeit machen zu lassen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Damit aber erniedrigt sich Katis Tante selbst: sie hat keine Macht über sich, und gibt alle Macht den anderen. Zugleich ist das natürlich eine Illusion. Denn sie übt ja durch ihre Rache eine ungeheure Macht aus. Dafür aber ist Katis Tante blind.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Kati's Problem und Jana's Problem&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wenn Kati sich nun gegen ihre Tante wehrt, hat sie natürlich Recht. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Warum aber hat sich Kati bis dahin immer wieder von Jana verunsichern lassen? Kati hat zwar schon vor vielen Jahren festgestellt, dass ihre Tante ebenso misshandelt wurde aber sollte sie deshalb einfach nur Mitleid mit ihr haben und zusehen, wie diese Frau ihren Hass und ihre verdrehte Wahrheit in die Welt hinausschleudert?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati selbst hatte - meiner Ansicht nach - zunächst ein ganz anderes Problem: sie hat nicht verstanden, weshalb ihre Tante so handelt, wie sie handelt. Es ist zwar richtig, dass die Tante als Kind sehr gelitten hat, aber dieses alte Leid hat sich im Laufe der Zeit geändert. Katis Tante weiß nicht mehr, was ihr als Kind passiert ist. Sie hat diese Erinnerungen verdrängt. Dafür "weiß" sie aber, dass zum Beispiel Kati "böse" und "kaltherzig" ist. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sowohl Kati als auch Jana haben in ihrem Urteil über die Tante nur das kleine, misshandelte Kind und ihr jetziges Verhalten gesehen. Was dazwischen passiert ist und was Katis Tante im Moment glaubt, haben sie nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Es geht also darum, wie man Katis Tante verstehen soll und welches Verhalten man akzeptieren muss. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Sprechen über ...&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jana wirft Kati vor, dass sie ihre Tante nicht als Opfer sieht. Kati sagt häufig: die Täterin, wenn sie von ihrer Tante spricht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Damit hat Kati Recht: man muss es eben in dem richtigen Rahmen sehen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wenn Kati sagt, ihre Tante sei Täterin, dann tut sie zweierlei:&lt;/div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sie weist ihrer Tante eine Rolle zu.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sie drückt aus, dass sie unter dem Verhalten ihrer Tante leidet.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sprache hat immer diese beiden Funktionen: einmal teilt sie die Welt ein, zum anderen drücken wir mit der Sprache aus, wie wir uns in der Welt befinden. Sprache teilt die Welt ein, Sprache platziert uns in dieser Welt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Jede Naturwissenschaft teilt die Welt ein: sie teilt sie in Belebtes und Unbelebtes ein, in Tiere und Menschen, in Männer und Frauen, in Atome und Elemente, in Hunde und Katzen. Unser tägliches Reden über diese Welt ist das Fundament jeder Wissenschaft. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Zugleich platzieren wir uns in der Welt. Wenn ich sage: "Ich habe Hunger!", dann sage ich auch, dass es irgendwo etwas Essbares für mich gibt, und dass dieses Essbare meinen Hunger stillen wird. Ich kann zum Beispiel in die Küche gehen und mir ein Brot machen. Das Beispiel ist jedoch zu einfach. Wenn ich sage: "Ich bin arm.", sage ich zugleich, dass andere Menschen reich sind. Wenn ich sage: "Du verkaufst Brötchen.", sage ich zugleich, dass ich bei dir Brötchen kaufen kann. Wenn ich sage: "Du bist ein Täter.", sage ich zugleich, dass jemand anderes ein Opfer ist.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wenn Kati also sagt, ihre Tante sei eine Täterin, dann sagt sie gleichzeitig, dass sie ein Opfer ist. Kati teilt hier die Welt ein, zumindest einen Teil der Welt. Und zugleich sagt sie: Hier stehe ich!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Verstehen &lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Verstehen bedeutet zunächst, dass man die Welt einteilt.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich verstehe zum Beispiel, dass es Menschen gibt, die Brote verkaufen und dass es Menschen gibt, die keine Brote verkaufen. Dies ist aber noch die albernste Art und Weise des Verstehens.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Verstehen bedeutet auch, dass ich weiß, wie etwas entstanden ist. Brotverkäufer hat es nicht immer gegeben. Früher haben die Menschen ihre Brote auf flachen Steinen geröstet und es waren eher Brote als Fladen. Dann haben die Menschen einen Dorfofen gehabt, den man einmal in der Woche angefeuert hat und jede Familie konnte dort ihre Brote backen. Später haben bestimmte Menschen Öfen für sich gehabt und jeden Tag Brote gebacken, die sie dann getauscht und schließlich verkauft haben. Heute gibt es Maschinen, die Brot backen, Menschen, die diese Brote von der Fabrik zu den Verkaufstellen bringen und Menschen, die diese Brote verkaufen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Auch das ist ein einfaches Beispiel.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Schwierig wird es erst, wenn man - wie Kati - jemanden als Täter bestimmt. Zunächst muss ich verstehen, dass Katis Tante eine Täterin ist. Dann aber muss ich verstehen, wie sie zu einer solchen Täterin geworden ist. Jana verweist hier auf die schwierige Kindheit. Das ist richtig, aber zu wenig. Katis Tante hat sich ja nicht in einem Moment von dem misshandelten Kind in eine rachsüchtige Frau verwandelt. Die Tante hat nicht nur akzeptiert, dass sie ein Opfer ist, sie hat auch akzeptiert, dass sie heute noch ein Opfer ist. Und die Tante hat aufgehört, sich selbst zu verstehen. Jeder Mensch kann sich selbst verstehen. Zwar kann ich mich nie vollständig verstehen, aber zumindest in großen Teilen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und dass Katis Tante sich selbst nicht mehr verstehen will, dass muss Kati nicht akzeptieren.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Akzeptieren&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Neben dem Verstehen gibt es das Akzeptieren. Damit drücken wir aus, was wir hinnehmen und was wir nicht hinnehmen. Damit drücken wir auch aus, ob wir handeln sollten oder nicht handeln sollten.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich akzeptiere zum Beispiel, dass es Menschen gibt, die Brot verkaufen. Natürlich könnte ich auch sagen: das akzeptiere ich nicht. Ich könnte dafür werben, dass jeder Mensch sein Brot wieder selbst backt, dass jeder Mensch sein eigenes Getreidefeld hat, sich selbst Korn mahlt, den Sauerteig ansetzt. Aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich damit Erfolg habe.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati ist allerdings in einer anderen Situation.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Unsere Gesellschaft stützt sich darauf, dass bestimmte Menschen Brote verkaufen und andere diese Brote herstellen, damit nicht alle Menschen jeden Tag ihre Nahrung selbst herstellen müssen. Nur so können Ärzte den ganzen Tag lang Ärzte sein, und Ingenieure den ganzen Tag lang Ingenieure. Brot können sie trotzdem immer essen, weil sie es sich einfach kaufen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati aber muss nicht hinnehmen, dass ihre Tante sich an ihr und ihrer ganzen Familie rächt. Sie muss auch nicht akzeptieren, dass Jana sagt: Du musst Mitleid mit deiner Tante haben.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Sicher: es ist für Kati besser, wenn sie genauer versteht, warum ihre Tante sich so verhält. Aber sie kann auch einfordern, dass ihre Tante sich selbst versteht oder verstehen lernt. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Gerade auf der persönlichen Ebene greifen Verstehen und Akzeptieren ineinander und dies macht Beziehungen oft auch so kompliziert.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wenn Jana und Kati miteinander sprechen, sollten sie dies aber gut auseinander halten.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Denn wenn Kati ihre Tante nur versteht, macht sie sich selbst hilflos. Und wenn Kati ihre Tante nicht verstehen will, folgt sie einer sehr kriegerischen Logik.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Unsere Sprache aber macht ja beides und beides gleichzeitig: sie versteht und sie akzeptiert. Unsere Sprache versteht, indem sie die Welt einteilt. Ich sage zum Beispiel: Die neue Fernsehserie ist langweilig! und teile damit die Welt ein: es gibt Fernsehserien im Unterschied zu Fernsehfilmen, im Unterschied zu Kinofilmen, im Unterschied zu Büchern, zu Autor, zu Politikern und zu Steinzeitmenschen. Es gibt aber auch langweilige Fernsehserien im Unterschied zu spannenden Fernsehserien. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Akzeptieren muss ich das nicht! Ich beklage mich über die Fernsehserie, indem ich sage, die Fernsehserie sei langweilig. Beides - Verstehen und Akzeptieren - passiert gleichzeitig.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wenn Kati nur versteht, warum ihre Tante so ist, dann akzeptiert sie das Verhalten ihrer Tante. Und wenn Kati nur das Verhalten zurückweist, versteht sie nicht mehr das Leid, aus dem ihre Tante heraus handelt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kati und Jana streiten sich also, weil Jana nicht handeln will und weil Kati nicht ihre Weltsicht überdenken will. Jana blockiert sich, weil sie Kati und ihrer Familie nicht das Recht zugesteht, Leiden, Rache und Lügen von sich fern zu halten. Und Kati blockiert sich, weil sie lange Zeit Angst hatte, dass sie sich nicht mehr gegen ihre Tante wehren kann, wenn sie ihre Tante versteht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Heute weiß Kati zum Glück, dass sie sich gegen ihre Tante wehren muss, gerade weil sie sie versteht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und sie weiß mittlerweile auch, dass sie, wenn sie ihre Tante als Täterin sieht, ihrer Tante nicht nur die Schuld zuweist, sondern auch ausdrückt, dass ihre Tante sie leiden lässt. Mit Schuldzuweisungen sollte man sehr vorsichtig sein: hier hat Jana Recht, wenn sie darauf hinweist, dass Kati's Tante auch ein Opfer ist. Aber dass Kati handelt und sich wehrt, weil sie unter dem Verhalten ihrer Tante leidet, ist ebenso richtig.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-3188827947175168753?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/3188827947175168753/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=3188827947175168753&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3188827947175168753'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3188827947175168753'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/wer-hat-schuld.html' title='Wer hat Schuld?'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-2696579034975814546</id><published>2007-02-18T10:19:00.000+01:00</published><updated>2007-02-18T18:38:21.766+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><title type='text'>Manipulation in der Familie</title><content type='html'>&lt;p align="justify"&gt;Immer wieder höre ich von Menschen, die in ihrer Familie mit Menschen zusammen leben, die extrem manipulieren. Diese Menschen tragen eine tiefe Verunsicherung in ihre Umgebung hinein und meist entstehen bei nahen Familienmitgliedern auch schwere psychische Störungen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie kann man mit solchen schweren psychischen Störungen umgehen?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich möchte zunächst auf eine mögliche Diagnostik eingehen (I) und dann kurz auf ein Modell aus der Familientherapie eingehen (II), auf den Ausdruck "Familienterroristen" (III) und ob man Manipulationen verstehen soll (IV). Schließlich möchte ich auf die Schilderung einer problematischen Situation aus diesem Gebiet eingehen (V).&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;I Diagnostik nach dem ICD-10&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Dissoziale Persönlichkeitsstörung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Für die dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.2) typisch sind eine niedrige Schwelle für aggressives und gewalttätiges Verhalten, sehr geringe Frustrationstoleranz, Verantwortungslosigkeit und Missachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen, ein fehlendes Schuldbewusstsein, mangelndes Lernen aus Erfahrung oder Bestrafung, mangelndes Einfühlen in andere. Beziehungen werden eingegangen, jedoch nicht aufrechterhalten. Teilweise sind Dissoziale auch erhöht reizbar. Aus diesen Gründen neigen Patienten mit dissozialer Persönlichkeitsstörung zu Gewalttaten, Kriminalität und Drogen- bzw. Alkoholmissbrauch. Der veraltete Begriff "Psychopathie" für diese Störung wird in der aktuellen Literatur nicht mehr verwendet.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Emotional instabile Persönlichkeitsstörung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die wesentlichen Merkmale der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.3) sind impulsives Handeln ohne Rücksicht auf die Konsequenzen, ständig wechselnde Stimmungslagen, Unfähigkeit zur Vorausplanung, heftige Zornesausbrüche mit teilweise gewalttätigem Verhalten und mangelnde Impulskontrolle. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Histrionische Persönlichkeitsstörung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Kennzeichnend für die histrionische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.4) sind Übertreibung, theatralisches Verhalten, Tendenz zur Dramatisierung, Oberflächlichkeit, labile Stimmungslage, leichte Beeinflussbarkeit, dauerndes Verlangen nach Anerkennung und der Wunsch, stets im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, erhöhte Kränkbarkeit, sowie ein übermäßiges Interesse an körperlicher Attraktivität.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das Problem bei diesen Diagnosen ist, dass sie "irgendwie" auf jeden Menschen zutreffen können. Ich möchte Sie, liebe Leser, also bitten, diese Krankheitsbilder zwar zur Kenntnis zu nehmen, sie aber nicht ständig in der Umwelt zu sehen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Jeder verantwortungsvolle Arzt stellt differentielle Diagnosen, das heißt, er überprüft seine eigene Diagnose auf ihre Realität, indem er andere, ähnliche Krankheitsbilder hinzuzieht.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es ist nicht unsere Aufgabe, solche Diagnosen zu stellen. Selbst manche Pychiater sind nicht in der Lage, hier angemessen zu urteilen. Warum also sollten wir dies können?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wozu stelle ich hier also Krankheitsbilder vor, wenn ich dann ausdrücklich davor warne, sie zu diagnostizieren?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Aus einem einfachen Grund: zunächst helfen uns diese Krankheitsbilder, gegenüber unangenehmen Menschen eine Distanz zu wahren. Nicht die Richtigkeit des eigenen Urteils ist hier wichtig, sondern die Heilsamkeit der Distanz.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;II Delegation&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wer sich mit verworrenen Familienbeziehungen auseinandersetzt, wird immer wieder mit einem Phänomen konfrontiert, das höchst erstaunlich ist: Bestimmte Familienmitglieder brechen aus dem Familienalltag in geradezu bestürzender Weise aus, aber niemand sieht es und wenn es gesehen wird, wird es vollkommen widersprüchlich verteidigt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Dieses Phänomen lässt sich ganz gut mit dem Begriff der Delegation erklären.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie in einem Betrieb Aufgaben an Mitarbeiter delegiert werden, so werden häufig in Familien bestimmte psychische Rollen an die Mitglieder delegiert. So besitzt fast jede steinharte und zwanghafte Familie ihren Rauschsüchtigen oder Rauschgiftsüchtigen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Warum?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Kein Zwang lässt sich ohne ein bisschen Karneval aushalten. Wie manche Zwangskranken zugleich äußerst fröhliche, satirische oder zynische Menschen sind, so können Familien, in denen Zwänge eine große Rolle spielen, die extrem rauschhaften Menschen genau dieses Entlastungsventil spielen, die zum Aushalten der Zwänge notwendig ist.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Nun will der betreffende Mensch nicht unbedingt ein so abhängiger Mensch sein. Es ist ja nicht nur gesundheitsschädigend, sondern verhindert auch jedes normale Leben, jede Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Delegationen kommen in zahlreichen Spielarten vor.&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;1. So soll der Sohn die Konflikte mit der Mutter austragen, die der Vater sich nicht auszutragen traut.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;2. Die Tochter soll einen solchen Mann heiraten, den die Mutter gerne geheiratet hätte.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;3. Die Kinder sollen den Erfolg im Leben bringen, den die Eltern nicht haben konnten.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;4. Die Kinder sollen die Fehler wieder gut machen, die die Eltern begangen haben.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;5. Das Kind soll die Aggresionen oder Depressionen ausleben, die ein Elternteil sich nicht einzugestehen traut.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;usw.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Alle Delegationen aber gehen mit Manipulationen einher und die sicherste Form, einen Menschen zu manipulieren, ist, &lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;- ihm fortlaufend bestimmte Absichten zu unterstellen und&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;- ihn von der Umwelt und anderen sozialen Kontakten weitgehend zu isolieren.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;III Familienterroristen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Neulich habe ich dann folgendes Wort gelesen: Familienterroristen. Dieses geht auf einen Artikel von &lt;a href="http://www.vev.ch/lit/pizzey.htm"&gt;Erin Pizzey&lt;/a&gt; zurück.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;1. Es ist zwar nur ein kleines Wort, aber ...&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;"Zwar sind Männer nach meiner Erfahrung ebenso in der Lage, sich als Familienterroristen zu gebärden, doch neigen sie eher zu physischen Gewaltausbrüchen."&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zitat aus dem Artikel&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ok, ich habe selbst ein solches Wort: Harmonieterroristen. Das sind Menschen, die einen mit ihrer Harmonie schwere Schrecken einjagen (terror = tiefgehender Schrecken). Ich habe keine Probleme damit, dieses Verhalten Männern wie Frauen vorzuwerfen, ebenso habe ich keine Probleme damit, Frauen anderen Terror vorzuwerfen, gleich welcher Art. Man denke doch bitte nur an die Diskussion um Brigitte Mohnhaupt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Allerdings: Familienterroristen, DOCH dann eher physische Gewalt; damit wird doch gesagt, dass Terror keine physische Gewalt beinhaltet, während physische Gewalt noch kein Terror ist! &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Aus meiner täglichen Arbeit erfahre ich immer wieder, dass es vor allem die Männer sind, die sowohl psychisch als auch physisch terrorisieren. Andererseits gibt es Frauen, die extrem eifersüchtig sind, die stalken (zwanghaft einen Mann verfolgen), die eine ganze Familie in Atem halten können, sei es durch extreme Rachsucht oder erpresserische Angstattacken.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie gesagt, ich habe keine Probleme, Frauen Gewalttätigkeiten vorzuwerfen. Wenn ich mit einer solchen Frau arbeite, gehe ich meist auf dieses Verhalten direkt zu. Bei Männern finde ich das schwieriger. Frauen sehen eher ein, dass sie etwas falsch machen, als Männer. Manche Frauen legen zwar wutentbrannt auf, wenn ich ihnen sage, dass sie die Probleme verursachen, meist aber rufen sie wieder an. Männer sind dort wesentlich krankheitsuneinsichtiger.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Natürlich gelten diese Sätze nur statistisch, nicht aber im besonderen Fall.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Zudem lösen sich die geschlechtsspezifischen Störungen mehr und mehr auf, weil die Geschlechterrollen immer mehr aufgelöst werden, durch Homosexualität, metro sexuality (David Beckham), und so weiter. Jedenfalls gibt es mittlerweile fast so viele Männer mit Essstörungen wie Frauen mit narzisstischer Wut (Mädchen biss Mädchen ein Ohr ab - so titelte letzte Woche die Berliner Zeitung). Ich schreibe hier also gegen eine allzuleichtfertige Abgrenzung zwischen Männern und Frauen, zwischen psychischer und physischer Gewalt. Es mag ja sein, dass der eine oder andere es zu penibel findet, hier auf den kleinen Wörtern herumzuhacken, die eigentlich zwischen dem eigentlichen Inhalt stehen - wie hier dem Wörtchen "doch". &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Andererseits sind es gerade diese Präpositionen (doch, weil, während, seit, ...), die unsere alltägliche Logik durchscheinen lassen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;2. Familienterrorismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hierzu verweise ich sehr generell auf die Erforschung systemischer Familienstrukturen von der Seite einiger Psychiater, wie z.B. Helm Stierlin ("Familie und Delegation", suhrkamp) und Fritz B. Simon ("Unterschiede, die Unterschiede machen", suhrkamp). Beide berufen sich auf den amerikanischen Anthropologen Gregory Bateson.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Aus dieser Ecke stammt der Begriff der psychischen Delegation, der mit dem des Familienterrorismus eng zusammenhängt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;In der psychischen Delegation werden Seelenanteile eines Familienmitgliedes anderen Familienmitgliedern aufgezwungen. Man kann sich das in etwa so vorstellen wie eine Familienaufstellung in umgedrehter Richtung, nicht heilend eben, sondern krankmachend.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Dass hier Frauen nicht spezifisch benannt werden als diejenigen, die ihre Familien terrorisieren, liegt in der Art der Theorie: sie interessiert sich nicht für eine Ursachenforschung, sondern für die Praxis des Krankmachens und die Praxis des Heilens, das heißt, für Prozesse der Veränderung. Es gibt keinen "weiblichen" Kern in der Krankheit.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wer also meint, das terrorisieren bei einer Frau auszumachen, der hat noch lange nicht Unrecht. Wer aber sagt, dies sei ausschließlich ein Problem der Frauen, der hat sicher nicht Recht.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;3. Spirituelle Aufgabe?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Jede Erfahrung hat natürlich ihren spirituellen Anteil. Nur: ist die Spiritualität eine Aufgabe (ich weiß, ich bin wieder zu penibel), oder ist sie nicht Bedingung unserer (Lebens-)Aufgaben? So würde ich es nämlich eher sehen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Und ganz allgemein gehalten ist die Aufgabe hier doch: Einsicht in die menschlichen Möglichkeiten, Distanzierung von den menschlichen Möglichkeiten, die schädlich und krankmachend sind.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;IV Muss man Manipulationen verstehen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Natürlich ist jede physische Gewalt auch psychische Gewalt!&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Physische Gewalt ist die Handlung, die gewalttätig ist, aber die Möglichkeit dazu muss ja in dem jeweiligen Menschen mitgegeben sein.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wer andere Menschen misshandelt, hat fast immer (und ich kenne eigentlich keine Ausnahme) Seelenanteile, mit denen er sich selbst psychisch misshandelt. In solchen Fällen rate ich zwar immer dazu, die Hintergründe zu verstehen, sie aber nicht zu akzeptieren. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich rede jede Woche mit mindestens fünf Frauen, denen ich erkläre, warum ihr Mann oder ihr Freund sie schlagen oder anderweitig misshandeln. Ganz zwangsläufig folgt die Frage: "Ja, soll ich jetzt zu meinem Mann zurückkehren?"&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Nein! - Ganz klar nicht! Gewalt muss zwar verstanden werden - und möglichst gründlich verstanden, aber nie! nie! nie! sollte man sie akzeptieren. Verstehen und akzeptieren sind zwei verschiedene Sachen. Verstehen bedeutet, eine spirituelle Gelassenheit zu entwickeln. Akzeptieren bedeutet, die Gefühle eines anderen in sich eindringen zu lassen. Gewalt darf nie akzeptiert werden.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Auch Manipulationen wie extreme Eifersucht und die Isolierung des Partners von seinen Freunden und seiner Familie sind eine Form von Gewalt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Verstehen: das ja! &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Akzeptieren: auf gar keinen Fall!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;V Und wie damit umgehen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Eine Frau schildert mir ihren Fall aus ihrer Familie so:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Der Täter als Opfer&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;"Weiterhin ist mir vollkommen bewusst, das auch die Täterin (nennen wir sie mal so) aufgrund eigener Schmerzen, Erfahrungen, Ängste, Leiden usw. handelt und eine eigene bittere Familienstruktur in sich trägt, die sie in dem Kreislauf festhängen lässt... Bis zu einen gewissen Grad habe ich dafür Verständnis, sonst würde mich gar nicht interessieren, wie die Täterin dem ganzen entkommen kann und welches die Lernaufgabe auf spiritueller Ebene für sie sein könnte."&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wobei hier deine Aufgabe und niemandes Aufgabe das Aushalten und Hinnehmen sein kann. Es ist zwar richtig, dass Täter immer auch Opfer sind (und waren). Deshalb allzuviel Verständnis für sie zu haben, halte ich aber für grundlegend falsch. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Intrigen und Rache&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;"Ich möchte zur Veranschaulichung ein paar kurze Beispiele anführen: Die Täterin hat nach meinem Austritt aus der Familie meiner Oma einen Herzinfarkt mit vollem Bewusstsein und mit purer Absicht beschert, sie hat mich (zeitweise) gezielt in den finanziellen Ruin getrieben, hat Rufmord betrieben, hat Intrigen gesponnen, ständige Drohungen ausgesprochen, Racheaktionen durchgeführt ohne Rücksicht auf Verluste egal für wen usw. ..."&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;In solchen Fällen empfehle ich hier die ausführliche Dokumentation, auch wenn es sich um einen engen Verwandten handelt und ein gerichtliches Vorgehen. Auch wenn die Täterin Opfer war, müssen bestimmte Verhaltensweisen ausgebremst werden. Unsere Gesellschaft bietet dafür die staatliche Gewalt und die sollte man sich in solchen Fällen zunutze machen.&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sensibilität für den Täter?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;"Als sensibler, verständnisvoller Mensch habe ich stets im Hinterkopf gespeichert, das die Täterin ihre eigene schlimme Lebensgeschichte mit sich herumträgt und daher vielleicht einfach nicht anders handeln kann."&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Man kann immer anders handeln. Man muss es nur wollen und dann - zumindest versuchsweise - in die Tat umsetzen. Wer sich hier krankmacht, wer sich in seinem Krankmachen genießt - und das scheint mir bei dieser Frau der Fall zu sein - muss eben hart in seine Schranken verwiesen werden.&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Psychosoziale Erbschaften&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;"Doch, jetzt kommt der Knackpunkt. Ich selber habe dank dieser Täterin eine sehr "reiche" Vergangenheit und es wäre durchaus denkbar gewesen das ich ebenfalls in so einen Kreislauf rutsche und meine Vergangenheit wiederrum an anderen auslebe ..."&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hier findest du auch deine spirituelle Aufgabe: die positive Wirkung negativer Erlebnisse gelassen anzuerkennen. Die Situation hat dich sehr geprägt und trotzdem und vielleicht gerade deswegen hast du dich zu der Frau gewandelt, die du heute bist. Der Täterin musst du deshalb trotzdem nicht dankbar sein. Der umgedrehte Weg: die Rache - nun, ich denke, die Frau führt dir gut genug vor, wie unsinnig dieser Weg ist. Also: Gelassenheit heißt, hier etwas zu lassen - die Änderung durch Nicht-Änderung: nicht dich zu ändern, nicht diese Frau zu ändern, sondern mit ruhiger Hand seinen eigenen Weg zu gehen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Verantwortung: psychosoziale Erbschaften vermeiden&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;"Tue ich aber nicht, nicht in der beschriebenen negativen Form. Kommt nicht jeder Erwachsene, klar denkende Mensch irgendwann an diesen Punkt, wo er sich fragen muss: will ich so sein wie ich sein will oder lasse ich es zu, dass ich ein Abklatsch meiner Vergangenheit werde und es nicht besser mache, als es mir zuteil wurde? Hat nicht jeder die freie Wahl, es anders zu machen?"&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Verantwortung eben: die Verantwortung ist immer ein Bruch mit der Vergangenheit. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Die Möglichkeit hat jeder&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;"Ich habe es getan. Kann daher das Argument: Die Täterin war selber Opfer überhaupt gelten? Hatte sie nicht die Wahl sich ihrer Opfer Rolle und somit Täterrolle zu entledigen? Oder wurde mir nur unglaubliches Glück zuteil, oder große Stärke, das ich nun die erste in dieser Generation bin, die diesen Kreislauf durchbricht?"&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Natürlich hat jeder die Möglichkeit. Nicht jeder ergreift sie. Toll, dass du es geschafft hast. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wer sich so blind stellt, dass er nicht sieht, welches Leiden er auslöst und wie ungerecht er dabei ist, kann eigentlich nur mit sehr viel Härte zur Verantwortung gezogen werden. Von einem wachen und sensiblen Menschen erwartet man das sowieso.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Die Wiederholung der Situation&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;"Auf Abstand bin ich gegangen. Aber, wie den Abstand wahren, wenn wieder versucht wird der Existenz, der Gesundheit, dem Ruf und dem Seelenfrieden einiger Familienmitglieder zu schaden? Genau das geschieht nämlich gerade. Betonung liegt klar auf "Es wird VERSUCHT", denn diesmal mit genügend emotionalem Abstand und Hintergrundwissen kann ich differenzierter und sachlicher damit umgehen, Ruhe bewahren und bislang noch dafür Sorge tragen, dass es beim Versuch bleibt ..."&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie ich oben schon gesagt habe: hier solltest du, wenn Straftatbestände wie Verleumdung, Belästigung, Sachbeschädigung und ähnliches vorliegen, ganz klar auch gerichtliche Maßnahmen ergreifen. Letzten Endes ist diese Frau krank, vielleicht sogar krank im Sinne einer massiven Persönlichkeitsstörung. Dich dagegen alleine zu schützen und hier womöglich noch andere mit zu schützen ist extrem energieraubend, da du es mit starken negativen Kräften zu tun hast. Und genau hier ist es sinnvoll, die Krise zurückzugeben und - zwar eben mit Gelassenheit, aber doch deutlich - hier zu sagen: du hast das Problem. Auch dazu sind Polizei und Gerichte da.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Gerechtigkeit üben heißt nicht, niemandem zu schaden&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;"Nun wäre interessant, was der psychisch sinnvollste Weg ist, die Situation zu händeln, so dass niemand schaden erleidet, weder Täter noch Opfer ..."&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie gesagt: mein Eindruck ist hier, dass du alleine das auf Dauer nicht schaffen wirst. Jede Rücksichtnahme ist hier auch deshalb unsinnig, weil die Täterin nicht nur den Schaden schon erlitten hat, sondern ihn stets weiter tragen wird: sie kann die Möglichkeit zur Heilung nur dann bekommen, wenn sie auf diese Brüche zurückgeworfen wird und sich nicht ständig mit Racheaktionen und ähnlichem ablenkt. Dazu muss ihr aber auch deutlich gezeigt werden, dass sie das Problem ist, weil sie das Problem hat. Und - ganz hart gesagt -: manchmal muss man auch die Heilung eines Menschen aufgeben und einfach akzeptieren, dass dieser krank ist und krank bleiben wird.&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"... und gibt es eine spirituelle Lernaufgabe hinter dem ganzen, ..."&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="justify"&gt;siehe oben&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"... irgendwas greifbares was der Täterin helfen könnte, denn das ist wohl das einzige (Hilfe für die Täterin), was am Ende der ganzen Familie aus der Patsche helfen könnte ..."&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Das sehe ich nicht so. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;1. Die Täterin sollte ganz deutlich auf ihre eigentlichen Probleme hingewiesen werden. Ihre eigentlichen Probleme sind nicht böse Vergangenheiten und ähnliches, sondern ihr aktuelles Verhalten. Wenn sie nicht mit diesem Verhalten brechen kann, dann muss es von außen initiiert werden.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;2. So oder so wirst du die krisenhafte Entwicklung bei dieser Frau nicht abwenden können. Die Frage ist nur, wie viele Menschen sie noch mit sich zieht. Je schneller sie aber in die Krise kommt (crisis = Höhepunkt, der Moment, in dem alle Konflikte gemeinsam "auf der Bühne" stehen), umso eher wird sie sich hier wandeln können (nach der crisis kommt die katharsis: die Heilung, bzw. Reinigung, wobei dies im realen Leben nicht so gut funktioniert wie auf der Bühne). Ich würde hier also keine Kompromisse eingehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ganz wichtig finde ich, dass du vor allem den Kindern hilfst, die Sache mit Humor zu tragen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fliegersirenen und Kinderbilder&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Situation passt hier vielleicht nicht so ganz, aber eine Bekannte hat ihre zukünftige Schwiegerfamilie ziemlich in Aufruhr versetzt und zwar auf folgende Weise:&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sie saß mit ihrem Verlobten bei der Schwiegermutter und deren Familie am Mittagstisch (es ging um irgendeine Familienfeier). Die Schwiegeroma hatte irgendein scheußliches Fleisch gekocht und einige der Kinder mochten dieses Fleisch nicht essen (eigentlich mochte niemand dieses Fleisch essen, aber alle Erwachsenen waren gegenüber der Oma zu höflich). Jedenfalls weigerte sich eines der Kinder, worauf die Oma mit einem Pseudoheulen anfing und jammerte: Der P... hat mich nicht mehr lieb, etc. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hier hat meine Bekannte eingegriffen. Sie fragte P..., ob es wisse, dass seine Oma im Zweiten Weltkrieg eine berühmte Fliegersirene gewesen sei. P... schüttelte den Kopf. Ja, so erzählte meine Bekannte weiter, sie habe ganze Stadtviertel vor dem Untergang bewahrt, weil sie so schön heulen konnte. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hinterher gab es natürlich einen Riesenkrach. Einige in der Familie waren erbost von dieser Unhöflichkeit, andere waren auf ihre eingeschüchterte Art und Weise sehr beeindruckt. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;P... selbst hat in mehreren Bildern diese Fantasie weiterverarbeitet. Er hat seine Oma gemalt, wie sie auf dem Dach sitzt und heult, während die Flieger ihre Bomben abschmeißen und die Menschen vor ihnen fliehen. Außerdem hat er seine Oma gemalt, wie sie im Garten auf ihrem Liegestuhl sitzt und seine Mutter dazu schreiben lassen: Liebe Oma! Du musst nicht mehr heulen. Der Krieg ist vorbei.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;P... hat sich später sehr mit dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt und zwar schon in jungen Jahren (er ist jetzt, soviel ich weiß, zwölf). Zu seiner Oma hat er ein recht distanziertes Verhältnis und seine Tante liebt er heiß und innig. Mit seinem Vater, der seine Schwägerin unmöglich fand, hat er wohl häufig Krach und zu seiner Mutter, die in der Ehe ziemlich duckmäusert, ein eher kühles Verhältnis. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ein Problem in dieser Familie ist auch immer wieder, dass zwar viele die Probleme sehen, aber jeder zu höflich ist, diese deutlich auszusprechen und damit aus ihrem statischen Dasein zu befreien. P.'s Oma ist - soweit ich das mitbekommen habe - eine sehr manipulierende Frau und P.'s Vater ein steinharter und sehr dogmatischer Mensch. P. selbst sucht sich hier vor allem Kontakte zu den Familienmitgliedern, die deutlich die Konflikte ansprechen und humorvoll sind. Er malt immer noch sehr gerne und will nicht - wie sein Vater - Ingenieur werden, sondern Künstler.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Moral der Geschichte ist einfach: Wer die Täter schützt - und wenn auch nur durch zu viel Verständnis -, zwingt die Mitleidenden zu einer irgendwie gearteten Teilnahme an dem kranken Spiel. Sicher war meine Bekannte mit ihrem Einsatz sehr grob: andererseits musste sie so deutlich werden, um dem Kind hier überhaupt eine Möglichkeit zu bieten, sich von diesem Terror zu distanzieren und die Situation umdeuten zu können. So unwahr diese Umdeutung war, so nützlich war sie. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Auch dir würde ich nicht empfehlen, die Täterin zu schützen. Wenn du andeutest, dass sie die ganze Familie belastet (oder: in die Patsche bringt), dann ist es höchste Zeit, hier Grenzen zu setzen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Adrian&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-2696579034975814546?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/2696579034975814546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=2696579034975814546&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/2696579034975814546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/2696579034975814546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/manipulation-in-der-familie.html' title='Manipulation in der Familie'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7476366563511409271</id><published>2007-02-15T18:08:00.000+01:00</published><updated>2007-02-15T18:10:37.106+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaft'/><title type='text'>Was sind Erinnerungen?</title><content type='html'>&lt;p align="justify"&gt;Geht man von den neuesten &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518292781/ref=pd_rvi_gw_1/303-2308948-6114650"&gt;Gedächtnisforschungen&lt;/a&gt; aus, dann sind Erinnerungen folgendes: &lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Erinnerungen sind keine Inhalte, sondern Strukturen. (Ich erkläre gleich, was das bedeutet.) &lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Erinnerungen sind Konstruktionen, keine Abbildungen. &lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Erinnerungen sagen: Das darf mit dem verwechselt werden. &lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Je ungesättigter - und das heißt: unstrukturierter - Erinnerungen sind, desto schneller verblassen sie. &lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Zu 1:&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Laut der neuesten Gedächtnisforschung bilden Erinnerungen nicht die Welt ab, sondern &lt;em&gt;teilen die Welt ein&lt;/em&gt;. Danach ist die Erinnerung nicht das scharfe Bild, das an seinen Rändern zerfließt, sondern im Gegenteil die scharfe Grenze, die zur Mitte hin zerfließt. &lt;em&gt;Die Grenze ist immer die Grenze zu etwas anderem&lt;/em&gt;. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Für das &lt;strong&gt;Lernen&lt;/strong&gt; bedeutet dies, dass man immer zwei aneinandergrenzende Sachen lernen sollte und zwar, indem man die Unterschiede zwischen ihnen feststellt. Wenn man die Gemeinsamkeiten zwischen ihnen aufzählt, bildet man eine Schnittmenge oder einen Oberbegriff, der dann schon das dritte Element ist. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Zu 2:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Erinnerungen sind nicht dazu da, sie festzuhalten, sondern um sie (sich) abändern zu lassen. Es gibt zwar sehr feste Erinnerungen, die sich über Jahre hinweg gut halten. Nichtsdestotrotz muss hier vor allem der &lt;em&gt;pragmatische Aspekt der Erinnerung &lt;/em&gt;hervorgehoben werden: es geht nicht um die Erinnerung (die sogenannte eigene Vergangenheit), sondern um das Sich-Erinnern (also die Praxis in der Gegenwart) und es ist auch nicht sonderlich interessant, &lt;strong&gt;was&lt;/strong&gt; in der Vergangenheit steht, sondern &lt;strong&gt;wie&lt;/strong&gt; es in der Gegenwart gebraucht wird. &lt;em&gt;Eine erfundene Erinnerung ist deshalb genauso gut wie eine echte Erinnerung.&lt;/em&gt; Beides sind Konstruktionen. Nicht die Wahrheit, sondern ihr guter Gebrauch ist entscheidend. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Für das &lt;strong&gt;Lernen&lt;/strong&gt; bedeutet dies: Lerne nicht, sondern bastle dir ein brauchbares Modell (und lerne dadurch). &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Zu 3:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn Erinnerungen an ihren Grenzen scharf sind, sind sie &lt;em&gt;"in der Mitte" unscharf&lt;/em&gt;. Das heißt auch, dass in ihrem Kern eine Verwechselung liegt. Der englische Mathematiker George Spencer Brown hat in seinem Buch "&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3890943217/ref=pd_rvi_gw_2/303-2308948-6114650"&gt;Laws of Form&lt;/a&gt;" das Gleichheitszeichen als "may be confused with" definiert, als "darf verwechselt werden mit". Genauso funktionieren Erinnerungen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn ich so vieles nicht miteinander verwechsle, dann deshalb, weil ich ein Ereignis, einen Gegenstand, einen Menschen so "durchstrukturiert" habe, dass ich ihn nicht mehr verwechsle. Das kleine Kind sagt noch "wauwau" zur Katze. Der Erwachsene verwechselt vielleicht noch zwei Hunderassen miteinander. Im Mathematikunterricht lernen die Kinder von dem sinnlich konkreten zu abstrahieren, damit 1 Ente genauso viel ist wie 1 Elefant und zwar unter dem Aspekt: Anzahl der Tiere. (Übrigens ist die Abstraktion immer sinnvoll: wenn ich aus einem Durcheinander eine Ordnung herstellen will, muss ich Einteilungen schaffen: ich abstrahiere. Wer sagt, er abstrahiere nicht, erzählt eigentlich nur, dass er weder wahrnehmen, noch denken, noch erinnern kann und das geistige Niveau einer Seegurke nicht toppen will. Zudem ist jede Abstraktion individuell: sie markiert einen kleinen Schritt auf dem Weg zu einem kritischen Denken - wobei Abstraktion allerdings nicht das einzige Gütekriterium ist: Sinnlichkeit gehört genauso dazu.) &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Für das &lt;strong&gt;Lernen&lt;/strong&gt; heißt dies, dass man die Dinge aufbrechen, klein arbeiten soll. Analysieren, differenzieren, verteilen. Mit Ironie, Spott und Humor, denn nichts davon ist real (also ein Abbild), aber alles davon ist konstruiert (und dann sollte man mit all seinem Herzblut und all seinem Eigensinn konstruieren). &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Zu 4:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Erinnerungen werden also &lt;em&gt;durch Grenzen scharf&lt;/em&gt;. Grenzen wozu? Grenzen zu anderen Erinnerungen. Je mehr ich also eine Erinnerung mit anderen &lt;em&gt;vernetze&lt;/em&gt; (verbinden heißt hier: gegeneinander abgrenze), desto schärfer wird sie. Nie lerne ich eine Erinnerung alleine, immer kommen diese mindestens zu zweit (anders funktioniert das garnicht). &lt;em&gt;Je weniger ich eine Erinnerung vernetze, umso schneller verblasst sie.&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Und für das &lt;strong&gt;Lernen&lt;/strong&gt; heißt das: nutze jede Abweichung, jeden Einfall, jeden wildgewordenen Bocksprung, der dir durch die Gedanken fährt, denn alles, was du noch dazu erinnerst, schärft diese eine Erinnerung in ihren Grenzen. Es ist also nicht das penible Auswendiglernen, was Erfolge bringt, sondern das spielerische und teilweise taumelnde Umkreisen von Themengebieten. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Was nun Erinnerungen angeht:&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sind sie unschön? Dann erzeuge Abweichungen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Fehlen dir schöne Erinnerungen? Dann konstruier dir welche (zum Beispiel durch intensive Visualisationen oder Phantasiereisen). &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wichtig allerdings: eine Erinnerung hat nicht nur &lt;strong&gt;intellektuelle&lt;/strong&gt; Aspekte, sondern auch &lt;strong&gt;körperliche&lt;/strong&gt; (psychomotorische sagt man in der Psychologie dazu) und &lt;strong&gt;emotionale&lt;/strong&gt;. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Je mehr Emotionen ich habe, gute wie "schlechte" (ich hasse dieses Reden von schlechten Emotionen - irgendwo sind alle Emotionen hilfreich und sinnvoll), desto größer ist die Chance, dass ich Erinnerungen auch emotional gegeneinander abgrenzen kann. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Je mehr ich mit irgendwelchen Sachen handle und umgehe, umso größer ist die Chance, dass ich diese auch psychomotorisch voneinander abgrenze. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Deshalb: je mehr ich &lt;strong&gt;handeln&lt;/strong&gt; kann, umso mehr kann ich diese Handlungsstrukturen den Gefühlen zur Verfügung stellen; je mehr ich &lt;strong&gt;fühlen&lt;/strong&gt; kann, umso mehr kann ich die emotionalen Strukturen meiner Intellektualität zur Verfügung stellen; je mehr ich &lt;strong&gt;bewusst denke&lt;/strong&gt; (das heißt bei vielen Menschen: je intellektueller ich bin), umso mehr kann ich meine intellektuellen Strukturen meinen Handlungen zur Verfügung stellen, womit der &lt;strong&gt;Kreis&lt;/strong&gt; geschlossen wäre. Den Willen hätten wir noch, den ich aber ganz gerne mit der Spiritualität zusammenfließen lasse - die Spiritualität ist (ungefähr) die offene Ganzheitlichkeit des Menschen (obwohl das zu dogmatisch ist). &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Rekapitulieren, Phantasiereisen, Modelle basteln und skizzieren, mit dem Thema herumalbern und es aggressiv durchdringen, strukturieren, es singen, tanzen oder malen, sich neue Erinnerungen erfinden und alte durchanalysieren: wissenschaftlich gesehen ist das nichts weiter als das Abbauen/Aufbauen, die Destruktion/Konstruktion, die &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499556359/ref=pd_rvi_gw_1/303-2308948-6114650"&gt;Dekonstruktion&lt;/a&gt;, der Umbau des Gedächtnisses. Anything goes! - The Frage is only, how weit du damit kommst. (Was &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518281976/ref=pd_rvi_gw_3/303-2308948-6114650"&gt;Paul Feyerabend&lt;/a&gt; eigentlich gemeint hat, als er Anything goes! sagte.) &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Liebe Grüße, &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ihr Adrian&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7476366563511409271?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7476366563511409271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7476366563511409271&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7476366563511409271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7476366563511409271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/was-sind-erinnerungen.html' title='Was sind Erinnerungen?'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-1919557443208056599</id><published>2007-02-15T18:05:00.000+01:00</published><updated>2007-02-22T14:44:58.990+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schamanismus'/><title type='text'>Alter und neuer Schamanismus - und noch einmal Kultur</title><content type='html'>&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Schon länger hatte ich versprochen, dass ich hier in meinem Blog etwas zum Schamanismus schreibe. Eigentlich war dies sogar der Grund dafür, diesen Blog einzurichten, um all diejenigen Ratsuchenden, die bei mir anrufen, eine Gelegenheit zu bieten, sich damit kritisch auseinanderzusetzen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Googelt man nach dem Wort "Schamanismus", dann findet man eine solche Unmenge an Seiten, dass man sich wie erschlagen vorkommt. Und das Beste ist: Jede Seite enthält andere Heilsversprechen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Nun: natürlich nicht jede Seite, doch die kritischen Stimmen zu finden ist nicht so einfach.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Wenn man sich die Diskussion um den Schamanismus genauer anschaut, findet man rasch ein seltsames Wort für diese neue Art des Schamanismus: den &lt;strong&gt;Neoschamanismus&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Was ist nun der Neoschamanismus?&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Die Schamanisten im Internet bezeichnen sich selbst nicht unbedingt als Neoschamanisten. Trotzdem kann man recht schnell unterscheiden, wer Schamane und wer Neoschamane ist.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Die Evangelische Informationsstelle bietet dazu einige wertvolle &lt;a href="http://www.relinfo.ch/neoschamanismus/info.html"&gt;kritische Anmerkungen&lt;/a&gt; an.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Demnach trennen sich Schamane und Neoschamane auf folgende Art und Weise:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane ermuntert nicht zu Reisen in die Anderswelt. Der Neoschamane bewirbt diese offensiv.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane hält Reisen in die Anderswelt für gefährlich. Der Neoschamane verbindet damit ein Versprechen auf Glücksseligkeit.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane wandert nur im Dienste seines Stammes. Der Neoschamane wandert zur Selbsterkenntnis und zum puren Erleben der "Geisterwelt".&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane wandert aus Notwendigkeit. Der Neoschamane wandert aus Neugierde oder Selbstbefriedigung.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane wandert alleine oder höchstens in Begleitung eines "Schülers". Der Neoschamane bietet Gruppenreisen an.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane nimmt einen "Schüler" auf unbestimmte Zeit an. Der Neoschamane verlangt Kursgebühren und lehrt ihn in praktischen Wochenendseminaren.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane ist Schamane. Der Neoschamane ist nebenher auch noch Astrologe, Kartenleger, Reiki-Meister, vertritt den Huna-Schamanismus und die buddhistische Tradition in titelgerechter Mischung.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Vorsicht also auch hier vor solchen Angeboten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Allzuoft entpuppt sich nämlich die schamanistische Reise als eine schlichte, geführte &lt;a href="http://www.bpb.de/methodik/J4X0OC,0,0,Anzeige_einer_Methode.html?mid=227"&gt;Phantasiereise&lt;/a&gt;, als ein weichgespültes &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katathymes_Bilderleben"&gt;katathymes Bildererleben&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Ich sage damit nicht gegen Phantasiereisen und andere Methoden. Hier geht es mir tatsächlich um eine Abgrenzung und eine Achtsamkeit gegenüber Glaubensarten. Ihr kapitalistischer Ausverkauf jedenfalls kann nicht die Lösung sein.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Echter Schamanismus? Geht das noch?&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Das allerdings ist die große Frage.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Können wir hier, mitten in Deutschland, noch echten Schamanismus leben?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Dagegen sprechen viele Tatsachen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane wird von einem anderen "echten" Schamanen und meist innerhalb seines Stammes durch einen Ritus initiiert.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane hat einen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volksstamm"&gt;Stamm&lt;/a&gt;, in den er eingebunden ist. &lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;In einem Stamm gibt es selten mehrere Schamanen.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane gibt Traditionen aus dem Stamm weiter und pflegt diese.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Schon der erste Punkt weist darauf hin, dass ein zukünftiger Schamane sich nicht selbst aussucht, und schon garnicht sich selbst um sein Schamanendasein bemüht, sondern ihn ungewöhnliche Lebensumstände wie außergewöhnliche Träume, krisenhafte Lebenssituationen als Auserwählten zeichnen. Oder glauben Sie, dass die alten Schamanen Flyer geschrieben haben, in denen sie ihre Praktiken angepriesen haben?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Eine andere Frage ist, wo der Schamane heute noch seinen Stamm hat?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Sicherlich: da gibt es diese Gruppen, die ihren Schamanismus gegenseitig pflegen. Allerdings: ist das nicht eher wieder Gruppen-Erlebnispädagogik als echter Schamanismus? So nämlich sehen die Angebote meist aus. - Damit will ich die Angebote an sich nicht madig machen. Vielleicht sind sie ja tatsächlich gut. Aber ernsthaft: Wo gibt es da denn noch Gemeinsamkeiten mit den alten Schamanen? Spätestens dort, wo die schamanistischen Praktiken den kulturellen Grenzen der Peinlichkeit weichen müssen, hört doch jeder Neoschamane auf. Oder würden Sie sich, um Ihre Offenheit gegenüber den helfenden Geistern zu zeigen, nackt ausziehen und um Ihr Dorf oder Ihren Lagerplatz herumlaufen? Zum Beispiel in Hamburg einmal nackt um Altona herum?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Und was ist denn "Ihr" Dorf? Auch das ist eben nicht klar.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Schamanismus, echter, guter, klassischer und traditioneller Schamanismus: das geht eben nicht mehr.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Trotzdem Schamanismus&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Aber es gibt Gründe, am Schamanismus festzuhalten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Einer der wesentlichsten Gründe ist, dass es tatsächlich so etwas wie schamanische Erfahrungen auch in westlichen Kulturen gibt. Und auch wenn man diese nicht als Initiation verstehen darf, sind es eben doch Erfahrungen mit der Anderswelt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Hier aber stellt sich ein großes Problem:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Was kann und darf dieser europäische Schamane?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Die Neoschamanisten beantworten diese Frage mit zweierlei Maß:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Erstens werden so genannte traditionelle schamanistische Ausbildungen angeboten, sei es im hawaiianischen, sei es im indianischen, sei es im koreanischen Schamanismus.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Zweitens aber werden offiziell oder inoffiziell Versatzstücke in diesen Schamanismus hinein gebracht: Reiki, Traumreisen, Techniken der Erlebnispädagogik und halbtherapeutische Techniken.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Falsch ist das nicht. Nur oft sehr undurchdacht und plakativ.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Jeder traditionelle Schamanismus wird in unserer Kultur nicht funktionieren. Es lohnt sich also nicht, ihn anzubieten. Jeder Schamanismus passt sich an die Gruppe an, in der der Schamane lebt und praktiziert.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Diese Wandlung des Schamanen macht natürlich dann das Anbieten anderer Methoden sinnvoll. Hier ist aber die Frage, inwieweit diese Wandlung durchdacht und auf die Realität der Kultur ausgerichtet ist.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Wie die Evangelische Informationsstelle zum "&lt;a href="http://www.baerenstamm.de/"&gt;Bärenstamm&lt;/a&gt;" schreibt:&lt;/p&gt;&lt;quote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;"Aus den Widersprüchen der modernen Gesellschaft führt auch hier keine kulturhistorische Realität, sondern eine ebenso begriffliche wie offensichtliche Fiktion." (&lt;a href="http://www.relinfo.ch/baerenstamm/info.html"&gt;ganzer Artikel&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane allerdings ist jemand, der die Kultur gerade nicht mit Fiktionen anreichert, sondern mit Realitäten. Die andersweltliche Realität spielt dabei eine zwar wichtige, aber zeitlich sehr begrenzte Sonderrolle. Der Schamane beobachtet ebenso die Entwicklung seines Stammes. Er ist ein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Qualitative_und_Quantitative_Sozialforschung"&gt;Sozialforscher&lt;/a&gt;, der qualitative Aussagen macht. In diesem Sinne lassen sich die Erläuterungen von &lt;a href="http://www.schamanismus-information.de/schamanismus/zeuge_alter_kultur.htm"&gt;Schamanismus-Information&lt;/a&gt; verstehen. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Über diesen Aspekt wird gerne hinweg gelesen. Zu wissenschaftlich erscheint er, zu rational, zu mühsam; man müsse ja sozialkritisch werden und sich auf ernsthafte Auseinandersetzungen einlassen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;/quote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Da reist man doch lieber mal zwischen Müsli-Frühstück und dem Weg zur Arbeit zur kranken Freundin und heilt ihr den Schnupfen durch positive Energien weg. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Da macht man auf Mallorca-Sightseeing im Geisterbereich. Was gibt das für Ah!'s und Oh!'s!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Entschuldigen Sie, dass ich hier boshaft werde. (Aber bleibt mir - ehrlich gesagt - etwas anderes übrig?)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Die Erforschung des Sozialen in all seinen Aspekten, die gründliche und gewissenhafte Diagnose, an diesen kommt kein echter Schamane vorbei. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Einfach nur zu behaupten, man habe sich von seinem Kontakt zur Erde getrennt und sei deshalb krank und mit einem selbst auch die ganze Kultur: das ist sehr eindeutig Fiktion. Und das ist vor allem nicht nur Fiktion, dass ist schon die Vorstufe zu absonderlichem Verhalten, Soziopathie und paranoiden Weltsystemen. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;Was also kann und darf  und soll der europäische Schamane?&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der neue, der europäische Schamane sollte und müsste mit der Kultur als Ganzes arbeiten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Kultur? Was das ist?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Die Ethnologen (also die "Volkskundler") haben sich seit langer Zeit von dem Begriff der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur"&gt;Kultur&lt;/a&gt; verabschiedet. Zu schwierig sei er, zu ungenau, zu vorbelastet (siehe auch &lt;a href="http://www.lorenzk.com/lizarbeit/14.html"&gt;hier&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Kann man trotzdem die Kultur definieren? Ja, wenn man sie nicht als Einheit sieht, sondern als ein örtliches Gemisch.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Deshalb gibt es hier eine kleine praktische Anweisung, wie Sie sich Ihre eigene Kultur schaffen:&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Ziehen Sie zunächst um Ihren Wohnort eine mehr oder weniger weitläufige Grenze.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Erforschen Sie alle kulturellen Phänomene innerhalb dieser Grenze.&lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Da alles, was innerhalb dieser Grenzen passiert, auch Kontakt zu dem Jenseits der Grenzen hat, erforschen Sie auch die Kultur außerhalb dieser lokalen Grenzen. Fernsehen und Zeitschriften, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maggi"&gt;Maggi&lt;/a&gt;-Suppen und ungarische Salami, Ihr Geld und Ihre Kleidung werden wohl kaum in Ihrem direkten Umfeld hergestellt. Ihr Strom kommt auch nicht aus der Steckdose, sondern aus dem Atomkraftwerk in dreihundert Kilometer Entfernung. Trotzdem sind all diese Dinge in Ihrem Umfeld vorhanden. Wollen Sie also innerhalb der Grenzen Ihre Kultur erforschen, müssen Sie ständig diese Grenzen überschreiten. &lt;/div&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Und wenn Sie schon dabei sind, Grenzen zu überschreiten, dann machen Sie es sich doch gleich zur Pflicht, diese nicht nur entlang der üblichen Wege zu überschreiten, sondern auch der unüblichen Wege. Wann haben Sie das letzte Mal etwas von Goethe gelesen? Kennen Sie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Habermas"&gt;Jürgen Habermas&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann"&gt;Niklas Luhmann&lt;/a&gt;? Gehen Sie ins Museum? Backen Sie Kuchen für Schulfeste, die nicht aus den Fertigteigmischungen von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aldi"&gt;Aldi&lt;/a&gt; bestehen? Züchten Sie Kräuter? Oder setzen Sie sich ernsthaft mit politischen Gemälden auseinander? - Nein? Warum nicht? Nicht esoterisch genug? Oder muss man erst das Wort "Heilversprechen", und "Jetzt mit kostengünstigem Wochenendseminar in naturnahgelegenem Tagungshaus" draufpappen, damit Sie mal wieder zu Goethes "Faust" greifen oder ernsthaft kreativ werden?&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Sie merken schon: die Kultur habe ich Ihnen nur als Widerspruch definiert. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Gehen Sie zu eingeschränkt mit dieser Kultur um, werde ich spottlustig. (Humor, Scherze, Ironie, Spott: das ist etwas Wundervolles! - viel besser, als aus dem Bauch heraus seine Natürlichkeit zu schöpfen.)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Der Schamane also muss neben all seinen mystischen Tätigkeiten - wenn schon, denn schon - auch ein großer Beobachter und ein großer Mischer der Kultur sein.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Vielleicht - aber nur vielleicht, denn sicher bin ich mir damit auch nicht - werden wir dann irgendwann echte europäische Schamanen haben.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Das hat irgendwie auch etwas mit Selbsterfahrung zu tun - aber nicht vorrangig.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Diesmal sehr streitsüchtig und anstrengend,&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ihr Adrian&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;u&gt;P.S.:&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Bei google wird mit folgender Anzeige geworben:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;"Neo-Schamanismus 2006 - Ursprüngliche Erkenntnisse angepasst an heutige Bedürfnisse"&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;So weit, so gut. Nichts anderes sage ich auch.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Dann aber folgt das &lt;a href="http://www.humanholographics.de/hh.html"&gt;Angebot&lt;/a&gt;, das dahinter steht: Selbsterkenntnis, Stressabbau, Gruppenverfahren. Aber Schamanismus? - Nicht die Spur davon!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Im Gegenteil! - Lesen Sie zum Beispiel diesen Satz von der ersten Seite: "Erst wenn wir unsere inneren Kräfte und Resourcen anzapfen und erweitern, können wir unseren tagtäglichen Herausforderungen effektiver begegnen." - Was halten Sie von diesem Satz? Wäre doch eigentlich toll, oder? Nur sollten Sie bedenken, was dahinter steht: hier wird &lt;strong&gt;nicht die Heilung einer Gesellschaft&lt;/strong&gt; versprochen, nicht ein Arbeiten an einer besseren Kultur. Hier wird die &lt;strong&gt;Anpassung an die gesellschaftlichen Entwicklungen&lt;/strong&gt; versprochen, und seien diese noch so krank und gnadenlos. Aber das kann nun wirklich kein Schamanismus sein! (Dazu ein leider vergriffenes, aber hervorragendes &lt;a href="http://www.amazon.de/Darstellung-Wahrnehmung-Thomas-Klie/dp/3825851613/sr=1-6/qid=1167702289/ref=sr_1_6/303-2308948-6114650?ie=UTF8&amp;amp;s=books"&gt;Buch&lt;/a&gt;. Vielleicht wird es ja noch einmal neu aufgelegt.)&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-1919557443208056599?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/1919557443208056599/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=1919557443208056599&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1919557443208056599'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/1919557443208056599'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/alter-und-neuer-schamanismus-und-noch.html' title='Alter und neuer Schamanismus - und noch einmal Kultur'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-8539831679742598434</id><published>2007-02-15T18:03:00.000+01:00</published><updated>2007-02-22T16:50:59.880+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Heilen'/><title type='text'>Angst- und Panikattacken</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Viele der Menschen, die mich zur Beratung anrufen, haben &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panikattacke"&gt;Angst- oder Panikattacken&lt;/a&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich arbeite da immer schon am Rande der Therapie, empfehle aber jedem, sich eine Therapie zu suchen. Eine Therapie kann ich nicht ersetzen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Meine Arbeitsmethode ist, dass ich mit den Ratsuchenden "Traumreisen" ausmache, d.h. Reisen zu speziellen Orten, die auf der einen Seite mit der Angst und ihren Folgen konfrontieren, auf der anderen Seite Hilfsorte sind. Das funktioniert recht gut.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Allerdings (und noch einmal): &lt;strong&gt;eine Therapie kann das nicht ersetzen&lt;/strong&gt; und wenn ein Ratsuchender bereits eine Therapie macht, verlange ich sehr ausdrücklich, dass meine Ratschläge zuerst vom Therapeuten abgesegnet werden (wobei das noch nie ein Problem war und mich zweimal sogar schon die Therapeuten angerufen haben, der eine, weil er selbst ein Problem hatte, der andere, um mir für die Arbeit mit der Betreffenden zu danken - so etwas höre ich natürlich gerne, aber nicht jedem Therapeuten wird das Recht sein und dann ist der Therapeut wichtiger als meine Ratschläge und Hilfen).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Traumreisen suche meist ich für den Ratsuchenden aus. Manchmal reicht hier auch nur ein Impuls, und der Ratsuchende kann sich eine solche Traumreise alleine weiter entwickeln.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Je nach Persönlichkeit des Ratsuchenden gibt es ein paar &lt;strong&gt;Regeln, die man beachten sollte&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Eine der wichtigsten Regeln ist, in der Reihenfolge eher von der Wirkung zur Ursache zu gehen als umgekehrt. Obwohl es auch hier Ausnahmen gibt.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Eine zweite sehr wichtige Regel ist, sehr verschiedene Hilfsorte aufzusuchen, also nicht nur emotionale Hilfsorte, sondern auch intellektuelle, körperliche und spirituelle Hilfsorte.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die dritte Regel ist, klein anzufangen, sowohl von der Konfrontation mit den Ängsten her als auch von dem Umfang der Stationen, die der Ratsuchende bereist. Erweitert werden kann das immer noch.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Als &lt;strong&gt;Hilfsregel&lt;/strong&gt; bitte ich meine Ratsuchenden immer, sich die Stationen der Reise ungefähr aufzumalen. Ungefähr heißt natürlich so krickelig und krakelig wie man's eben kann. Aber das Aufzeichnen unterstützt die Erinnerung, mit der man sich durch die einzelnen Stationen bewegt. Die Reise selbst ist oft sehr emotional und je klarer man den vorgeschriebenen Reiseweg geht, umso wirkungsvoller ist diese Methode. - Ein großer heilender Anteil der Reise ist nämlich schlichweg die Tatsache, dass man von dem Weg nicht abweichen darf und sich so sehr bewusst darin einübt, bestimmte Phantasien zu haben und bestimmte Phantasien nicht zu haben. - Also keine Esoterik, sondern einfache psychische Mechanismen, die hier wirken.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Grüße,&lt;br /&gt;Adrian&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-8539831679742598434?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/8539831679742598434/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=8539831679742598434&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8539831679742598434'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/8539831679742598434'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/viele-der-menschen-die-mich-zur.html' title='Angst- und Panikattacken'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-3525186022806290238</id><published>2007-02-15T18:02:00.000+01:00</published><updated>2007-02-22T17:09:54.936+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Erschreckend ...</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;In den letzten Jahren hat man immer öfter von Kindesmisshandlungen lesen müssen.&lt;br /&gt;Das ist erschreckend.&lt;br /&gt;Gleichzeitig hat die Gewalt unter jungen Jugendlichen zugenommen. Neuerdings patroullieren sogar private Sicherheitsdienste in Schulen und in so genannten Problemvierteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das wissen Sie und das will ich auch gar nicht erzählen.&lt;br /&gt;Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit eher auf ein zunächst nebensächliches Problem lenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Verregeln&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Auf der einen Seite werden Schulen, Ausbildungen, junge Karrieren weiter verregelt, auf der anderen Seite auch das Zusammenleben mit Kindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Justizministerin Zypries ein Gesetz vorbereitet, mit dem Kinder besser vor Vernachlässigung und Misshandlungen geschützt werden sollen, ist dagegen prinzipiell nichts einzuwenden. Im Gegenteil, es ist sogar zu begrüßen. Einerseits.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits sind Gesetze eben "nur" Gesetze.&lt;br /&gt;Wenn man dem deutschen Soziologen Niklas Luhmann folgt, dann wird mit Hilfe eines Gesetzes über Recht und Unrecht entschieden. Diese Entscheidung erfolgt in einem Verfahren. Nun ist Ziel und Zweck dieses Verfahrens nicht vornehmlich die Hilfe, sondern das Sprechen von Recht. Unser positivistisches Rechtssystem handelt funktional, und damit "eigensinnig".&lt;br /&gt;Ein Gesetz zum Schutz von Kindern schützt eben zuallererst nicht die Kinder, sondern erstellt neue Formen, wie Verfahren ablaufen, wie Recht gesprochen wird. Was darüber hinaus passiert, verursacht dann manchmal Erstaunen oder Zorn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über Weihnachten sind zwei Säuglinge - eines in Berlin, das andere in Köln - durch Misshandlung und Vernachlässigung gestorben. Nun meldet sich Zypries zu Wort. Sie will eine neue Gesetzesinitiative starten, durch die Kinder besser vor Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung geschützt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie könnte dieses Gesetz nun lauten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa so?:&lt;br /&gt;“Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.”&lt;br /&gt;Nun ist allerdings die Feinheit dabei, dass dieses Gesetz längst existiert. Ich habe ein Gesetz von 2001 teilweise zitiert (§1631 Abs. 2 BGB).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was also könnte Zypries hier noch regeln wollen? - Es sind dreierlei Sachen, die man aus der Zeitung erfährt:&lt;br /&gt;1. Der Richter soll zukünftig den Eltern die Weisung erteilen können, ihr Kind ärztlich untersuchen zu lassen.&lt;br /&gt;2. Der Richter muss nach einiger Zeit sein Urteil überprüfen. Dies war bisher nicht zwingend vorgesehen.&lt;br /&gt;3. Der Familienrichter soll zukünftig mit den Eltern Gespräche führen können, in denen der Richter den Eltern nahe legen kann, staatliche Hilfen in Anspruch zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verregelung - dies hatte ich oben schon angemerkt - ist hier das Thema.&lt;br /&gt;Es geht mir hier nicht darum, ob es sinnvoll ist, Kinder zu schützen - das ist nur selbstverständlich.&lt;br /&gt;Mein Problem besteht darin, was eine solche Verregelung ausdrückt und was sie erwirkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ausdruck und Wirkung&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Im Ausdruck finden wir das tiefe Misstrauen, ob Elternschaft mit einer fähigen Erziehung einhergeht. Sicherlich ist dieses Misstrauen auch mal gerechtfertigt, aber zugleich zeigt es auch die Unsicherheiten in unserer Gesellschaft, wie wir mit Kindern umzugehen haben. Und es zeigt, dass hier vielen Eltern die positiven Erfahrungen fehlen und auch die positiven Vorbilder, die sie nachahmen können.&lt;br /&gt;Die Verregelung drückt also aus, dass es in unserer Gesellschaft an Leitbildern guter Elternschaft fehlt.&lt;br /&gt;Das ist zum einen eine Geldfrage. Heile Familien sind nun mal selten bei armen Menschen zu finden. Doch ist das nur der eine Aspekt. Der andere Aspekt ist, dass uns im alltäglichen Fernsehen vor allem Familien vorgelebt werden, die "irgendwie" reich sind, zumindest wohlhabend. Armut, Erziehung und Skandal scheinen sich dagegen automatisch zu bedingen, zumindest in den Zeitungen und Berichten. Wenn die jungen Eltern schon keine gesunde Verantwortlichkeit aus ihrer Kinderzeit mit sich bringen, so sollten die Massenmedien sich hier stärker um ein positives Bild von armen Eltern bemühen. Geld ist das eine, Vorbilder, auch für Erwachsene, das andere.&lt;br /&gt;Armen Eltern hilft es nicht, wenn sie sehen, dass wohlhabende Eltern ein gesundes Verhältnis zu ihren Kindern haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Und was erwirkt die Verregelung?&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zunächst nur ein anderes Verfahren. Der juristische Zugriff auf das Verhältnis zwischen Eltern und Kind erhöht sich. Wir wissen, dass dies manchmal wichtig ist; wir wissen alle, dass der Zugriff der Richter und Jugendämter auch sehr ungerecht und falsch sein kann.&lt;br /&gt;Die Entscheidungen zugunsten des Kindes sind oftmals Entscheidungen, die den Eltern auch Verantwortungen abnehmen, die diese eigentlich übernehmen könnten und sollten.&lt;br /&gt;Statt also die Verantwortung bei den Eltern zu erhöhen, und dies in einer gesunden Art und Weise, wird sie weggenommen. Die Verantwortlichkeit sinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fehlende Vorbilder, sinkende Verantwortlichkeit --- ich habe hier nur einige Probleme angesprochen, und dies sehr allgemein, unter denen Kinder, aber auch junge Eltern zu leiden haben.&lt;br /&gt;Die Hilflosigkeit mancher Eltern ist erschreckend, aber auch ihr Unverständnis für ihre Kinder. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass die Eltern sich bei ihren Kindern dafür rächen, dass sie - die kleine, junge Familie - in der Gesellschaft nicht mehr gut aufgehoben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Umdenken? - Ja, bitte!&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Brauchen wir ein anderes Verständnis von Kindern und Familie? - Das wird niemand bestreiten.&lt;br /&gt;Ob sich dies über Gesetze regeln lässt, ist fraglich. Ob mehr Geld für die Eltern als alleinige Maßnahme ausreicht, ebenso; obwohl es hilfreich ist, wenn Eltern keine Existenzängste haben müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzten Endes aber ist ein Umdenken gefragt und die Anstrengung jedes Einzelnen. Verregeln wird nichts nützen, anders denken - und deshalb ander handeln - hoffentlich schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal nachdenklicher,&lt;br /&gt;Ihr Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-3525186022806290238?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/3525186022806290238/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=3525186022806290238&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3525186022806290238'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3525186022806290238'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/erschreckend.html' title='Erschreckend ...'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-3005989343444507270</id><published>2007-02-15T18:01:00.000+01:00</published><updated>2007-03-11T08:30:14.462+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erlebtes'/><title type='text'>Rassistisch? - oder nicht?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Heute bin ich dem Fahrrad zu meiner neuen Wohnung gefahren. Als ich an einem Park vorbeikam, warf ein türkischer Jugendlicher einen Knaller nach mir. Ich habe sofort gewendet und ihn ziemlich angeschrieen.&lt;br /&gt;Sagt er zu mir: "Was willsn du, du Rassist?"&lt;br /&gt;Sage ich zu ihm: "Seit wann sind denn Idioten 'ne Rasse?"&lt;br /&gt;Er hat das nicht verstanden. Also habe ich mich noch ein Weilchen mit ihm herumgestritten, bis seine Freunde ihn weggezogen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich mir also ansehe, wie viele Türken tagtäglich hart arbeiten, ihre kleine Geschäfte achtzehn Stunden am Tag aufhalten, freundlich und zuvorkommend sind, dann finde ich für andere Türken - allerdings auch für viele Deutschen - nur beschämende Worte.&lt;br /&gt;Eines können wir uns von vielen Türken nämlich wirklich abschauen: diese herzliche Freundlichkeit, die unserer Kultur so oft fehlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens erzählt mir meine Tante öfters von den Türken in der Türkei. Meine Tante ist notorische Türkeibesucherin, reist dort viel herum und kennt sich hervorragend in der Geschichte aus. Manche Türken dort unten glauben, dass die deutsche Türken insgesamt Verbrecher sind (was meine Tante immer wieder verneint). - Seltsam, nicht wahr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wo wir schon dabei sind: Sie kennen doch sicherlich noch das Wort Multikulti. In den letzten Jahren wird es nicht mehr so häufig verwendet. Zu Recht, wie ich finde. Das Wort Multikulti unterstellt, dass viele Kulturen einfach so nebeneinander herleben. Wie falsch diese Vorstellung ist! Als ob es kulturellen Kontakt ohne Mischung gäbe, als ob es Kulturen ohne Mischung gäbe! - Wir schimpfen auf die vielen englischen Wörter? Mag ja sein. Wer aber schimpft auf die französischen Wörter? Nun waren die zweihundert Jahre früher dran. Oder die Japan-Begeisterung seit der Weltausstellung 1878 (glaube ich) in Paris, die indienseelige Limonade eines Hermann Hesses? Irgendwie lehrt uns die Geschichte hier doch etwas, oder? - Mischt sich nicht alles Kulturelle ständig? Und ist nicht alles Kulturelle ein Gemisch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut, vielleicht sind Aushänge wie "cheep sale" an 50-Cent-Geschäften übertrieben. "Pilliger Ferkauf" hätte es auch getan. Nicht nur an Apotheken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer Adrian&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-3005989343444507270?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/3005989343444507270/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=3005989343444507270&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3005989343444507270'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/3005989343444507270'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/rassistisch-oder-nicht.html' title='Rassistisch? - oder nicht?'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-754982543067906513</id><published>2007-02-15T17:07:00.000+01:00</published><updated>2007-03-15T13:31:24.464+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartenlegen'/><title type='text'>Tarotkarten legen</title><content type='html'>&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Wenn man ein wenig im Internet herumschnüffelt, findet man alle möglichen Aussagen darüber, wie man Tarotkarten legen kann oder zu legen hat.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich mag hier über die richtigen Wege, wie man Tarotkarten legt, gar nicht entscheiden. - Dies für andere zu entscheiden, halte ich für gefährlich und deshalb falsch. Hier also zunächst einige Tipps für Anfänger.&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Wie wähle ich Tarotkarten aus?&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es gibt mittlerweile zahlreiche Tarotkarten-Decks. Manche sind alt, andere recht neu, einige mit vielen Symbolen, andere eher emotional.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie kann man als Einsteiger mit dieser Vielfalt umgehen?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Zunächst halte ich es für günstig, sich vor Ort mit einem Tarotdeck vertraut zu machen. Das heißt zunächst, dass Sie ein Tarotdeck in den Händen halten können sollten. Ihr erstes Tarotdeck sollten Sie deshalb keinesfalls über das Internet kaufen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Gehen Sie stattdessen in eine Buchhandlung oder einen Esoterikladen, der Tarotkarten führt. Schauen Sie sich jedes Deck gut an und entscheiden Sie sich erst dann. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn Sie sich immer noch unsicher fühlen, sollten Sie keine Karten kaufen und lieber später noch einmal wieder kommen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Manchmal treffen einen bestimmte Tarotkarten sofort. Dann spüren Sie unwillkürlich die Kraft dieser Karten. Ein solches Deck können Sie (und sollten Sie) kaufen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Wie gehe ich als Anfänger mit Tarotkarten um?&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Zunächst sollten Sie sich einen guten Aufbewahrungsort für Ihre Tarotkarten überlegen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Manche Menschen basteln sehr liebevoll ein Haus, eine Pyramide oder eine Schmuckkiste für ihre Tarotkarten. Das ist natürlich eine wundervolle Idee. Hier sollten Sie aber selbst ein wenig Ihrem Gespür nachgehen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich habe meine Tarotkarten einfach in ein schönes, gelbes Tuch eingeschlagen, wenn ich sie nicht benutze. Dieses Tuch mit den Karten lege ich in die Mitte meines Medizinrades.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Wenn Sie sich Karten ziehen, sollten Sie vor allem eines bedenken:&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es gibt hunderte Bücher zur Deutung von Tarotkarten. Und ich will jetzt nichts gegen diese Bücher sagen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Allerdings: neben den Deutungen aus den Büchern, die immer intellektuelle Deutungen sind, ist der persönliche und intuitive Bezug zu den Karten sehr wichtig.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sie wissen wahrscheinlich selbst gut genug, dass das Intellektuelle das Intuitive verdrängen kann. Deshalb empfehle ich Ihnen zunächst, keine Bücher zu lesen, sondern sich nur auf der intuitiven Ebene mit den Karten auseinanderzusetzen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Deuten Sie also nicht, sondern spüren Sie den Empfindungen nach, die die Karten in Ihnen auslösen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Dazu ziehen Sie sich am besten morgens eine Tageskarte. Diese Karte steht nicht dafür, was Ihnen an diesem Tag passieren wird. Sie empfiehlt Ihnen, an diesem Tag genauer auf das zu achten, was die Karte in Ihnen auslöst.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Erst wenn Sie genügend mit den Karten vertraut sind, sollten Sie die Karten zur Deutung nutzen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Bei fast jeder Deutung haben Sie nämlich das zusätzliche Problem, dass Sie nicht nur die Karten für sich deuten müssen, sondern auch in ihrem Verhältnis zueinander. Und dazu gehört viel Erfahrung.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Professionelle Kartenleger sind deshalb viel mehr als nur Kartenleger.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Natürlich gibt es auch hier viele Wege und nicht nur einen richtigen. Vielleicht werden gerade Sie einen völlig neuen Weg beschreiten. Seien Sie mutig. Intellektuell gesehen ist eine Sackgasse zwar nur eine Sackgasse. Emotional und spirituell gesehen ist eine Sackgasse eine Erfahrung, durch die man neue Türen öffnen kann, gerade dort, wo eben noch eine Wand war.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Welche Möglichkeiten gibt es für einen professionellen Kartenleger, mit Kartenlegungen umzugehen?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich möchte hier drei Richtungen umreißen: die Kreativität, das Verhältnis Bewusstsein/Unbewusstes, die Spiritualität.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;Kreativität&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die spielerischste Form ist die Arbeit an der Kreativität.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Zunächst: Was ist Kreativität?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Kreativität wird als die Fähigkeit definiert, Neues zu erschaffen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Diese Definition sieht recht einfach aus. Nur ist sie das überhaupt nicht. Leider!&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Was ist das Problem dieser Definition?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das Problem liegt in dem Wort "Neues". Neues nämlich in Bezug auf was? Neues in Bezug auf die Kultur? Aber Sie wissen ja selbst: das meiste, was man selbst macht, wurde von irgendjemandem schon vorher gemacht und immer gibt es auch jemanden, der es sogar besser gemacht hat. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Irgendjemand hat schon mal ein solches Bild gemalt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Irgendjemand hat schon mal ein solches Gedicht geschrieben.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Irgendjemand hat schon mal diese Gedanken zu Papier gebracht.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Was also sollte daran neu sein? Was sollte daran kreativ sein?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sie merken selbst, dass also an dieser Definition alles hakt: Auf der einen Seite ist die Kreativität eine der herausragendsten Eigenschaften des freien Menschen. Auf der anderen Seite scheint Kreativität garnicht möglich zu sein. Picasso, Dali und Cezanne waren bessere Maler. Werke von Brecht, Goethe oder Arno Schmidt können wir sicherlich nicht in ihrer Qualität schlagen. Trauen Sie sich zu, eine Oper zu schreiben, die genausogut ist wie Puccinis "Tosca"? &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Nein? Sind Sie also doch nicht kreativ?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie gesagt liegt das Problem darin, welchen Bezugspunkt man für das Neue setzen will. Wählt man die ganze Kultur, dann wird man kaum jemanden finden, der etwas Neues schafft. Zudem setzt man die Kultur höher als den einzelnen Menschen. Das aber ist eine mindestens seltsamen Entscheidung.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;In der Sozialwissenschaft gibt es seit etwa fünfzig Jahren ein Schlagwort: Lebensweltorientierung. Hinter diesem Wort steht der Gedanke, dass der Mensch von seinem Umfeld geprägt wird, aber auch sein Umfeld beeinflusst. Dieser Gedanke erscheint Ihnen wahrscheinlich nicht neu. Das liegt aber daran, dass er mittlerweile sehr geläufig ist. Noch vor hundert Jahren glaubten viele Menschen daran, dass ein Mensch mit festen Eigenschaften geboren wird und die nie ändern kann. Heute wissen wir das zum Glück besser. Der Mensch wird von seinem Umfeld geprägt und kann in sein Umfeld eingreifen; und genau hier spielt jetzt die Kreativität eine große Rolle.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich sehe die Kreativität nämlich als die Fähigkeit an, mit der ein Mensch in seiner Lebenswelt Neues erschaffen kann und dadurch seine Lebenswelt und auch sich selbst ändern kann. Kreativität ist deshalb tatsächlich ein Mittel zur Selbstverwirklichung. Kreativität ist deshalb aber auch ein Mittel zur Veränderung des Umfeldes. Kreativität ist nicht nur bunt; sie ist therapeutisch, weil sie dem Menschen hilft und sie ist politisch, weil sie das Umfeld verändert.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn zum Beispiel eine Frau, die bisher immer gegenüber ihrem Mann geschwiegen hat und duldsam war, den Mut aufbringt, sich gegen diesen Mann zu stellen, dann ist sie sehr kreativ. Sie bringt etwas Neues in ihre Lebenswelt ein. Sie fängt an, sich zu verwirklichen und verändert damit auf kleinster Ebene die Politik zwischen den Geschlechtern. Und aus hunderttausend Tropfen wird dann ein Strom.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn ein Kind sich weigert, länger mit seinem Vater Matheaufgaben zu machen und diese alleine durchrechnen will, ohne dass der Vater hilft, ist das Kind sehr kreativ. Es setzt sich zudem gegen den Vater durch und übernimmt Verantwortung für sein Handeln. Eine nicht nur kreative sondern auch politische Entscheidung. Wenn hunderttausend Menschen verantwortlich handeln, gäbe das eine mittelgroße Stadt, in der man glücklich leben könnte.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn ein Mann nach vielen Jahren Arbeit sich endlich Zeit nimmt, ein lange gewünschtes Hobby endlich zu lernen und zum Beispiel wirklich jedes zweite Wochenende Angeln geht, dann ist das kreativ.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Was für den einen kreativ ist, muss nicht für den anderen kreativ sein. Es kommt eben darauf an, wie der Bezug zwischen dem Menschen und seiner Lebenswelt ist.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Was aber haben jetzt die Tarotkarten damit zu tun?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Von der Kreativitätspsychologie aus machen Tarotkarten folgendes:&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sie helfen dem Ratsuchenden, bestimmte Aspekte seines Lebens auszuwählen. Dies ist gerade dann wichtig, wenn der Ratsuchende sich nicht gut entscheiden kann - aus welchen Gründen auch immer er sich nicht gut entscheiden kann. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Karten geben Hinweise darauf, was man ausprobieren sollte. Das heißt, sie geben Tipps, wo und wie Neues in die Lebenswelt eingebracht werden kann und wie ein Mensch kreativ werden kann. - Wie ich oben gezeigt habe, ist Kreativität nicht und häufig nicht das bunte Bild, das dahingeklimperte Klavierstück, das stolpernde Gedicht. Kreativität kann unangenehm sein. Kreativität kann sogar sehr unangenehm sein. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Stellen Sie sich vor, dass diese Frau, die ihrem Mann zum ersten Mal widerspricht, weiß, dass er gewalttätig reagieren wird. Das ist keine niedliche Kreativität. Da kann niemand hinkommen und schreien: "Och, is' das alles hübsch bunt hier! Un' das ham Se selbst jemacht?"&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hier helfen die Tarotkarten, einen guten Weg zu gehen, gute Freunde können einen stützen, ebenso wie Gleichgesinnte. Ein guter Berater an der Seite kann einem hier auch helfen, die unangenehmsten Wirkungen der Kreativität zu vermeiden und trotzdem kreativ zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Tarotkarten regen Gedankensprünge an.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Manchmal klafft zwischen den Tarotkarten und dem Leben eines Ratsuchenden ein Riesenspalt. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn diese Frau, die von ihrem Mann so unterdrückt wird, die "Liebenden" gelegt bekommt, was wird sie wohl sagen? Aber ich kann jetzt nicht so gehen, und irgendwo liebe ich ihn ja auch, und was soll ich denn machen? Ich habe keinen Beruf, kein eigenes Geld und wer will mich denn jetzt noch haben, mit achtundvierzig?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Trotzdem. Beim Lesen merken Sie vielleicht schon, dass diese Frau nicht nur unterdrückt wurde sondern auch sich selbst unterdrückt. Sie muss sich nicht nur aus einer Beziehung befreien, sondern auch von sich selbst befreien.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Liebenden als Karte sagen ihr auch: nutze diese Beziehung, um für dich selbst zu wachsen, nicht, um dich klein zu halten. Sie wird fragen: wie soll ich denn diese Beziehung nutzen? In diesem Fall - und es ist zugegeben ein schwieriger Fall - muss der große kreative Schritt der Befreiung in kleine Schritte aufgeteilt werden. Sich eine Arbeit suchen, vielleicht in ein Frauenhaus ziehen, vielleicht den Kontakt zu Freundinnen intensivieren, möglicherweise sie zu ermutigen, bei der nächsten Prügel auch die Polizei aufzusuchen. Ihre schlechten Gedanken aus ihrem Kopf zu verbannen. Sich die Zeit zu nehmen, eigene Sachen zu machen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hier kommt es eben auf die ganz einzigartige Person an.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Zum Schluss aber führen die Tarotkarten, wenn man sie kreativ nutzt, immer zu Handlungen. Ohne Handlungen gibt es keine wirkliche Kreativität. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Kreatives Kartenlegen ist vielleicht die oberflächlichste Form des Kartendeutens. Mit den Karten wird ein Aspekt des Lebens ausgewählt. Dieser Aspekt steht als Hinweis im Mittelpunkt der nächsten Stunden, Tage oder Wochen. Der Ratsuchende sollte möglichst oft seine Aufmerksamkeit auf diesen ausgewählten Aspekt richten. Die Karten geben zudem Assoziationen vor, in denen man für eine Zeit lang eine Lösung suchen sollte. Und schließlich kann man anhand der Karten und möglichst mit einem guten Freund oder Berater praktische Schritte zur Verwirklichung der Kreativität planen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Diese Aufgabe ist allerdings nicht einfach, sie ist insgesamt nicht einfach. Vielleicht ist das kreative Kartenlegen nicht so tief auf die seelische und spirituelle Ebene ausgerichtet, aber die Beratung ist trotzdem anspruchsvoll und braucht viel Hintergrundwissen, Sensibilität und soziale wie emotionale Intelligenz.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Das Verhältnis Bewusstsein / Unbewusstes&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Auch hier mag ich zunächst näher bestimmen, was diese beiden Begriffe bedeuten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Da wir beide Begriffe in unserer alltäglichen Sprache benutzen, sind sie unscharf geworden. Unscharfe Begriffe führen zu Missverständnissen. Ich werde nicht alle Missverständnisse ausräumen können, aber hoffentlich doch einige.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das Bewusstsein - besser als "Ich" bezeichnet - vermittelt zwischen dem Unbewussten und der Kultur. Das Bewusstsein ist vor allem aber der Ort, wo wir uns unsere Gedanken machen. Diese Gedanken sind seltsame Diplomaten. Sie dienen zwei Herren: den Zwängen und Freiheiten der Kultur einerseits, andererseits den Impulsen des Unbewussten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Manchmal werden Impulse aus dem Unbewussten unterdrückt oder entstellt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Manchmal schreckt das Bewusstsein vor den Freiheiten der Kultur zurück oder lehnt sich gegen die Zwänge auf.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Dieses Spiel im Bewusstsein führt zu den zahlreichen bunten Erscheinungen, die man Menschen nennt. Die einen sind friedlich, die anderen ungestüm. Die einen sind kess, die anderen nachdenklich. Die einen planen sorgfältig und mit Liebe ihre Schritte. Die anderen hüpfen spontan und lustvoll ins kalte Wasser.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Alles nur Sternzeichen?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Nicht wirklich. Jedes Kind, das im Sternzeichen des Löwen geboren ist, kann durch frühkindliche Misshandlung gebrochen werden. Der selbstbewusste Löwe ist durch schlimme Erfahrungen zu einem gequälten und unsicheren Charakter geworden.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der individuelle Charakter hat immer einen Einfluss auf das, was uns spirituell mitgegeben worden ist.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der individuelle Charakter bildet sich in der Auseinandersetzung des Bewusstseins mit Kultur und Unbewusstem. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Und hier können dann auch die Karten klärend eingreifen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Gerade Menschen, die viel Leid in ihrem Leben erfahren haben, schleppen viele alte seelische Verletzungen mit sich herum.&lt;/strong&gt; Diese alten Verletzungen sind oft mit sinnvollen Lösungen bedacht worden. Aber wenn dieser Mensch sich weiter entwickelt, können diese Lösungen plötzlich falsch werden: statt dem Menschen zu helfen, machen sie ihn krank. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hier kann ein sensibler und möglichst auch hellsichtiger Kartenleger Klärungshilfen geben. Er kann herausfinden, wo ein Ratsuchender sich selbst blockiert, und ihn auf alte Ängste und unabgeschlossene Trauer hinweisen. Ein fundierter Kartenleger kann auch Lösungshilfen anbieten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Allerdings: &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der Kartenleger ersetzt nie eine Therapie und ein Kartenleger ist auch kein Therapeut. Jeder professionell arbeitende Kartenleger wird hier keine Heilsversprechen geben, sondern im Zweifelsfall darauf hinweisen, dass hier ein therapeutisch geschulter Psychologe der bessere Ansprechpartner ist.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich habe es schon öfter erlebt, dass sich Kartenleger mit sehr viel Arroganz und kernigen Sprüchen gegen klassische Therapieformen gestellt haben. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich habe ebenso oft erlebt, dass die Ratsuchenden damit nicht von ihren Problemen weggekommen sind und sich häufig ihre Probleme verschlimmert haben.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Deshalb möchte ich jedem folgende Regel mitgeben: &lt;strong&gt;Ein Kartenleger, der sich gegen Therapieformen, Therapien und Therapeuten stellt, ist nicht professionell, sondern gefährlich.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Davon abgesehen können manche Kartenleger trotzdem Recht haben, wenn sie einem Ratsuchenden eine andere Therapie oder einen anderen Therapeuten empfehlen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;em&gt;Überprüfen Sie in einem solchen Fall immer, wie viel Kenntnis der Kartenleger von den Therapien hat!&lt;/em&gt; - Viele Kartenleger haben nämlich keinerlei Ahnung, wovon sie sprechen, wenn sie von Therapie sprechen. Wie aber sollte ein Kartenleger die schwierigen Prozesse einer Therapie nachvollziehen können, selbst wenn er hellsichtig ist, wenn er dies nicht mit einem guten Wissen verbinden kann? Meist eben kann er das nicht! Und auf Ausnahmen sollten Sie nicht hoffen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;em&gt;Überprüfen Sie, ob der Kartenleger Ihnen Heilsversprechen macht und wie wahrscheinlich diese sind!&lt;/em&gt; - Geht es hier also darum, Sie vor dem Therapeuten ernsthaft zu warnen, oder darum, Sie in die Fänge des Kartenlegers zu bekommen, sei es aus Geldgier, sei es aus Machtgier?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;em&gt;Überprüfen Sie, ob der Kartenleger Ihnen nach dem Mund redet!&lt;/em&gt; - Damit bedient er nur Ihren allerersten Glauben, tut Ihnen schön und baut Ihnen ein illusorischen Luftschloss auf. Leider sind Luftschlösser nur Luftschlösser und man kann tief fallen, wenn man sie betreten will - so ziemlich genau bis auf den harten Boden der Realität. Kein professioneller Kartenleger wird Ihnen Unangenehmes ersparen, ebensowenig wie ein Therapeut Ihnen Unangenehmes ersparen wird. Jeder Kartenleger mag Ihnen auch die erfreulichen Sachen lieber sagen. Nur wird Ihnen kein guter Kartenleger zu einer Illusion verhelfen, die sich irgendwann in Nichts auslöst.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Sollten Sie eine Therapie machen und gleichzeitig einen Kartenleger aufsuchen, seien Sie hier bitte gegenüber Ihrem Therapeuten ehrlich. Ein Kartenleger kann ein sehr starker Berater sein. Er kann tatsächlich manchmal hilfreicher sein als ein Therapeut. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sie allerdings sollten sich hier &lt;u&gt;nicht&lt;/u&gt; zwei unverbundene Hilfen leisten. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Warum? - Jede Form von seelischem Leid beruht auf Spaltungen. Spaltung bedeutet, dass Sie einen Teil ihres Charakters unterdrücken, entstellen oder nicht sehen wollen. Das seelische Leid teilt Sie sozusagen in einen offiziellen und einen unterdrückten, abgespaltenen Charakter auf.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn Sie sich jetzt zwei oder noch mehr Hilfen bei Ihren seelischem Leid leisten, und diese nichts voneinander wissen, dann wiederholen Sie den krankmachenden Mechanismus in Ihrem Leben und machen sich womöglich noch kränker.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Deshalb nochmal der Rat: Auch wenn es Ihnen gegenüber dem Therapeuten peinlich ist zu sagen, dass Sie auch einen Kartenleger um Rat fragen, seien Sie ihm bitte gegenüber ehrlich. Nicht wegen dem Therapeuten, sondern wegen Ihnen selbst.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Spiritualität&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Was ist Spiritualität?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Jedenfalls nicht dieser Quark, der aus schamanischen Reisen so einen Mallorca-Touri-Quatsch macht. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Jedenfalls nicht diese Kartenleger, die einem sagen, man werde am 23. April 200x den Mann seines Lebens treffen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Jedenfalls nicht diese seltsamen Gestalten, die uns auf schlecht fotografierten Bilder Gegenlicht-Reflexe für UFO-Erscheinungen halten lassen wollen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Spiritualität ist etwas anderes.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Spiritualität ist Gelassenheit, Humor und Ernst. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Spiritualität ist Weisheit, Intelligenz und Gefühl.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Spiritualität ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Spiritualität ist Körper, Geist und Seele.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Spiritualität ist Kreativität, Intuition und Auseinandersetzung.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Spiritualität ist Alltag, Politik und Kunst.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Spiritualität ist der ganzheitliche Mensch in seinem Wirken und Schaffen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Wer nur hellsieht, ist nicht spirituell.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wer nur Karten legt, ist nicht spirtuell.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wer nur Engel sieht, ist nicht spirituell.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es kann sein, dass der Hellseher gut hellsehen kann. Aber wenn er nur hellsieht, sieht er nicht den ganzen Menschen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es kann sein, dass der Kartenleger hervorragend Karten legt. Aber wenn er nur Karten legt, wird er nie den ganzen Menschen erfassen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es kann sein, dass der Mensch, der Engel sieht, und einen tiefen Kontakt zu den Engeln der Menschen hat, keinen Kontakt zum ganzen Menschen aufbauen kann.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Auch ein Schamane ist mehr als ein Wunderknabe, der Weihrauchkerzen anzündet, Steine aus dem Yellowstone-Park zu seltsamen Rädern zusammenlegt und mystische Gesänge anstimmt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ein Schamane ist Freund und Zeuge, Berater und Richter, Forscher und Lehrer, Sänger und Dichter, Handwerker und Künstler. Und als solcher kann ein Schamane in der modernen, globalisierten Gesellschaft auch nicht einfach Wundertüten und Geistheilungen verteilen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Neben der Heilung ist die edelste Aufgabe des Schamanen, dem Mensch eine freiheitliche und gelassene Einbettung in seine Umwelt zu ermöglichen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das ist Spiritualität.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Alles andere ist weichgespülter Esoterik-Kommerz.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Können also Tarotkarten spirituell gelegt werden?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Natürlich!&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Tarotkarten behandeln auf diesen 78 Karten alle Aspekte des menschlichen Lebens. Deshalb sind Tarotkarten ganzheitlich und deshalb sind sie auch spirituell.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Aber ohne die Arbeit zwischen Berater und Ratsuchendem können die Karten sehr rasch einseitig werden. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Viele Menschen legen sich selbst die Tarotkarten und sind irgendwann sehr enttäuscht, weil sie nicht vorwärts kommen. Sie wissen noch nicht einmal genau, worin sie nicht vorwärts kommen. Dann konnten sie den ganzheitlichen, spirituellen Aspekt der Tarotkarten nicht verwirklichen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;In solchen Fällen kann oftmals ein guter und kritischer Freund helfen oder eben ein guter Berater.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Woran erkennt man einen guten Berater?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er hört zu und fragt nach.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Er urteilt nicht so schnell.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er zeigt Tendenzen auf und wie Sie diese beeinflussen können. &lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er sagt Ihnen nie, dass etwas auf jeden Fall so passieren wird und Sie dabei keine Entscheidungsfreiheiten haben. (Es sei denn natürlich, eine Lage ist wirklich aussichtslos. Ein Haus, das in drei Tagen zwangsversteigert werden soll, kann von keinem Kartenleger der Welt vor dieser Zwangsversteigerung gerettet werden.)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er verspricht keine Wunder und keine Wunderheilungen.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ein guter Berater sagt Ihnen auch, was er nicht kann und wann er sich unsicher ist.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er weist auf andere Professionelle hin. Vor allem wird Ihnen kein guter Berater vormachen, er könne Ihre zukünftigen Krankheiten sehen und Ihnen damit den Arztbesuch ersparen.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er wird Ihnen keine Lottozahlen legen. Das Glück, das im Schicksal so wichtig ist, hat nichts mit dem kleinen Glück einer Maschine zu tun. Rein garnichts. Sonst wären alle guten Berater reich. (Sie sind es nicht! Glauben Sie mir das.)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er informiert sich in Zweifelsfällen, liest Bücher und recherchiert im Internet.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er hat Humor.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Er gibt Ihnen praktische Tipps, wie Sie kreativ arbeiten können und empfiehlt Ihnen Bücher, mit denen Sie selbstständig arbeiten können.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er sagt Ihnen auch unangenehme Sachen über Sie. Aber er hilft Ihnen auch, damit umzugehen.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Er warnt und ermutigt, aber er macht Ihnen keine Angst vor der Zukunft und lässt Sie auch nicht die Zukunft wie ein Fernsehprogramm konsumieren. &lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kein guter Berater macht Ihr persönliches Glück davon abhängig, dass Sie ihn möglichst oft anrufen. &lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ein guter Berater beendet das Gespräch, wenn er dem Ratsuchenden geholfen hat.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p align="justify"&gt;Und noch einmal:&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ein spiritueller Berater wird Sie nie nur mit mystischen Erscheinungen überschütten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ziel und Verwirklichung der Spiritualität ist die gute und ganzheitliche Verbindung des Menschen mit seiner Umgebung. Und das sollte dann auch in der Beratung zu spüren sein.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Sie sollten zwar immer auch sich selbst überprüfen, ob Sie überhaupt bereit sind, sich zu ändern und an sich zu arbeiten.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Auf der anderen Seite ist das beste Zeichen, dass ein Berater gut ist, wenn er Ihnen Hilfen gibt, mit denen Sie sich ändern können.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Denn jede gute Beratung ist darauf ausgerichtet, den Ratsuchenden zu einem guten Selbstberater zu machen. &lt;strong&gt;Jede gute Beratung endet irgendwann.&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Und jeder gut Beratene wird sein Leben mit mehr Freiheit und Selbstverantwortung, mit mehr Ganzheit und Humor leben können. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Ein gut beratener Mensch ist ein Mensch, der selbst spirituell geworden ist.&lt;/strong&gt; Mit oder ohne Hellsicht. Mit oder ohne Fähigkeiten zum Kartenlegen. Mit oder ohne Engelskontakten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;&lt;u&gt;&lt;strong&gt;Schluss&lt;/strong&gt;&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich hoffe, ich konnte Ihnen hier hilfreiche Tipps geben, worauf Sie achten sollten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich hoffe natürlich auch, dass ich Ihnen Anregungen geben konnte, mit denen Sie zum Arbeiten an sich selbst kommen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sollten Sie Fragen und Anregungen haben, können Sie mir gerne einen Kommentar schreiben.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="MARGIN: 0px" align="justify"&gt;Adrian&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-754982543067906513?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/754982543067906513/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=754982543067906513&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/754982543067906513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/754982543067906513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/tarotkarten-legen.html' title='Tarotkarten legen'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3562787788054482431.post-7060254799648289895</id><published>2007-02-15T17:02:00.000+01:00</published><updated>2007-02-19T23:41:01.841+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><title type='text'>Herzlich willkommen!</title><content type='html'>&lt;p align="justify"&gt;Ab und zu sind diese elektronischen Geräte ja ganz interessant. Zumindest, wenn man hofft, viele Besucher zu erreichen und darüber sich austauschen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier also ein neuer Blog, und wahrscheinlich einer unter unzähligen anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;Wer ich bin?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nun, das ist nicht ganz so einfach zu erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht verliere ich zunächst einmal ein paar Worte zu meiner &lt;strong&gt;Kindheit&lt;/strong&gt;, obwohl ich diese mittlerweile ziemlich weit von mir weisen kann. Nun, vielleicht erschreckt Sie das, den eigentlich ist die Kindheit ja eine schöne Zeit zu leben. Ich kann dies von meiner Kindheit nicht behaupten. Zusammen mit mehreren Geschwistern bin ich zwischen einer eisigen Mutter und einem abwesenden Vater aufgewachsen, Die Ehe meiner Eltern war von Anfang an zerrüttet. Wir sind geschlagen, eingesperrt und fortlaufend gedemütigt worden.&lt;br /&gt;In der &lt;strong&gt;Schule&lt;/strong&gt; war ich von Anfang an ein nervöses Kind, auf seltsame Weise von der Lehrern geliebt und den Mitschülern gehänselt. Mein Abitur habe ich noch mit einer seltsamen Besinnungslosigkeit hinter mich gebracht.&lt;br /&gt;Aber ich habe bereits mit zwölf angefangen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Freud&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zu lesen, weil ich wissen wollte, warum so vieles in meiner Umgebung nicht stimmt. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schopenhauer" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schopenhauer"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Schopenhauer&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nietzsche" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nietzsche"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Nietzsche&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; folgten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit neunzehn kam bei mir der großem Umbruch. Angeleitet durch eine ganz wunderbare Frau begann ich mich selbst zu entdecken und meinen eigenen Weg zu gehen. Ich floh nach &lt;strong&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indien" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indien"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Indien&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;, dann in die &lt;strong&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mongolei" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mongolei"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Mongolei&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;. Dort habe ich ein Jahr lang bei Nomaden Rinder gezüchtet und dort hat mir ein alter Schamane die ersten Geheimnisse des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schamanismus" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schamanismus"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Schamanismus&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; nahe gebracht.&lt;br /&gt;Ich begann zu schreiben - Gedichte, die ich später ähnlich (wenn auch sehr viel besser) bei &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Celan" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Celan"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Paul Celan&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; wiederfand.&lt;br /&gt;Nach anderthalb Jahren kehrte ich nach Deutschland zurück. Ich war immer noch sehr gebrochen, aber sehr viel stärker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich leistete meinen &lt;strong&gt;Zivildienst&lt;/strong&gt; in einer Psychiatrie. So verunsichert, wie ich war, war dies für mich eine recht existentielle Erfahrung. In dieser Zeit hatte ich meine ersten Visionen. Und obwohl mich mein Schamane darauf vorbereitet hatte, bekam ich es mit der Angst zu tun, ich könnte wahnsinnig werden. Ich verdrängte die Visionen und schaffte das für nahezu zehn Jahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann studierte ich. &lt;strong&gt;Philosophie&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Psychologie&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Pädagogik&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Ethnologie&lt;/strong&gt;. Mit den Professoren stand ich oft auf Kriegsfuß. Andere hielten mich für genial. Besonders hervorgehoben wurde meine sehr schöne Art zu schreiben. Mitten im Studium merkte ich, dass ich in eine Sackgasse geraten war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich reiste ein Jahr in den &lt;strong&gt;USA&lt;/strong&gt; herum, fand weitere Menschen, bei denen ich meine schamanistischen Erfahrungen vertiefen konnte und kehrte heiler, sicherer nach Europa zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort beendete ich mein Studium.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach arbeitete ich überall. Mal in einer Werbeagentur, mal auf dem Bau, mal in der Kinderbetreuung. Sehr ernst beschäftigte ich mich mit modernen französischen Philosophen, wiederum Freud und Nietzsche und dann natürlich auch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marx" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marx"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Karl Marx&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Sartre war lange Zeit mein Lieblingsautor. Dieser wurde von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Foucault" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Foucault"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Michel Foucault&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; abgelöst und dieser schließlich von &lt;strong&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deleuze" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deleuze"&gt;&lt;span style="color:#000088;"&gt;Gilles Deleuze&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;, in dessen Büchern ich eine gute Mischung zwischen europäischem Denken und schamanistischer Logik fand. So ist es bis heute geblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute arbeite ich als freier &lt;strong&gt;Schriftsteller&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Lebensberater&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Die Schriftstellerei ist ein hartes Geschäft, da ich noch nicht bekannt bin.&lt;br /&gt;Die Lebensberatung ist für mich ein großes Glück, da ich Menschen helfen kann, ihren eigenen Weg zu finden, so wie ich meinen eigenen Weg finden musste.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3562787788054482431-7060254799648289895?l=kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/feeds/7060254799648289895/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3562787788054482431&amp;postID=7060254799648289895&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7060254799648289895'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3562787788054482431/posts/default/7060254799648289895'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kartenlegen-und-schamanismus.blogspot.com/2007/02/herzlich-willkommen-ab-und-zu-sind.html' title='Herzlich willkommen!'/><author><name>Adrian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17705498974127902490</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
